Unvergleichlicher Teamgeist und eine gemeinsame Passion
Brooks Run Happy Team
Präsentiert von

Durchstarterin aus dem Brooks Run Happy Team Leonie lief während Corona 11 Marathons

Leonie Ronzon ist eine echte Corona-Durchstarterin. Statt sich von der Pandemie und ausgefallen Rennen einschränken zu lassen, ist sie seit März ganze elf Marathons gelaufen. Wie und wieso haben wir sie gefragt.

Leonie Ronzon, Mitglied des Brooks Run Happy Teams, ist eine echte Corona-Durchstarterin. Statt sich von der Pandemie und ausgefallen Rennen einschränken zu lassen, ist sie seit März ganze elf Marathons gelaufen. Wie haben die 37-jährige Lehrerin und Mutter von zwei Kindern zu ihrer Motivation befragt.

Du bist seit Beginn der Corona-Pandemie elf Marathons gelaufen. War das so geplant oder eine Reaktion auf die Pandemie?

Ja, der erste Marathon war eine unmittelbare Reaktion auf die Pandemie. Ich hatte vor, in Hamburg zu starten und dort meine Bestzeit auf der Marathondistanz zu knacken. Nachdem klar war, dass es bis auf weiteres keine offiziellen Läufe geben wird, fasste ich den Entschluss, zumindest einen Marathon zu laufen – damit das ganze Training nicht umsonst war. Klar war von Anfang an, dass es bei diesem Marathon nicht um Zeit gehen würde, sondern nur darum, die 42,195 Kilometer alleine und trotz Corona zu bewältigen. Der Lauf war total schön, es war bestes Wetter, ich entdeckte eine neue Laufstrecke und bin die Distanz wie geplant locker durchgelaufen. Nachdem ich damit fertig war, war ich fast ein wenig traurig, dass es nun vorbei war. Und dann tauchte in meinem Kopf die Frage auf: „Warum muss es denn vorbei sein? Wenn’s passt, mach‘ es doch einfach nochmal!“ Und so kam es dann dazu, dass ich etwa alle zwei Wochen einen Marathon gelaufen bin. Immer auf der gleichen Strecke, immer alleine, mit einem spannenden Hörbuch oder Podcast auf den Ohren, einem vollgepackten Laufrucksack und danach mit jeder Menge Glücksgefühle.

Du hattest aber bereits Marathon-Erfahrung, oder?

Ja, ich bin schon vorher Marathon gelaufen. Zudem lief das Training für den ursprünglich geplanten Hamburg Marathon super, und ich war sicher, endlich meine langersehnte Bestzeit – die steht noch bei 4:06:04 Stunden – laufen zu können. Da das aufgrund der Pandemie nicht möglich war, orientierte ich mich von schnellem Laufen hin zu langen und langsamen Einheiten. Für die Marathons habe ich dann nicht mehr speziell trainiert.

Hast du auch an einem der zahlreichen virtuellen Marathons teilgenommen?

Ja, das habe ich jedoch nur getan, um nach dem Lauf eine Medaille in der Hand zu halten. Wirklich schnell, mit dem Ziel Bestzeit zu rennen, bin ich nicht gelaufen. Ich bewundere alle, die trotz fehlender Mitläufer und ohne Zuschauer derart beißen können. Für mich ist das nichts, mir fehlt dazu die Motivation.

Also ist deine #runhappy-Einstellung während der Pandemie auch mal gefordert gewesen.

Definitiv. Ich musste ein wenig an meiner Einstellung arbeiten und mich wieder mehr auf meine Laufanfänge zurück besinnen. Gestartet bin ich, wie vermutlich viele von uns Läufern, ganz ohne Wettkampf- oder Zeitdruck, einfach nur um des Laufens Willen. Erst nach vielen Monaten Training startete ich damals bei meinem ersten Halbmarathon und war anschließend recht wettkampf- und zeitorientiert. Nachdem im März 2020 klar war, dass es erstmal keine Wettkämpfe geben würde, beschloss ich, mich von dem Bestzeitendruck zu lösen und einfach nur noch aus Genuss zu laufen. Tempotraining ließ ich komplett weg, stattdessen wurden meine Einheiten langsamer und länger. Ich genoss das Laufen als Auszeit für mich, als die Zeit des Tages ohne Gedanken an Corona, Sorgen und Ängste vor der Zukunft. Nur während des Laufens schaffte ich es, komplett abzuschalten. Es war fast das einzige, was in einer Zeit, in der sich alles veränderte, gleich geblieben war, und dafür war und bin ich unendlich dankbar. In der Coronazeit hatte ich (fast) mehr #runhappy-Momente als je zuvor.

Wie schaffst du es, den Sport in deinen Alltag zu integrieren?

Als berufstätige Mutter von zwei kleinen Kindern ist es nicht immer einfach, den Sport in den Alltag zu integrieren. Aber es ist alles eine Frage der Motivation und der Disziplin. Wenn ich einen vollgepackten Tag vor mir habe, stehe ich zum Teil sehr früh – manche würden es „nachts“ nennen – auf, um vor der Arbeit mein Training zu absolvieren. Für mich ist das aber nichts, was ich wie auf einer To-do-Liste zwanghaft abhaken muss, sondern meine morgendlichen Läufe geben mir Energie für den ganzen Tag. Daher bin ich jederzeit bereit auf Schlaf zu verzichten, um dafür eine Runde laufen zu gehen. Ich weiß einfach, dass mich danach nichts mehr ärgern kann und ich bereit für den Tag bin. Und das ist es mir jedes Mal wert!

Welchen Stellenwert hat das Laufen generell in deinem Leben? Und hat sich dieser während der Pandemie verändert?

Das Laufen ist mein Anker, mein Ausgleich, meine Ich-Zeit. Es ist für mich ganz wichtig, mir die Zeit fürs Laufen zu nehmen, weil ich weiß, dass es mir danach immer besser geht. Laufen ist meine Energiequelle für alle anderen Bereiche des Lebens. Während der Pandemie habe ich das mehr denn je gespürt. Da war der Laufsport eine der wenigen Konstanten in einer sich verändernden Welt. Die Laufstrecke war gleich, die Natur und die Tiere wussten nichts von Corona und der Frühling erwachte, während das restliche Leben im Lockdown eingefroren wurde. Ich bin dem Laufen unendlich dankbar, dass es mich durch diese Zeit begleitet und getragen hat.

Wieso bist du ein Teil des Brooks Run Happy Teams?

Das Run Happy Team ist für mich wie meine kleine Lauffamilie. Wir alle sind so verschieden und doch verbindet uns der #runhappy-Gedanke. Für mich persönlich bedeutet dieser Gedanke: Laufe, um happy zu sein. Laufe so, wie es dich happy macht. Nicht gegen andere, sondern mit ihnen gemeinsam. #runhappy macht die Einzelsportart Laufen zu einem Teamsport, in dem es darum geht, gemeinsam ganz verschiedene Ziele zu erreichen, sich gegenseitig zu motivieren, zu unterstützen und auch mal aufzubauen. Es besteht in der Laufgemeinschaft eine unglaubliche Verbindung, die Menschen zusammenführt, die sich im Alltag vielleicht nie begegnet wären. Hinter #runhappy steht eine wunderbare Lauf-Lebenseinstellung, die von allen Mitgliedern des Teams gelebt wird. Ich bin super glücklich, Teil dieses Teams zu sein.

Und warum sollten andere Teil des Brooks Run Happy Teams werden?

Weil das Team einfach klasse ist! Und weil der #runhappy-Gedanke etwas ist, was im Laufsport viel mehr Bedeutung finden sollte: Laufe mit und nicht gegen andere, laufe um happy zu sein. Laufe mit Freude und sei locker, nimm’ das Ganze nicht zu ernst und hab’ einfach Spaß. Brooks lässt sich immer wieder coole Aktionen fürs Team und für die Community einfallen wie zuletzt die Bananenchallenge und das Laufen im Kostüm. Der Austausch innerhalb des Teams und auch zu Brooks ist freundlich und offen und wir sehen uns regelmäßig (und sei es Corona-bedingt in diesem Jahr bloß virtuell). Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn die tolle Brooks-Run-Happy-Lauffamilie wächst und wir den #runhappy-Spirit gemeinsam weiter verbreiten können. Also Leute, bewerbt euch bitte unbedingt!

Dieser Artikel kann Links zu Anbietern enthalten, von denen RUNNER'S WORLD eine Provision erhält. Diese Links sind mit folgendem Icon gekennzeichnet:
Zur Startseite