Unter dem Einfluss von Tiefdruckgebiet Bea feierte der Wattlauf eine spektakuläre zweite Auflage. Insgesamt 1.500 Läuferinnen und Läufer stellten sich der außergewöhnlichen Herausforderung im UNESCO-Weltnaturerbe. Weil der kräftige Wind viel Wasser in die Bucht gedrückt hatte, mussten die Veranstalter die Strecke kurzfristig anpassen. Statt bis zur Insel Neuwerk führte der Kurs über Schlick, Sandbänke und knöcheltiefes Wasser zu einem eigens errichteten Wendepunkt namens „Neu-Neuwerk“.
Rund 2.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten am Strand von Cuxhaven-Duhnen für eine stimmungsvolle Kulisse und feuerten die Athleten vom Start bis ins Ziel an. Mit jeder Runde rückte zudem die auflaufende Flut näher, was den Untergrund zunehmend schwieriger machte. Die Läufer mussten auf dem Hinweg gegen Windgeschwindigkeiten von bis zu 40 Knoten ankämpfen, während der Rückweg immerhin Rückenwind bot.
Eric Ole Völkening und Deike Keilers-Burkhardt siegen
Den anspruchsvollen Hauptlauf über 20,3 Kilometer entschied Eric Ole Völkening für sich. Er erreichte die Wendepunktmarke und das Ziel nach 1:24:49 Stunden. „Die größte Herausforderung war heute ganz klar der Wind. Gegen die Böen anzulaufen, hieß einfach: Kopf aus und durch. Dass ich unter diesen Bedingungen am Ende den Wattlauf gewinnen konnte, ist für mich eine unglaubliche Erfahrung und etwas ganz Besonderes“, freut sich Sieger Eric Ole Völkening.
Bei den Frauen dominierte Deike Keilers-Burkhardt das Feld in erstklassigen 1:37:53 Stunden. „Nach so einem windigen Lauf als Erste ins Ziel zu kommen, ist ein mega Gefühl. Im Watt fühlt man sich ein bisschen wie ein kleines Kind, das durch den Matsch läuft – genau das macht so viel Spaß. Auf den letzten Metern habe ich nochmal Vollgas gegeben, und dann zu hören, dass ich die erste Frau bin, war einfach richtig cool“, so Deike Keilers-Burkhardt.
Gelungene Premiere für die Kurzstrecke
Neben der Langdistanz feierte in diesem Jahr eine neue Kurzstrecke über 8,3 Kilometer ihre Premiere. Hier sicherten sich die bekannten Profiläufer Florian Neuschwander und Marie Heymann die obersten Podestplätze.
Auch für Florian Neuschwander war es ein ganz besonderes Erlebnis: „Der Hinweg mit dem starken Gegenwind war brutal und hat richtig Kraft gekostet. Auf dem Rückweg wurde es etwas leichter, aber insgesamt war es trotzdem super anstrengend – und genau das macht den Reiz aus. Die Stimmung war richtig gut und man sieht einfach, wie viel Bock die Leute auf Laufen, Adventure Running und dieses Unbekannte haben.“





