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Weniger ist manchmal mehr Der Weg ist das Ziel

Weniger ist manchmal mehr +
Foto: Dan Escobar

Geduld und Weitblick für langfristigen Erfolg.

Langsamer Laufen
Harte Trainingseinheiten, wie zum Beispiel intensive Dauerläufe, fördern die Tempohärte. Sie machen es Ihnen leichter, ein ­hohes Tempo über längere Distanzen aufrechtzuerhalten. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass Sie bei solchen Tempo­läufen bis an Ihre Grenzen gehen sollten. Sie können die Energiebereitstellung Ihres Körpers und Ihrer Muskeln besser trainieren, wenn Sie ab und zu versuchen, beim schnellen Laufen ein Tempo zu finden, das Sie möglichst lange durchhalten können. Wenn ihr zügiges Dauerlauftempo normalerweise bei 4:50 bis 5:00 Minuten pro Kilo­meter liegt, dann versuchen Sie zur Abwechslung mal, den Lauf mit 5:00 bis 5:10 Minuten pro Kilometer zu absolvieren. „Ihr Kreislauf und Ihre Muskeln werden dabei ebenfalls gefordert, übersäuern aber nicht zu stark. Die Folge ist, dass Sie sich anschließend weniger erschöpft fühlen und die Regeneration sich schneller einstellt. Kurz: Das Training hat eine höhere Qualität“, beschreibt Greg McMillan den entscheidenden Unterschied.

Die Logik dahinter: Läufer, die weniger Müdigkeit verspüren, können die Pause bis zum nächsten Training verkürzen oder sogar nach dem Lauftraining am selben Tag noch eine alternative Sportart trainieren. Ein langsameres Tempo kann also tatsächlich mehr Leistung ermöglichen. „Wenn Sie sich manchmal bewusst unterfordern, entwickeln Sie ein anderes Gespür für Ihr Training. Sie gewinnen mehr Vertrauen in Ihren Körper und Ihr Leistungsvermögen“, sagt Tony Coffey, Cheftrainer des erfolgreichen Impala Racing Teams aus San Francisco.

Aber die Erfolgsstrategie besteht nicht nur darin, die Intensität des Trainings zu begrenzen. Das „Weniger ist manchmal mehr“-Prinzip gilt auch für das Wechselspiel zwischen ­lan­gen und kurzen, intensiven und ruhigen Einheiten. „Denken Sie immer da­ran: Leistungssteigerungen vollziehen sich in den Regenerationsphasen – und für die Regeneration ist kein Tempo zu langsam“, mahnt Coffey. Also, trainieren Sie effektiv – richten Sie den Blick nach vorn!

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Autor: Michelle Hamilton 05.01.2011
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