Kibrom und Chepkemoi kehren nach Wien zurück

Vienna City Marathon
Kibrom und Chepkemoi kehren nach Wien zurück

ArtikeldatumVeröffentlicht am 11.03.2026
Als Favorit speichern
Oqbe Kibrom
Foto: VCM / Herbert Neubauer

Oqbe Kibrom wird als Favorit beim Vienna City Marathon am 19. April starten und Betty Chepkemoi kommt als Titelverteidigerin zurück. Der Läufer aus Eritrea, der mit einer Bestzeit von 2:05:37 Stunden die derzeitige Startliste anführt, war beim bedeutendsten österreichischen Straßenrennen vor vier Jahren bereits Dritter. Die Kenianerin Chepkemoi gewann den Vienna City Marathon 2025 bei Eiseskälte überlegen in 2:24:14.

Vor vier Jahren war Oqbe Kibrom bereits knapp davor, in Wien seinen ersten Marathonsieg zu feiern. Nach 30 km setzte er sich an der Spitze ab und hatte schon einen klaren Vorsprung. Doch der spätere Sieger Cosmas Muteti (Kenia) überholte Kibrom noch, der als Dritter schließlich 2:07:25 lief. Dass Kibrom die Qualität eines Champions hat, beweisen mehrere Top-Leistungen. Dreimal lief er bereits unter 2:06:00 Stunden, in Berlin erreichte er 2024 als Achter seine Bestzeit von 2:05:37. Für den 28-Jährigen scheint die Zeit reif zu sein für einen ersten Marathonsieg.

Kibrom wird von zwei Afrikanern herausgefordert, die ebenfalls vor zwei Jahren ihre persönlichen Bestzeiten erzielten: Der Äthiopier Tafese Delegen lief in Sevilla 2:06:11, Stanley Kurgat aus Kenia erzielte in Berlin 2:07:05, wobei er in diesem Rennen sieben Plätze hinter Kibrom ins Ziel kam. Eine gute Rolle spielen kann auch Albert Kangogo. Der Kenianer wurde im Dezember im türkischen Mersin mit 2:07:26 Zweiter. Kangogo kennt den Vienna City Marathon bereits gut, denn er war hier vor zwei Jahren Dritter.

Eine gute Platzierung ist auch Österreichs Rekordhalter Aaron Gruen zuzutrauen, der im vergangenen Jahr in den USA als erster Österreicher eine Zeit von unter 2:10:00 erreichte (2:09:53). „Diese Läufer haben Spitzenleistungen erbracht, die deutlich über meiner eigenen Bestzeit liegen. Das Rennen verspricht daher ein sehr hohes sportliches Niveau. Für mich wird es eine echte Herausforderung“, sagte Aaron Gruen, der erstmals in Österreich einen Marathon laufen wird.

Abgesehen von der Vorjahressiegerin Betty Chepkemoi wurden noch keine weiteren Athletinnen für das Frauen-Elitefeld bekannt gegeben. Die 25-Jährige feierte vor einem Jahr in Wien den bisher größten Sieg ihrer Karriere. „Ich freue mich sehr darauf, nach Wien zurückzukommen. Dieser Erfolg hat mir sehr viel Selbstvertrauen für meine Zukunft im Marathon gegeben. Mein Ziel ist es, eine persönliche Bestzeit zu laufen und wenn möglich zum zweiten Mal hier zu gewinnen“, sagte Betty Chepkemoi.

Wien und Frankfurt unter den European Marathon Classics

Der Vienna City Marathon formt gemeinsam mit sieben anderen Rennen die neue Serie European Marathon Classics (EMC), die vor kurzem in Wien vorgestellt wurde. Das einzige deutsche Rennen, das zu dieser Serie gehört, ist der Mainova Frankfurt-Marathon. Der London-Marathon ist die prestigeträchtigste Veranstaltung der European Marathon Classics, zu denen außerdem die Läufe in Rom, Madrid, Lissabon, Warschau und Kopenhagen gehören.

Die European Marathon Classics richten sich an Breitensportler, eine spitzensportliche Wertung gibt es zumindest zurzeit noch nicht. Läufer, die ohne ein zeitliches Limit bei mindestens fünf dieser Marathonrennen in unterschiedlichen Städten ins Ziel gekommen sind, erhalten eine besondere Erinnerungsmedaille.

European Marathon Classics
EMC / Roman Pfeiffer

„Die Zusammenarbeit großer europäischer Marathons schafft eine inspirierende Herausforderung für die Lauf-Community und soll noch mehr Menschen für das Laufen begeistern. Uns verbinden gemeinsame Werte: Freude am Sport, Miteinander, Gesundheit und Nachhaltigkeit“, sagt Kathrin Widu, die gemeinsam mit Dominik Konrad die Geschäftsführung des Vienna City Marathons bildet. „Die European Marathon Classics heben unsere strategische Ausrichtung auf eine neue Ebene. Wir sind damit über Österreich hinaus Teil eines starken internationalen Projekts“, erklärt Dominik Konrad.

„Die European Marathon Classics bringen nicht nur internationale Läufer nach Europa, sondern motivieren auch innerhalb Europas zahlreiche Teilnehmer, sich gezielt für den Mainova Frankfurt-Marathon zu entscheiden. Damit stärken wir die Marke Frankfurt als erstklassigen Marathon-Standort“, sagt der Frankfurter Race-Direktor Jo Schindler.

Mehr Informationen und die Möglichkeit der Registrierung für die Serie gibt es unter: www.europeanmarathonclassics.eu