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Yuki Kawauchis neuester Rekord

100 Mal unter 2:20 Yuki Kawauchis neuester Rekord

Am 20. Dezember lief Kawauchi in Japan nach 2:10:26 Stunden als Zweiter über die Ziellinie – sein 100. Marathon unter 2:20 Stunden!

Yuki Kawauchi macht es möglich: Der japanische Ausnahmeläufer stellte am Sonntag beim Hofu-Marathon in Japan einen besonderen Rekord auf. Der 33-Jährige erreichte zum 100. Mal das Ziel eines Rennens über die 42,195 km in einer Zeit von unter 2:20 Stunden. Hinter seinem Landsmann Tatsuya Maruyama, der in 2:09:36 gewann, belegte Yuki Kawauchi mit 2:10:26 Platz zwei.

107 Marathons in den Beinen des 33-Jährigen

Kein Marathonläufer erreichte in diesen Zeitbereichen, die zwar nicht Weltklasse sind, aber trotzdem eine hohes Niveau darstellen, eine derartige Zahl von Ergebnisse. Yuki Kawauchi hält schon seit mehreren Jahren weitere „Weltrekorde“ in diesen Bereichen. So lief er inzwischen bereits über 60 Marathonzeiten von unter 2:15 Stunden. Der Japaner schafft es immer wieder, innerhalb weniger Wochen beziehungsweise Monate mehrere derartige Leistungen hintereinander zu erzielen. Das Rennen am vergangenen Sonntag war bereits sein 107. Marathon.

Seine zwei besten Zeiten erreichte Yuki Kawauchi 2013 binnen sieben Wochen: Zunächst gewann er im japanischen Oita im Februar mit 2:08:15 Stunden, dann lief er im März in Seoul als Vierter eine Sekunde schneller (2:08:14). Im Dezember 2015 absolvierte Yuki Kawauchi innerhalb von zwei Wochen ein Rennen in 2:09:05 und eines in 2:09:15.

Boston-Sieg 2018 Kawauchis größter Erfolg

Für den größten Triumph in seiner Karriere reichten Yuki Kawauchi, der ein Dutzend Mal Zeiten von unter 2:10 Stunden gelaufen ist, 2018 in Boston 2:15:58 Stunden. Bei widrigen Bedingungen mit eiskaltem Dauerregen gewann er damals sensationell den Marathon-Klassiker, weil die Favoriten mit dem Wetter nicht zurecht kamen. Zwei Jahre zuvor hatte er bereits bei Eiseskälte den Zürich-Marathon nach 2:12:04 gewonnen. Zu seinen besten Ergebnissen zählen auch jeweils dritte Plätze bei den Marathonrennen in Tokio und Fukuoka 2011 sowie ein sechster Rang in New York 2015. Während er beim Weltmeisterschafts-Marathon 2017 auf Platz neun lief, hatte er zuvor bei den Asienspielen 2014 die Bronzemedaille im Marathon gewonnen.

Was seine einmalige Kette von starken Marathonzeiten noch zusätzlich besonders macht, ist die Tatsache, dass er diese Leistungen bis vor knapp zwei Jahren als Freizeitläufer erreichte. Yuki Kawauchi übte einen Vollzeitjob an einer Schule in Japan aus und trainierte vor und nach dem Dienst. Erst seit April 2019 ist er Profi und konzentriert sich vollkommen auf das Laufen. Die Hoffnung, dass dadurch ein deutlicher Leistungssprung gelingen könnte, hat sich bisher aber noch nicht erfüllt.

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