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Die neuen Laufregeln Die Mitte stärken

Ist Krafttraining für den Oberkörper nun sinnvoll oder nicht?

Krafttraining +
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Eine starke Körpermitte stabilisiert den ganzen Körper und die Laufbewegung.

Die altbekannte Regel:

Durch Krafttraining für den Oberkörper wird man ein besserer Läufer.

Die neue These:

Vergessen Sie das Krafttraining, man läuft mit den Beinen.

Sind Sie ein ehrgeiziger Läufer? Dann müssen Sie auch etwas für Ihre
Körper­mitte und die Arme tun. Eine starke Bauch- und Rückenmuskulatur stabilisiert die gesamte Laufbewegung. Und je besser die Arme den Bewegungsablauf unterstützen, desto ökonomischer ist dieser. – So lautet jedenfalls die gängige Theorie. Doch ein gewisser Toby Tanser sieht das anders. Der Autor des Buchs „More fire – How to run the kenyan way“ (frei übersetzt: „Mehr Pfeffer – Laufen wie die Kenianer“), der seit über zehn Jahren in Kenia lebt und vor Ort Weltklasseläufer betreut, sagt: „Im kenianischen Rift Valley gibt es die weltweit höchste Dichte an Top­läufern, und den allermeisten von ihnen ist ein konventionelles Krafttraining völlig unbekannt.“
Die Athleten verdanken ihre definierte Muskulatur der Feldarbeit, die sie als Jugendliche verrichtet haben, einem Alltag ohne Autos, Lifte und Rolltreppen und nicht zuletzt dem Laufen in freier Natur oder auf holprigen Straßen. Tanser ist der Meinung, dass man die Arme beim Laufen nur dazu braucht, um den Körper aus­zubalancieren, „dazu können sie dünn wie Streichhölzer sein“. Auch ein klassisches Krafttraining für die Beine hält Tanser für überflüssig. Allerdings hält er viel von sogenannten plyometrischen Übungen, in denen vorrangig die Koordination geschult, aber auch die Muskulatur trainiert wird: „Das gehört bei kenianischen Weltklasse-Marathon­läufern wie Martin Lel oder Samuel Wanjiru zum täglichen Training.“

Was stimmt denn nun wirklich?

Ein Krafttraining bringt nachweislich Vorteile: Es steigert die Widerstandsfähigkeit, verringert das Verletzungsrisiko, macht Sie attraktiver und erleichtert es Ihnen, Ihr Gewicht zu halten. Wenn das Krafttraining für Sie aber nur ein lästiges Übel darstellt, dann begnügen Sie sich mit ein paar Minuten Koordinationsübungen.
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Autor: Bob Cooper 21.10.2009
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