THEMEN-SPECIAL
Nachhaltigkeit
Fairtrade/Fair Wear Foundation/ Natrue

Zertifizierungen Siegel für Nachhaltigkeit

Es gibt viele verschiedene Siegel für Nachhaltigkeit. Wir erklären, welche Siegel wofür stehen.
bluesign® PRODUCT

Das Siegel zertifiziert den nachhaltigen Herstellungsprozess von Kleidung. Dabei ist der gesamte Fertigungsprozess mit inbegriffen – umweltschädliche Substanzen werden so ausgeschlossen. Auch die Sicherheit der Produktionsangestellten während der Arbeit spielt eine Rolle.

Fair Wear Foundation

Die Mitglieder der Fair Wear Foundation verpflichten sich, auf Standards für faire Ware hinzuarbeiten. Dazu zählen etwa Odlo, Schöffel und Jack Wolfskin.

Global Organic Textile Standard

Dieses Label steht für „Global Organic Textile Standard“ und zertifziert weltweit die Verarbeitung von Biofaser­Textilien. Auch werden soziale Aspekte und die Umweltbelastung über die gesamte Produktionskette einbezogen.

Ökosiegel für Naturkosmetik von Natrue
NATRUE

Naturkosmetik-Firmen haben das internationale Natrue-Siegel ins Leben gerufen, das weltweit als eines der strengsten gilt. Natrue ist international und unterscheidet in die Kategorien Naturkosmetik, Naturkosmetik mit Bio-Anteil und Biokosmetik. Leider sind diese Unterschiede anhand des Siegels nicht zu erkennen. Auf der Internetseite von Natrue sind aber alle Marken und Produkte mit ihrer dazugehörigen Kategorie aufgelistet.

Fairtrade

Bei Fairtrade-Kosmetik geht es vorrangig um die soziale Komponente der Produktion. Jede Arbeiterin und jeder Arbeiter, die im Laufe des Herstellungsprozesses mitgearbeitet haben, sollen auf faire Weise entlohnt werden und von ihrer Arbeit leben können. Betroffen sind hier vor allem Bauern aus Lateinamerika, Asien oder Afrika, die auf Obstfeldern oder Palmöl-Plantagen arbeiten. Ein Produkt kann demnach also zu der Gruppe der Naturkosmetik gehören und ein Bio-Siegel tragen, muss deshalb aber nicht automatisch Fairtrade-zertifiziert sein. Anders herum kann es aber auch Fairtrade sein, ohne ein Bio-Siegel zu besitzen. Achte also im Idealfall auf beide Siegel. Fairtrade-Produkte erkennst du an diesem Logo:

BDIH

Das Siegel des Bundesverbands Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen (BDIH) fördert ökologische Rohstoffe und Nachhaltigkeit – und vertritt die Interessen von Herstellern. Sein Siegel verbietet synthetische Duft- und Farbstoffe. Aber: Nur 15 Prozent der Bestandteile müssen Bio sein. Unabhängige Kontrollinstitute prüfen die angemeldeten Naturkosmetikprodukte auf ihre Inhaltsstoffe und Zusammensetzung. Inhaltsstoffe, die von Tieren hergestellt werden, (z.B. Milch und Honig) sind hierbei erlaubt. Rohstoffe aus toten Tieren (z.B. tierische Fette) sind allerdings nicht gestattet. Daher ist dieses Siegel zwar Natur- und Biosiegel, allerdings nicht vegan.

Was ist Naturkosmetik?

Der Begriff Naturkosmetik beschreibt Beauty-Produkte, die komplett oder zum Großteil aus natürlichen Zutaten bestehen. Dies bedeutet, dass die verwendeten Stoffe natürlich angebaut werden und die Produkte keine oder nur sehr wenig chemisch oder künstlich hergestellte Stoffe enthalten dürfen.

Nicht mit Naturkosmetik zu verwechseln ist naturnahe Kosmetik. Das sind Produkte, die größtenteils aus einer natürlichen Basis bestehen aber vereinzelte künstliche Stoffe enthalten. Die Naturkosmetik-Standards erfüllen sie zwar nicht, sehr wohl können einzelne Inhaltsstoffe aber Bio-zertifiziert sein. Das Olivenöl in einem Produkt könnte somit also als Bio-Olivenöl betitelt sein, dies setzt jedoch nicht voraus, dass alle Inhaltstoffe Bio sind. (Beispiel: "Mit dem besten Bio-Olivenöl")

Woran erkennt man Naturkosmetik?

Bei kleinen und trendigen Labels aus Deutschland oder exotischen Ländern aus Übersee brummt der Onlinehandel, immer mehr Shops bieten grüne Kosmetik an. Das Problem: Der Dschungel der Klassifizierungen macht es für die Verbraucherin oft schwer, vollwertige Naturkosmetik von konventioneller Kosmetik zu unterscheiden. Es gibt unzählige "ausgedachte" Logos, die suggerieren sollen, dass ein Produkt natürlich ist – obwohl es keinem Bio- oder Naturkosmetik-Standard entspricht. Und das ist leider auch noch legal.

Bei Kleidung ist ebenfalls Achtung gefragt

Auch beim Kleidungskauf nachhaltiger werden? Das geht. Aber woher soll man wissen, wie fair und nachhaltig Kleidungsstücke sind? Ein Anhaltspunkt können unabhängige Label sein. Wir zeigen Ihnen einige der Siegel. Hier geht´s zur Bildergalerie:

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Unter den knapp 1.000 Läufern war auch Anita Flack, Weltmeisterin von 2017.

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