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Mehr als eine Tretmühle: Das Peloton Tread im Test

Peloton Tread im Test Mehr als eine Tretmühle

Peloton bietet seine interaktiven Fitnesskurse mit echten Coaches nun auch auf einem Laufband an. Wir haben das Peloton Tread getestet und verraten hier, ob und für wen sich ein Kauf lohnt.

Peloton ist bekannt für etwas gewollt-motivierende Werbevideos – und das bereits länger erhältliche Peloton Bike. Nun hat Peloton im Herbst 2021 ein Laufband auf den Markt gebracht: das Peloton Tread. Wir haben es getestet und verraten, ob und für wen sich das Laufband lohnt.

Was macht das Peloton Tread besonders?

Erstmal ist das Tread ein ganz normales Laufband, sodass man darauf nach Lust und Laune laufen kann. Was das Peloton-Laufband von anderen Laufbändern unterscheidet, ist der anleitende, motivierende und interaktive Aspekt: So können Sie auf dem Laufband angeleitet von echten Coaches verschiedene Einheiten absolvieren. Es gibt tausende Kurse vom "20 Minuten Power Walk" bis zum bis "60 Minuten Metal Run" und auch ganze Trainingsprogramme vom Laufeinstieg bis zur Marathonvorbereitung. Zu den Kursen aus der Mediathek, die jederzeit abrufbar sind, gibt es mehrmals täglich auch Live-Work-outs. So oder so: Stets machen echte Menschen das Training vor.

Auch abseits des Laufens können Sie das Tread zum Training benutzen: Peloton bietet tausende Fitesskurse und -programme – von Yoga über HIIT und Hanteltraining bis zu Meditation ist alles dabei. Ein Work-out kann auch nach Dauer, Musikrichtung oder Trainingslevel ausgewählt werden. Das Laufband dient dann quasi nur noch als Standfuß für den kippbaren Bildschirm, auf dem die Kurse laufen und der sich auch bei einem flachen Blickwinkel vom Boden und von der Seite gut ablesen lässt. Bevor wir unseren Testeindruck schildern, schauen wir uns das Laufband einmal genauer an.

Das Peloton Tread im Detail

Display

Peloton Tread
Hübsch Anders
Das Display des Peloton Tread löst hoch auf und reagiert zuverlässig auf Eingaben.

Das 23,8-Zoll-HD-Display ist kippbar und verfügt über integrierte Lautsprecher, die neben den Ansagen der Coaches auch Musik wiedergeben. Wer lieber Kopfhörer benutzt, kann diese via Bluetooth oder Klinkenbuchse mit dem Laufband verbinden. Durch eine 8-Megapixel-Frontkamera und ein Mikrofon ist auch das Videotelefonieren mit Freunden während eines Kurses möglich.

Bedienung

Peloton Tread
Hübsch Anders
Über Drehknöpfe können Neigung und Geschwindigkeit des Laufbandes schnell angepasst werden.

Über zwei Drehknöpfe lassen sich Geschwindigkeit und Steigung stufenlos einstellen. Maximal dreht sich die Lauffläche mit 20 km/h (3 km/Min.) und neigt sich um 12,5 Prozent. Alle anderen Funktionen lassen sich über den riesigen Touchscreen auswählen, der sehr gut auf Eingaben reagiert und mit dem man intuitiv durch das Menü navigiert.

Trainingsprogramme

Die Trainingseinheiten und -programme (es stehen Tausende zur Auswahl) werden von Trainerinnen und Trainern angeleitet – teilweise sogar live. Die Anspreche der Coaches ist direkt und motivierend. Die meisten Kurse sind auf Englisch, aber es gibt immer mehr deutschsprachige. Wichtig: Sie können die Kurse auf dem Tread nicht ohne Abonnement (39 Euro monatlich) nutzen.

Tipp: Wer die Kurse und Programme vor dem Kauf des Laufbands erstmal ausprobieren möchte, kann sich die Peloton-App (erster Monat kostenlos, anschließend 12,99 Euro pro Monat) herunterladen. Über Smartphone, Tablet, Fernseher oder Computer können Sie so auf die komplette Kurs-Mediathek zugreifen und online trainieren. Um die App zu nutzen, brauchen Sie weder ein Peloton Bike noch ein Peloton Tread. Das Peloton-Abonnement können Sie monatlich kündigen oder pausieren.

Größe

Das 132 Kilo schwere Gerät besteht fast komplett aus Stahl und wirkt sehr hochwertig. Nichts wackelt und knarzt. Damit es sicher steht, sollte der Boden nicht schwingen. Im Vergleich zu anderen Laufbändern ist es eher kompakt, benötigt aber in der Länge dennoch 173 und in der Breite 84 Zentimeter Platz. Der Hersteller empfiehlt zusätzlich 60 Zentimeter zu den Seiten und zwei Meter nach hinten, um genug Platz für alle Bewegungen zu haben – und zur Sicherheit.

Erfahrungsbericht: Das Peloton Tread im Test

Die erste Überraschung beim Peloton Tread gibt’s gleich bei der Anlieferung: Geschultes Personal wuchtet das Laufband an den Wunschstellplatz in der Wohnung, baut es auf und richtet es ein, sodass man gleich loslegen kann. Dieser Service passt zur hochwertigen Verarbeitung und gelungenen Optik: Das Tread ist selbst in Design-Wohnzimmern kein Schandfleck. Doch ist das Laufband sein Geld (immerhin 2.495 Euro) wert?

Ohne Internet und die Peloton-Mitgliedschaft (39 Euro pro Monat) geht beim Tread nichts. Nur so können Sie auf die riesige Auswahl an passenden Kursen und Programmen zugreifen. Durch verschiedene Filter findet man schnell das passende Training und kann gleich loslegen. Dabei steht ganz klar die Motivation und Anleitung im Fokus. Auffällig ist die direkte Ansprache der Coaches. Während Live-Work-outs ist es möglich, dass man direkt von den Coaches angesprochen wird. "Es fühlt sich beinahe so an, als stünde man im Kursraum eines Fitnessstudios einem echten Menschen gegenüber", sagt eine Testläuferin. Der interaktive Aspekt ist eines der Erfolgsgeheimnisse von Peloton: Wer möchte, kann sich sogar mit anderen zum Training verabreden und sich in Ranglisten mit ihnen messen.

Peloton Tread
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Stabil und nicht schwammig – auf dem Peloton Tread läuft es sich sehr angenehm.

Egal ob Live-Kurs oder Mediathek: Die Coaches machen das Training selbst mit und schlagen vor, wann man Geschwindigkeit und Neigung verändern soll – das Laufband macht das nicht von alleine, sodass niemand Angst haben muss, überfordert zu werden oder vom Laufband zu fliegen. Da man eine Belastung beispielsweise in 12 km/h aber auch in 16 km/h laufen kann, sind die verschiedenen Läufe für unterschiedliche fitte Menschen geeignet. Dennoch: Der Fokus liegt ganz klar bei Hobbyläuferinnen und -läufern, die Motivation und Anleitung suchen.

Wer keine Lust (mehr) auf die Coaches hat, kann auch im "Scenic Run"-Modus laufen und dabei abgefilmte Strecken etwa auf Hawaii oder in Wien rennen. Im "Just Run"-Modus können Sie einfach draufloslaufen, ganz genauso wie Sie es von anderen Laufbändern kennen. Absolvierte Läufe und Einheiten können übrigens direkt auf Strava, Fitbit oder Facebook hochgeladen werden.

Im Test überzeugt das Laufband durch ein sehr natürliches Laufgefühl. Selbst bei hohem Tempo ist die Lauffläche nicht schwammig. Die Geschwindigkeit und Neigung lässt sich mittels der beiden Drehknöpfe intuitiv und schnell anpassen. Die Bedienung des Bildschirms ist auch beim Laufen möglich. Kurzum: Die Hardware ist top!

Was wir vermissen, ist die Möglichkeit des Herzfrequenz-orientierten Trainings. Zwar können Sie via Bluetooth einen Pulssensor anschließen, aber das Training wird nicht entsprechend der individuellen Belastungszonen gesteuert. Ebenfalls würde wir gerne eigene Laufeinheiten erstellen. Wer auf dem Tread ein Intervalltraining (etwa 10 x 1000 Meter mit 2 Minuten Pause) laufen möchten, muss Tempo, Distanz und Zeit selbst im Blick haben und anpassen. Vielleicht liefert Peloton diese Funktionen noch mittels Updates nach.

Wie erwähnt, gibt es nicht nur Laufkurse, sondern auch allerlei andere Sportarten. Auch hier machen die Coaches vor, was man selbst nachmachen soll, und geben Ratschläge. Das kippbare Display ist dabei auch vom Boden gut zu sehen, etwa beim Yoga, – allerdings nur, solange man sich (schräg) hinter dem Laufband befindet. Wer nur seitlich oder vor dem Tread ausreichend Platz für Bodyweight-Übungen hat, kann den Kurs vom Tread auf den Fernseher streamen oder gleich das Smartphone/Tablet mit der Peloton-App nutzen.

Gibt es Alternativen zu Peloton?

Ja, verschiedene Hersteller von Laufbändern und Fahrradergometern sowie Apps bieten angeleitete Kurse und Programme. Am bekanntesten ist sicherlich Zwift. Doch anders als bei Peloton radeln oder laufen Sie bei Zwift in künstlichen Welten, die teilweise echten Städten (New York, London oder Innsbruck) nachempfunden sind. Auch bei Zwift gibt es vordefinierte Trainingseinheiten und -programme, wobei das Mit- und Gegeneinander im Fokus steht. Auf Zwift gibt es mehrfach am Tag die Möglichkeit bei Rennen seine Form zu testen und sich auf bestimmten Abschnitten mit anderen zu messen. Zwift können Sie mit den meisten modernen Fahrradergometern (Rollentrainern) und Laufbändern nutzen, während Sie für Peloton ein Peloton Bike oder Tread benötigen.

Soll ich das Peloton Tread kaufen?

Die Kosten sind mit einmalig 2.495 Euro für das Laufband und 39 Euro monatlich für das Abonnement recht hoch. Wer ein gutes Laufband sucht, muss gewiss nicht so viel ausgeben. Dennoch ist das Peloton Tread für all jene eine gute Investition, die Motivation und Anleitung suchen – gerade, wenn es nicht nur ums Laufen geht, sondern um ganzheitliche Fitness. Wer sich unsicher ist, kann in Peloton-Shops Termine fürs Probelaufen ausmachen.

Preis: 2.495 Euro (inklusive Lieferung) und 39 Euro monatlich für die Peloton-Mitgliedschaft
Mehr Infos: www.onepeloton.com

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