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Marathonverpflegung im Test Energie-Gels zum Laufen im Überblick

Wir verraten, wann die Gels sinnvoll sind und was bei der Auswahl wichtig ist.

Energie zum Laufen kann aus den Fettdepots und Muskelglykogen des Körpers gezogen werden. Die Fettdepots bieten nahezu unbegrenzt viel Energie. Das Muskelglykogen ist begrenzt. Ein gut trainierter Körper kann bei normaler Belastung die Energie aus beiden Quellen nutzen, jedoch ist die Energie aus dem Muskelglykogen für den Körper leichter und schneller verfügbar als die Energie aus den Fettdepots. Bei besonders langanhaltenden Belastungen, wie einem Marathon, reicht das Muskelglykogen nicht aus, um die maximale Leistung bis zum Ziel aufrechtzuerhalten. Damit ein Läufer das problemlos schafft, sollte er dementsprechend Kohlenhydrate während der Belastung zu sich nehmen – und das geht zum Beispiel mit Energie-Gels.

Aktiv3 Liquid Energie pur

Das Aktiv3 Liquid Energie pur spendet sanft Energie und ist gut verträglich. Der künstlich-süße Geschmack ist nicht jedermanns Sache, aber dank der flüssigen Konsistenz lässt sich das Gel gut schlucken. Die Verpackung ist vergleichsweise groß und massiv.

AMSPORT® Energy Competition Gel

Das Energie-Gel vom AMSPORT ist sehr schnell geschluckt. Zudem hat es ein flaches Verpackungsdesign, was die Mitnahme bei einem Wettkampf erleichtert. Auch für fructoseempfindliche Personen ist das Energie-Gel gut geeignet.

Clif Shot Energy Gel

Das Clif Shot Gel versorgt schnell mit Energie, ohne unnötig viele Zutaten zu haben. Die Konsistenz, insbesondere bei der Sorte Schokolade, ist fester als die anderer Energie-Gels.

Powerbar Powergel Original

Das Powergel Original von Powerbar wirkt zuverlässig und langanhaltend. Das enthaltene Natrium versorgt den Körper während der Belastung mit dem Elektrolyt, das mengenmäßig durch Schwitzen am stärksten gebraucht wird. Geschmacklich gehörten die Sorten "Salty Peanut" und "Vanilla" zu den Favoriten im Test.

Powerbar Powergel Hydro

Das Powergel Hydro ist ein empfehlenswertes flüssiges Energie-Gel. Teilweise enthalten die Sorten relativ viel Koffein, weshalb koffeinempfindliche Personen vorsichtig sein sollten.

Powerbar Performance Smoothie

Die Performance Smoothies basieren auf Fruchtpüree und enthalten weniger Kalorien als ein herkömmliches Energie-Gel. Die Wirkung ist dennoch spürbar. Vor dem Training eingenommen ist der Powerbar Performance Smoothie ein angenehmer Energiespender.

Squeezy Energy Gel

Das Energy Gel von Squeezy ist ein klassisches Energie-Gel mit zuverlässiger Wirkung. Die Geschmacksrichtungen Bier und Tomate stechen hervor.

Ultrasports ultraGel

Das Ultrasports ultraGel enthält neben den für Energie-Gel typischen Kohlenhydraten auch Aminosäuren und Pflanzenextrakte. Im Geschmack ist es relativ süß, jedoch nicht zu künstlich und die Verpackung sollte man möglichst vorsichtig öffnen, da sonst der obere Schnipsel komplett abreißt. Die Wirkung konnte bei einer Testerin gut punkten.

Xenofit Carbohydrate Gel

Das Xenofit Carbohydrate Gel punktet vor allem mit seiner schmalen Verpackung aus der man das Gel besonders leicht herausdrücken kann. Aufgrund des süßen Geschmacks sollte man Wasser griffbereit haben.

Erdbär Freche Freunde

Das Erdbär Freche Freunde Fruchtmus ist zwar nicht als Energiespender für Sportler entwickelt worden, dennoch ist das Fruchtmus ein geeigneter Energiespender für zwischendurch, der leicht verdaulich ist. Die Frechen Freunde von Erdbär sind leckere Fruchtmuse in vielen Geschmacksrichtungen, die eine gute Alternative zu Energie-Gels auf längeren Läufen sein können.

Das sollten Sie beim Kauf von Energie-Gels beachten

Bevor Sie sich für ein Enegie-Gel entscheiden, sollten Sie abwägen, wie empfindlich Ihr Magen ist und wie viel Erfahrung Sie mit der Verwendung von Energie-Gels haben. Läufer sollten sich am besten an die Verzehrempfehlung auf der Verpackung halten und die Verträglichkeit und Handhabung des Energie-Gels unbedingt im Training testen – sowohl bei langen Läufen als auch bei Einheiten im Renntempo. Statt sich sofort ein großes Bundle an Energie-Gels zu kaufen, lohnt es sich eine Reihe an Gels vorher zu testen, um herauszufinden, welches Gel am Besten zu Ihren Bedürfnissen passt.

Tipps zur Einnahme

Energie-Gels allein geben zwar Energie, doch der Körper braucht auch Flüssigkeit, um diese schnell aufnehmen zu können. So sollten Läufer während eines langen Laufs alle 30 Minuten 25 Gramm Energie-Gel mit rund 200 Millilitern Flüssigkeit zu sich nehmen, um die Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Eine Menge von 50 Gramm Energie-Gel pro Stunde sollte nicht überschritten werden. Denn insbesondere die Fructose-Aufnahmekapazität des Körpers ist begrenzt. So können fructosereiche Energie-Gels Verdauungsbeschwerden bis hin zu Durchfällen verursachen, wenn zu viel eingenommen wird. Zudem wird Fructose von manchen Läufern unter körperlicher Anstrengung schlechter vertragen.

Ab welcher Belastung brauchen Läufer Energie-Gel?

Energie-Gels sind eine praktische Möglichkeit den Körper schnell mit Energie zu versorgen. Die kleinen Beutel sind leicht zu verstauen und wiegen kaum etwas. Das ist vor allem für Läufer praktisch, die lieber auf die Streckenverpflegung verzichten möchten. Bei einem 10-Kilometer-Lauf braucht der Körper normalerweise keine zusätzliche Energie in Form von Energie-Gel. Bei einem Marathon ist eine Zufuhr von Kohlenhydraten aber nahezu unumgänglich und auch bei einem Halbmarathon können Energie-Gels sinnvoll eingesetzt werden. Ab wann ein Läufer Energie-Gel braucht, ist jedoch unterschiedlich und hängt von Training, Körperzusammensetzung und persönlichen Vorlieben ab. Um diese herauszufinden und die Wirkung von Energie-Gel auf den Körper zu testen, lohnt es sich, das Gel im Training auszuprobieren.

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