Hörmandinger

Wolfgangseelauf 2020 Zurück zu den Wurzeln

Vor 48 Jahren begann die Geschichte des Wolfgangseelaufs. Die diesjährige Ausgabe wird darin einen ganz speziellen Platz einnehmen.

Aus dem traditionellen IVV-Volkswandertag heraus ist 1972 der Internationale Lauf „Rund um den Wolfgangsee“ entstanden: 13 Läufer gingen (neben rund 300 Wanderern) am 26. Oktober 1972 beim Debüt an den Start. Elf erreichten das Ziel – zwei „strandeten“ in einem der Gasthöfe rund um den See. Der Gründer und insgesamt 40-malige Organisator Franz Zimmermann war nach 2:19 Stunden der Schnellste. Es gab keine Streckenposten, keine Verpflegungsstellen und auch keine Zuschauer. Kein weiteres Rennen bis 2019 war diesem ähnlich.

2020 ist alles anders – zugleich erinnert es an den ersten Lauf 1972: Der Wolfgangseelauf wird vom 1. bis zum 31. Oktober 2020 zum „Wolfgangsee Individual Run“ – so wie 1972 ohne Streckenposten, Verpflegungsstellen und Zuschauer. Der große Unterschied: Fast 100.000 Teilnehmer haben die Veranstaltung in diesen 48 Jahren schätzen und lieben gelernt. Nicht wenige sind deshalb sehr froh, dass mit dem speziell ausgearbeiteten Individual-Run-Konzept inklusive Zeitnahme auf drei Strecken erstmals ein Format geschaffen wurde, das auch in diesen Zeiten ein emotionales Lauf- und Naturerlebnis ermöglicht.

„Individual Flow 2020“

Dazu Organisator Franz Sperrer: „Dank innovativer Zeitmessboxen und unseres speziellen, auf die Wolfgangseeregion abgestimmten Individual-Run-Konzepts, können wir den Teilnehmern mit unseren Laufstrecken über 5,2, zehn und 27 Kilometern auch 2020 ein besonderes Lauferlebnis bieten. 2020 selten genug, können die Sportler dabei alle Originalstrecken am See inklusive Zeitnahme absolvieren. Wobei der sportliche Aspekt heuer zweitrangig ist. Deshalb geht unsere Einladung genauso auch an Nordic Walker und Wanderer – so wie in den 1960er- und 1970er-Jahren laden wir sie heuer genauso ein wie alle Läufer. Und wenn man unterwegs in einem Gasthof oder einem Kaffeehaus einkehrt, führt das nicht wie 1972 zur Disqualifikation wegen Zeitüberschreitung – es ist vielmehr der lockere „Individual Flow 2020.“ Dazu Hans Wieser (WTG-Geschäftsführer): „Auch Wanderer und Nordic Walker werden sich nach erfolgter Zielankunft in der Ergebnisliste wiederfinden und können sich ihre persönliche Urkunde mit Name und Zeit downloaden. Dazu gibt's vorweg als „Wegzehrung“ wertige Beigaben unserer Partner Gatorade, Energy Cake und Recheis Teigwaren.“ Nicht zuletzt werden am 10. November unter allen Individual-Run-Teilnehmern 30 attraktive Warenpreise im Gesamtwert von 1.000 Euro verlost, die per Post zugesandt werden.

744 Stunden für eine Seeumrundung

Rund um die Uhr ist eine Teilnahme am Individual Run den kompletten Oktober über möglich. Das sind 744 Stunden oder 44.640 Minuten. Das gab es in 49 Laufjahren noch nie – und vielleicht auch nie wieder. Das beste Beispiel ist der Ansfeldner „Figaro“ Reinhart Steindl: Am 17. Oktober startete der Wolfgangsee-Stammläufer morgens um 3:15 Uhr mit der Stirnlampe vor dem Marktgemeindeamt St. Wolfgang zu seinem 27 Kilometer langen Seerundlauf. Nach 3:12:38 Stunden war er pünktlich zum Frühstück wieder zurück.

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Start und Ziel des Wolfgangseelaufs seit 1972

Nach den ersten drei Wochen konnten 400 Startplatz-Reservierungen gezählt werden. Diese sind aufgrund der Verordnungen trotz des sehr individuellen Konzepts nötig. Das in diesem speziellen Jahr erstmalige Angebot, gleich über zwei oder alle Strecken zu laufen, haben bereits einige Läufer angenommen.

Die Bandbreite der Teilnehmer ist auch 2020 wieder sehr groß: Vom 88-jährigen Laakirchner Norbert Schild und dem 87-jährigen Josy Simon, die beide den 10-km-Uferlauf erfolgreich absolviert haben, bis zur 8-jährigen Sonja Wimmer, die beim 5,2-km-Panoramalauf im Einsatz war, reicht das breite, 80-jährige Spektrum. Auch der 79-jährige Kapfenberger (und Mount-Everest-Bezwinger) Helmut Linzbichler hat den 27-km-Klassiker bereits geschafft.

Aktueller Zwischenstand der Schnellsten

Sportliche Höchstleistungen sind dieses Jahr sekundär, ganz untergehen sollen sie trotzdem nicht: Andreas Satzinger (1:50:27 Stunden) und Claudia Wimmer (2:18:24 Stunden) führen derzeit die 27-km-Wertung an. Jochen Waurisch (38:19 Minuten) und Margit Eidenhammer (47:45 Minuten) liegen über zehn Kilometer vorn. Markus Schmalnauer (19:33 Minuten) und Margret Salaba (27:55 Minuten) führen beim 5,2-km-Panoramalauf.

Teilnahme noch bis zum 31. Oktober möglich

Startplätze stehen noch genügend zur Verfügung – auch in Blickrichtung des nächsten langen Wochenendes vom 24. bis zum 26. Oktober (Nationalfeiertag). Weitere Infos und den Weg zur Anmeldung finden Sie hier.

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