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Tegernseelauf 2013 Am Tegernsee liefen die Männer den Frauen hinterher

Der Tegernseelauf gehört zu den schönsten deutschen Läufen, in diesem Jahr gewannen dort zwei der schnellsten deutschen Läuferinnen sogar vor allen Männern.

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Foto: Josef Rüter

Tolle Stimmung beim Tegernseelauf 2013 in Gmund.

Britische Wissenschaftler hatten zuletzt errechnet, dass in zirka 50 Jahren die Frauen den Männern auf den Laufstrecken davonlaufen. Wer das bisher belächelt hat, wurde beim Tegernseelauf eines Besseren belehrt. Dort lagen auf Gesamtplatz eins und zwei gleich zwei Damen vor allen Männern: Lisa und Anna Hahner.

Die so genannten Hahner-Twins, 23-jähriges Zwillingspaar aus Mainz, düpierte die männliche Konkurrenz und musste sich dazu noch nicht einmal ganz verausgaben. „Es war ein zügiger Tempodauerlauf mit wechselnden Tempi“ meinten die beiden Frohnaturen lachend im Ziel, „wir haben auf den 21 Kilometern nur dreimal 5 Kilometer richtig Gas gegeben und sind dazwischen einfach locker weitergerollt…“ Raus kam eine Zeit von 1:17:23 Stunden. Respekt, Respekt, da kann der Herbst-Marathon kommen.

Bei den Frauen folgten auf Lisa und Anna Hahner Sonja von Opel (1:24:17) und Mary Oleary (1:27:42). Bei den Männern siegte Marius Berlin (1:17:40) vor Christian Aigner (1:17:52) und Christian Schlagbauer (1:19:14).

Für runnersworld.de war unser Fotograf Josef Rüter vor Ort und hat die schönsten Momente des Tegernseelauf 2013 in Gmund mit seiner Kamera festgehalten. Seine besten Bilder zeigen wir in der umfangreichen Fotogalerie weiter oben.

Jetzt muss man zur Ehrenrettung der Männer allerdings auch einmal erwähnen, dass die beiden Damen mit Marathon-Bestzeiten von rund 2:30 Stunden internationale Klasse haben und kommendes Jahr bei den Europameisterschaften an den Start gehen wollen.

„Zwei der besten deutschen Läuferinnen bei einem der schönsten deutschen Läufe“ kommentierte Veranstaltungsleiter Peter Targatsch stolz das Ergebnis der Zwillinge. Recht hat er. Der einzigartige Lauf um den See ist nicht umsonst schon Wochen vor dem Start ausverkauft. Bei 5000 Teilnehmern ist Schluss. „Es hätten auch 3000 mehr sein können“ meinte Targatsch, der in diesem Jahr eine Warteliste für Restplätze einführte, auch um das Gesamtinteresse zu eruieren.

„Das Tegernseer Tal schreit doch nach einem solchen Lauf“ bringt Targatsch es auf den Punkt. Und warum baut man dann die Veranstaltung nicht weiter aus und lässt demnächst noch mehr Starter zu? Targatsch lächelt die Frage weg, was wohl heißen soll: wir sind dran! Schön wär’s, wenn man dieses Laufhighlight noch mehr Läuferinnen und Läufern zugänglich machen könnte. Denn die Halbmarathon-Runde am See gehört tatsächlich zum Schönsten, was man hierzulande laufend unter die Füße nehmen kann, immer rechts der See und links die Berge. Aber die Runde hat es auf den letzten 5 Kilometern auch in sich, denn da steigt man vom Seegrund leicht wellig einige Höhenmeter zum Casino Bad Wiessee hinauf, „Das zieht sich!“ stöhnte einer der Läufer im Mittelfeld, was ein anderer sofort mit dem Klassiker konterte „Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt!“

Tatsächlich, ein kleines bisschen Herausforderung tut dem Mythos einer Veranstaltung gut, so ist es auch beim Tegernseelauf. Und wer sich die 21,1 Kilometer (noch) nicht zutraut, der kann auch auf die 10-km-Distanz ausweichen, das taten aber nur knapp 1000 der 5100 Starter. Und in Gmund wurde zum Abschluss des Events dann auch noch lange an vielen Biertischen bei Brezen und Bier zünftig der Lauferfolg gefeiert, vorne fand die Siegerehrung statt und hinten schillerte der See zwischen den netten Häuschen mit Lüftlmalereien hindurch, alles eben typisch bairisch…
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Autor: Martin Grüning 15.09.2013

Hier finden Sie weitere Informationen zum Tegernseelauf Gmund 2018.

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