Green Special
Nachhaltigkeit
Norbert Wilhelmi

Nachhaltig laufen Wie Rennen grüner werden

Bei großen Lauf-Veranstaltungen entsteht viel Müll. Wie das nachhaltiger geht? Hier ein paar Ideen und Beispiele.

Das Thema Umweltverträglichkeit betrifft in unserem Sport vor allem die Großveranstaltungen. Viele Ausrichter machen sich schon seit Jahren Gedanken darüber, wie sie die Müllberge, die rund um einen Laufwettkampf anfallen, verhindern oder verkleinern können. Bei einigen Läufen wird das Thema Nachhaltigkeit allerdings immer noch stiefmütterlich behandelt. Wir stellen Ideen vor, wie man einen Wettkampf effizient und umweltfreundlich organisieren kann – von der Anmeldung über den Lauf bis zur Auswertung.

Nachhaltiger laufen: Wie Rennen grüner werden

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Anmelden. Eine Anmeldung per Internet oder E-Mail ist inzwischen normal, da braucht’s keinen Papierkram mehr. Ein Ausdruck der Startnummer erst bei Abholung der Unterlagen sorgt dafür, dass keine Nummer zu viel produziert wird.

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Solarenergie nutzen. Der Austin-Marathon in Texas produziert den Hauptteil des Stroms für Start- und Zielgelände durch Solargeneratoren.

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Mehrfach nutzen. Warum nicht ungenutzte Materialien (zum Beispiel Becher oder Warmhaltefolien) an andere Veranstalter weitergeben? Startnummern und Sicherheitsnadeln lassen sich wieder einsammeln und bei der nächsten Veranstaltung noch einmal nutzen. Und Laufserien sollten nur eine Nummer pro Läufer für die gesamte Serie vergeben.

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Beim Berlin-Marathon gab es 2018 bereits einen Modellversuch: Dazu wurden Silikonbecher, so genannte „Soft Cups“ aus Gummi, die sich klein falten lassen, verteilt. Zum Auffüllen installierte man spezielle Stationen an der Strecke.

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Metall hat ausgedient: Finishermedaillen bestehen oft aus schwer abbaubarem Metall. Dumm! Beim Fichtelgebirgsmarathon etwa gibt es eine Medaille aus Holz. Auch der Köln-Marathon will 2019 auf Holzmedaillen setzen (unser Bild zeigt die nicht finalen Entwürfe). Das spare im Vergleich zu den Metallmedaillen mehr als 20 Tonnen CO2 ein, sagt der Veranstalter.

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Messebetrieb mit Biodiesel. Beim San-Francisco-Marathon wird die komplette Energieversorgung der Messe durch mit Biodiesel betriebene Aggregate gewährleistet.

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Stoff- statt Plastiktaschen. Starter- und Kleiderbeutel sollten heutzutage nur noch dann aus Kunststoff bestehen, wenn dieser recycelt ist. Ansonsten sind Stofftaschen angesagt.

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Selbst versorgen. Wäre es nicht vorstellbar, dass alle Läufer zum Lauf ihre eigene Verpflegung (Flaschen) mitbringen und die Behälter leer wieder mit nach Hause nehmen? Den Gürtel zum Transport gibt es beispielsweise anstelle eines T-Shirts vorweg vom Veranstalter.

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Biokost anbieten. Beim Marathon in Frankfurt gibt es ausschließlich Bioverpflegung und als Getränk ein biologisch reines Wasser.

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Umweltklos. Es gibt inzwischen auch umweltverträgliche Desinfektionsmittel für Dixie-Klos. Und dass Klopapier aus Recyclingmaterial hergestellt wird, ist ja schon lange selbstverständlich.

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Bein- statt Motorkraft. Der Berlin-Marathon versucht, wo immer möglich, Fahrräder statt Motorräder einzusetzen, zum Beispiel zur Betreuung der Eliteathleten.

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Wenn schon die Getränkebecher aus Plastik sind, dann so: Der New-York-Marathon sammelt immer alle Plastikbecher entlang der Strecke wieder ein und bringt 10.000 Kilo Plastik zum Recycling-Hof.

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Fahrgemeinschaften bilden. Ein Internet-Forum zur Absprache und Organisation von Fahrgemeinschaften zum Wettkampfort gehört auf jede Veranstalter-Webseite. Und die Nutzungsmöglichkeit der Startnummer als Nahverkehrsticket ist bei Großstadtveranstaltungen inzwischen eigentlich obligatorisch.

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