Geschichtsträchtiges UTMB-Debüt an der Zugspitze

Zugspitz Ultratrail Garmisch-Partenkirchen
Geschichtsträchtiges UTMB-Debüt an der Zugspitze

ArtikeldatumVeröffentlicht am 13.07.2026
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Der Zugspitz Ultratrail gilt als eine der hochklassigsten Trailrunning-Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum. So zieht das Event aus der ganzen Welt Laufbegeisterte an, die sich den alpinen Routen rund um den höchsten Berg Deutschlands stellen. Dieses Jahr kamen rund 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter zahlreiche nationale und internationale Top-Athleten, und gaben ihr Bestes.

Die schönsten Bilder vom Zugspitz Ultratrail Garmisch-Partenkirchen 2026 findet ihr oberhalb sowie unterhalb dieses Artikels.

Nach dem bitteren Aus im Vorjahr schlug dieses Mal Lokalmatador Tobias Fritz eindrucksvoll zurück. Auf den angepassten 107 Kilometern und 5.280 Höhenmetern lieferte er ein phänomenales Rennen ab. Unter lautem Jubel stoppte die Uhr für ihn nach 12:04:35 Stunden. Für den sichtlich bewegten Gewinner schloss sich ein Kreis. „Zu Hause zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes. Mein allererstes Trailrennen war vor neun Jahren ebenfalls der ZUT. Jetzt hier den Sieg zu holen, ist einfach unglaublich“, so Fritz nach dem Rennen. Rang zwei ging an Moritz Dammann (12:51:22 Stunden) vor dem Schweizer Yurick Aregger (12:58:18 Stunden).

Unter den schnellsten Frauen krönte sich erneut Joana Tallmann – dieses Mal nach 14:26:28 Stunden – zur Ultra-Königin. Sie verwies Pia von Keutz (16:03:41 Stunden) sowie Clara Schütte (16:05:03 Stunden) mit deutlichem Vorsprung auf die Plätze zwei und drei.

Hohenleitner und Schwaiger am schnellsten

Auch auf den restlichen Distanzen war das Niveau herausragend. Den Garmisch-Partenkirchen Trail über 29 Kilometer und 1.565 Höhenmeter entschied Dominik Hohenleitner in 2:17:54 Stunden für sich. Im Sieger-Interview betonte er die steigende internationale Bedeutung des Events, was auch der Anschluss an die UTMB World Series zeigt.

Bei den Frauen siegte derweil die Slowakin Silvia Schwaiger (2:45:40 Stunden). Sie schwärmte von den begeisterten Zuschauern in den stimmungsvollen Cheering Zones. Die weiteren Podestplätze gingen an Pierre-Emmanuel Alexandre (2:35:06 Stunden) und Florian Nowak (2:47:22 Stunden) sowie Nadine Hubel (2:54:43 Stunden) und Amelie Muss (2:55:35 Stunden).

Packende Rennen auf modifizierten Strecken

Die Rennen über die weiteren, teils wetterbedingt modifizierten Strecken waren von packenden Positionskämpfen geprägt. Den Ultratrail über 74 Kilometer und 3.000 Höhenmeter gewannen Manuel Hartweg (7:07:22 Stunden) und Rosanna Buchauer (7:25:54 Stunden). Auf dem Ehrwald Trail (74 Kilometer und 3.296 Höhenmeter) standen hingegen Tomáš Hudec (7:03:14 Stunden) und Ida-Sophie Hegemann (8:07:17 Stunden), die anders als der Tscheche nicht mit viereinhalb Minuten, sondern mit über einer Stunde Vorsprung gewann, ganz oben auf dem Treppchen.

Die Siege beim Leutasch Trail (69 Kilometer und 3.140 Höhenmeter) holten sich Sven Koch (5:55:58 Stunden) und Miria Meinheit (7:15:22 Stunden). Hans-Peter Innerhofer (3:39:51 Stunden) und Lena Laukner (4:15:45 Stunden) hatten auf dem 44 Kilometer langen Mittenwald Trail (2.110 Höhenmeter) die Nase vorn. Den Grainau Trail über 16 Kilometer und 760 Höhenmeter entschieden Konstantin Wedel (1:07:26 Stunden) und Johanna Ehrenklau (1:23:01 Stunden) für sich.

Ein Meilenstein für die deutsche Trailrunning-Szene

Die erfolgreiche Premiere als UTMB World Series Event stellte für das Event einen Meilenstein dar. Fortan können die begehrten „Running Stones“ für den UTMB in Chamonix nun auch direkt in Deutschland gesammelt werden. Auch Renndirektor Jürgen Kurapkat zog trotz Hitze und Gewittern ein positives Fazit. Das Ziel, allen Läufern ein tolles Lauferlebnis auf den sieben Distanzen zu bieten, sei vollkommen gelungen.

Zugspitz Ultratrail Garmisch-Partenkirchen 2026