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Nachhaltigkeit
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Nachhaltige Sportmode Sportmode bewusst konsumieren

Gerade bei Laufbekleidung ist es wichtig, auf Nachhaltigkeit zu achten. Wir zeigen Ihnen vier Wege, Sportmode bewusster zu konsumieren.

Die Anforderungen an moderne Sportkleidung sind hoch: Sie soll nicht nur gut sitzen und aussehen, sondern auch atmungsaktiv, schweißabsorbierend, schnell trocknend, ultra-leicht, extra-dehnbar und noch vieles mehr sein. Alles auf einmal, versteht sich.

Ein Plus an Funktionen bedeutet aber meist auch ein Plus an Chemie. Denn schnöde Baumwolle kann solch hohen Ansprüchen nicht gerecht werden. Die Sportmode-Industrie entwickelt deshalb mit Hochdruck immer neue Kunstfasern. Die bringen neben funktionellen Vorteilen leider auch so einige Nachteile für die Umwelt mit sich. Deshalb ist Umdenken gefragt!

Wieso ist es wichtig, nachhaltige Bekleidung zu kaufen?

Kunstfasern basieren im Regelfall auf Erdöl, einer bekanntlich endlichen Ressource. Laut Greenpeace belastet Erdöl aber auch die Umwelt extrem, und zwar von der Suche über die Förderung und Verarbeitung sowie den Transport bis hin zum Verbrauch. So werden für den Bau von Förder- und Transportanlagen oftmals (Ur-)Wälder gerodet und unberührte Küstenregionen in Industrieanlagen verwandelt. Das wäre allein schon schlimm genug, ist aber leider längst nicht alles.

sollten Sie jetzt normale Sportkleidung in den Müll werfen?

Bitte nicht! Auch die Entsorgung von erdölbasierten Kunststofffasern ist kritisch zu betrachten. Denn sie sind nicht biologisch abbaubar, verrotten also nicht und sammeln sich zum Beispiel in den Meeren an. Stichwort: Mikroplastik. Darüber hinaus sind in Kunststofffasern nicht selten Schadstoffe enthalten, die nicht nur der Umwelt, sondern auch der Gesundheit schaden können. Besser also, Sie entsorgen solche Kleidung beim Fachhändler oder in speziellen Sammelcontainern. Noch wesentlich umweltfreundlicher: Einfach länger tragen!

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4 Tipps, wie Sie Sportmode nachhaltiger konsumieren können

All das heißt natürlich nicht, dass Sie am besten nackt Sport machen sollten. Es genügt schon, Sportkleidung ein wenig bewusster zu konsumieren. Wie genau das geht, verraten wir hier:

Tipp 1: Nachhaltiger heißt, weniger Kleidung mit weniger Funktionen

Eine Statistik besagt, dass rund 750.000 Tonnen Klamotten die Deutschen jährlich wegschmeißen. Eben weil so viele Frauen und Männer sich ständig dazu verführen lassen, Nachschub zu kaufen.Besser würde die Statistik aussehen, würden Sie sich vor jedem Kauf fragen, ob Sie dieses Teil wirklich brauchen. Ja ja, Spaßverderber... Aber da gibt es eine ganz einfache Rechnung für Sportkleidung: Brauchen Sie wirklich 4 Funktionsshirts, wenn Sie nur 2-mal in der Woche trainieren? Natürlich nicht!Auch ganz wichtig: Sparen Sie an Funktionen, wenn Sie diese nicht unbedingt brauchen. Wer zum Beispiel immer im Gym trainiert und nur dann und wann bei schönem Wetter draußen joggen geht, braucht keine Laufjacke mit massivem Regenschutz.

Tipp 2: Recycling-Kleidung schont die Ressourcen

Noch nachhaltiger ist es, nicht nur wenig, sondern auch recyceltes Material zu kaufen. Denn für die Herstellung von Recycling-Kleidung wird nur etwa die Hälfte an Energie verbraucht wie bei neu aus Rohöl produzierten Fasern. Immer mehr Sportmode-Marken produzieren deshalb Textilien oder Schuhe, die komplett oder zum Großteil aus Recycling-Fasern bestehen. Toll!Auch Sportequipment gibt es in Recycling-Variante. Recycelte Sportkleidung erkennst du meist schon auf den ersten Blick an Werbehinweisen wie "Ich war mal eine Flasche".

Beispiel: Das Craft Cool Comfort Shirt wurde aus recycletem Polyester hergestellt, für das PET-Flaschen eingeschmolzen und zu neuen Fasern gesponnen wurden.

Wer genau wissen will, wieviel Recycling im neuen Shirt oder Schuh steckt, guckt aufs Etikett. Hier muss es nämlich angegeben werden. Auch eine Lösung, aber vielleicht gerade bei Sportswear nicht jeder Frau Geschmack: Second Hand kaufen – mehr Recycling geht nicht!

Tipp 3: Bio-Sportbekleidung nutzt nachwachsende Rohstoffe

Wer Kleidung aus nachwachsenden Rohstoffen trägt, hinterlässt einen viel kleineren CO2-Fußabdruck als mit Fast-Fashion-Ware aus Plastik. Immer mehr Labels setzen deshalb bei der Produktion auf nachwachsende Rohstoffe.Für die Produktion verwenden die Hersteller gern ungewöhnliche Materialien wie Kork, Hanf und Eukalyptus. Klingt schräg, fühlt sich aber super an, ist schadstoffarm, umwelt- und hautverträglich. Auch klassische Naturfasern wie Merinowolle kommen immer häufiger zum Einsatz.

Tipp 4: Faire Sportbekleidung schont auch die Ressource Mensch

Kleidung mit gutem Gewissen zu kaufen, ist so eine Sache. Das gilt auch für Sportmode. Denn um billige Wegwerfmode zu produzieren, werden allzu oft Arbeitskräfte in Billiglohnländern ausgebeutet. Einfach nur ein hoher Preis ist natürlich keine Garantie dafür, dass ein Teil fair produziert wurde. Achten Sie deshalb besser auf das Fairtrade-Siegel. Es verrät Ihnen, dass bei der Herstellung grundlegende soziale und auch ökologische Bedingungen herrschen.

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