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Training Das Prinzip der Superkompensation

Superkompensation heißt "Mehrausgleich" - nach einer Belastung steigt das Leistungsvermögen über das Ausgangsniveau.

Läufer bei anstrengendem Training +

Nach dem Training sind die Energiespeicher leer. Als Reaktion füllt der Körper die Energiedepots auf ein höheres Niveau als vor der Belastung.

Die Grundlage von sportlicher Betätigung ist die Produktion und Nutzung von Energie. In den Muskeln und ihren Zellen wird die aus der Nahrung gewonnene und in Form von Glykogen und Fetten gespeicherte biochemische Energie in mechanische umgewandelt. Die für Training und Wettkampf notwendige Energie wird also im Wesentlichen durch den Abbau von Kohlenhydraten und Fettverbindungen gewonnen. Nach einer Laufbelastung werden die entleerten Energiespeicher wieder aufgefüllt, um den Organismus für die nächste kraftzehrende Beanspruchung mit Brennstoffen auszustatten.

Training ist für den Körper nichts anderes als eine Störung des biochemischen Gleichgewichts. Die Folge: eine kurzzeitige Verringerung des Leistungsvermögens. Man spricht hier von katabolem Stoffwechsel (griech. katabol = abbauend). In der anabolen (= aufbauenden) Erholungspause müssen die Energiespeicher wieder aufgefüllt werden. Und jetzt kommt das Beste: Gibt man dem Körper eine ausreichende Zeit zum Erholen und Auffüllen, füllt er in einer Art Überreaktion seine Energiedepots auf höherem Niveau als vor der Belastung wieder auf. Als Folge steigt das Leistungsniveau. Dieses Phänomen bezeichnet man als sogenannte Superkompensation.

Daraus folgend manifestiert sich als wichtigstes Trainingsprinzip das »hard-easy«- oder »Belastungs-Erholungs«-Prinzip, was nichts anderes bedeutet, als dass auf eine Laufbelastung immer eine ausreichende Erholungsphase folgen muss, um das übermäßige Auffüllen der Energiedepots und einen damit einhergehenden Leistungszuwachs zu erwirken. Eine solche Erholung wird bei Freizeitläufern dadurch provoziert, dass sie auf einen Lauftag einen Ruhetag folgen lassen, bei ambitionierten Läufern folgt auf eine belastende Laufeinheit eine im regenerativen Lauftempo.
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22.03.2012
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