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Leistungstiefs analysieren Einbruch im Wettkampf trotz stabilem Puls?

Gar nicht so außergewöhnlich: Sie brechen in der ersten Wettkampfhälfte ein und verlieren Geschwindigkeit während der Puls immer gleich bleibt. Wir erklären woher das kommen kann.

Leistungseinbruch +
Foto: iStockphoto

Schwere Beine schon in der ersten Wettkampfhälfte? Kommt das bei Ihnen häufiger vor, sollten Sie den Grund dafür herausfinden.

Krisen und Einbruchsphasen in Langstrecken-Wettkämpfen sind nichts Außergewöhnliches. Seltsam erscheint es vielen Läufern, die ihren Puls dabei im Blick haben, dass dieser bei den unterschiedlichen Geschwindigkeiten und gefühlten Belastungen konstant bleibt. Wie dieses Phänomen zu erklären ist erfahren Sie hier.

„Zunächst“, erklärt Runner’s-World-Experte Dr. Roger Hofmann, „ist aus dem reinen Pulswert kein absolut sicherer und unmittelbarer Rückschluss auf die momentane muskuläre Belastung möglich, obwohl er grundsätzlich ein zuverlässiger Parameter für die generelle Belastungsintensität ist. Bei Maximalbelastungen wie Wettkämpfen gibt es immer eine Vielzahl von Einflussfaktoren (Strecke, Klima/Wind, Konkurrenz, Motivation, Leistungsniveau usw.), die Ihre Laufgeschwindigkeit und subjektives Empfinden beeinflussen.

Schon nach dem Start im Dauerleistungs-Bereich

Wenn Sie das beschriebene Phänomen bei sich beobachten heißt das, dass sich Ihr Organismus (Muskulatur, Stoffwechsel) nach einer schnellen Startphase offensichtlich schon im individuellen Dauerleistungs-Grenzbereich bewegt, ohne dass das direkt aus der Herzfrequenz ersichtlich ist. Deshalb müssen Sie nach einigen Minuten das Tempo zwangsläufig reduzieren. Dabei bleibt der Puls dann weiterhin sehr hoch, da der Körper zum einen ja weiter intensiv belastet wird und zum anderen auch teilweise kompensiert (Abbau von Laktatüberschuss). Sobald Sie sich im Steady State bewegen, können Sie dann wieder etwas Fahrt aufnehmen. Üblicherweise ist das aber keine andere Geschwindigkeitsdimension.

Zur genaueren Überprüfung kann eine zweiteilige Leistungsdiagnostik hilfreich sein:

1. Stufentest bis zur Ausbelastung
2. Steady-State Dauerbelastungstest über mindestens 40 Minuten.

So lässt sich für das Phänomen ein Nachweis erbringen und vor allem anschließend das Training (möglicherweise ist Ihr Ausdaueranteil nicht ausreichend berücksichtigt) und die Wettkampfeinteilung optimieren. Vorab noch sollten Sie versuchen, beim nächsten Rennen die ersten Kilometer einmal ganz bewusst langsamer anzugehen und anschließend den Wettkampf wie bisher zu analysieren.“
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05.07.2018
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