Rekordbeteiligung trotz Hafengeburtstag

Wedeler Halbmarathon
Rekordbeteiligung trotz Hafengeburtstag

ArtikeldatumVeröffentlicht am 20.05.2026
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Rekordbeteiligung trotz Hafengeburtstag
Foto: Markus Tischer

Auf den Wedeler Halbmarathon 2026 zu verzichten, kam für viele Läuferinnen und Läufer am zweiten Mai-Wochenende nicht in Frage. Auch wenn parallel der Hamburger SV sein letztes Bundesliga-Heimspiel der Saison hatte und der 837. Hamburger Hafen-Geburtstag ebenfalls zahlreiche Interessierte anzog, entschieden sich ganze 1.246 registrierte Laufbegeisterte für den Wedeler Halbmarathon. Dank einem im Vergleich zum Vorjahr deutlichen Teilnehmerzuwachs auf der Halbmarathondistanz sowie 50 zusätzlichen 10-Kilometer-Läufern konnte das Event einen weiteren Teilnehmerrekord verbuchen. Einzig auf der kurzen 5-Kilometer-Distanz musste ein Rückgang von 38 Sportlerinnen und Sportlern hingenommen werden.

Der Startschuss für den Wedeler Halbmarathon 2026 fiel um 10:00 Uhr bei sonnigen sowie nahezu windstillen Bedingungen. Zu Beginn zeigte sich Jan Schölzl an der Spitze des Feldes, nach etwa vier Kilometern übernahm dann allerdings Niklas Gleser die Führung. Nennenswert absetzen konnte sich Gleser in der Folge jedoch nicht. Im Interview nach dem Rennen erzählte er, dass er es auf dem Deich warm fand und den Atmen seines Verfolgers stets im Nacken gespürt habe. Am Ende trennten die beiden Schnellsten 1:17 Minuten. Der Lübecker Niklas Gleser erreichte nach 1:17:51 Stunden das Ziel, der Hamburger Jan Schölzl nach 1:19:08 Stunden. Dritter wurde Julius Hahner (TC Ballrn) in 1:20:43 Stunden.

Michael Strokosch

Sechs Minuten danach folgte Lisa Kucziensky vom SV Großhansdorf als erste Frau. Sie lief die 21,1 Kilometer in 1:26:41 Stunden, womit sie mit gut zwei Minuten Vorsprung vor Liou Reimy (1:28:45 Stunden) gewann. Rund eine halbe Minute später erreichte Greta Brauns vom Eimsbütteler TV (1:29:22 Stunden) als Drittplatzierte das Halbmarathonziel.

Französischer Doppelsieg in Wedel

Beliebt war aber auch der 10-Kilometer-Lauf, bei dem zwei Franzosen ihr Können unter Beweis stellen und so auf die Plätze eins und zwei laufen konnte. In 34:07 Minuten siegte Leo Lamy vor Gauthier Schaeffer, der nach 36:29 Minuten im Ziel war. Kurioserweise kam bei den Frauen die Siegerin nicht als erste Läuferin ins Ziel. Da die Ergebnisliste anhand der Netto-Zeiten erstellt wurde, wurde Mercedes Böhnisch (Happy Feet Itzehoe), die zwar erst nach 44:00 Minuten die Ziellinie überquerte, gleichzeitig aber netto nur 43:54 Minuten benötigte, erste Frau. Angelina Pausin (Triabolos Hamburg, 43:57 Minuten) wurde, obwohl sie zwei Sekunden vor Böhnisch ins Ziel lief, Zweite.

Komplettiert wurde das 10-Kilometer-Gesamtpodest durch Lene Beddies (46:28 Minuten) sowie Pausins Teamkollegen David Lorbacher (Triabolos Hamburg, 37:56 Minuten). Über die fünf Kilometer setzten sich derweil Max Meerkötter (Hamburg Running, 18:18 Minuten) vor Benjamin Name (19:56 Minuten) und Marc Dittmann (Johann-Rist-Gymnasium, 20:33 Minuten) sowie Mia Broyer (23:41 Minuten) vor Alexandra Valcacia Dos Santos (Athletics by Ahrens, 24:17 Minuten) und Ulrike Spink (25:15 Minuten) aus Uetersen durch.