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Frühaufsteher im Vorteil Früh aufstehen - und besser trainieren

Unser Autor David Most berichtet, wie er durch frühes Aufstehen seinen Trainingsumfang ausbaut und vom Morgenmuffel zum Frühaufsteher wurde.

Laufen am frühen Morgen +
Foto: Scott Markewitz

Laufen bei Sonnenaufgang - das steigert nicht nur Ihren Trainingsumfang, sondern hebt auch Ihre Laune!

Meine Wochenendläufe fielen mir leicht. Schaffte ich es morgens nicht raus, lief ich eben am Nachmittag. Aber unter der Woche? Da war alles nicht so einfach. Ich bin sieben Marathons gelaufen, Bestzeit 3:17 Stunden, und ich würde in naher Zukunft gern auch noch schneller laufen. Aber ein anspruchsvoller Job, zwei kleine Kinder und eine Ehefrau, die auch ihre Hobbys hat, machen ein aufwendiges Training zur Herausforderung. Eigentlich bevorzugte ich ein Lauftraining nach der Arbeit, aber viel zu oft kam mir dann doch etwas dazwischen.

Wer morgens Sport treibt, erledigt seine Aufgaben erfolgreicher und leichter

Selbst wenn ich pünktlich von der Arbeit nach Hause kam, musste ich entweder (A) meine Familie und meinen Hunger ignorieren und sofort starten, (B) bis zum Abendessen bleiben, dieses schnell verschlingen und dann losstürmen und versuchen, das Essen beim Laufen zu verdauen, oder (C) mit den Kindern spielen, dann in Ruhe essen, mit meiner Frau noch etwas plaudern und mitten in der Nacht laufen gehen. Richtig befriedigend war das nie. Also suchte ich nach weiteren Optionen und stieß eher zufällig auf eine Studie, die meine Trainingsgestaltung – und mein ganzes Leben – veränderte. Die Studie besagte, dass Menschen, die morgens Sport treiben, dies nicht nur sehr viel regelmäßiger tun, sondern auch über den ganzen Tag produktiver sind, ihre Aufgaben leichter und erfolgreicher meistern und nachts sogar besser schlafen. Das war die Initialzündung für mich – einen echten Morgenmuffel –, endlich auch mal die Option, morgens zu laufen, in Betracht zu ziehen.
Diesen Sommer war es so weit. Im Herbst steht mein achter Marathon an, und ich wusste: Um den Schritt unter die 3:10 Stunden zu schaffen, musste ich noch mehr als bisher trainieren. Das schrie nach einem ganz neuen Ansatz: morgens laufen! Zum Glück konnte ich meinen Freund Daniel überreden, sich mir anzuschließen. Zweimal, maximal dreimal pro Woche, immer dienstags, freitags, manchmal zusätzlich donnerstags, stand ich um 5:30 Uhr auf, um mich mit ihm zum Morgenlauf zu treffen. Ich gewöhnte mich zugegebenermaßen nur schwer ans frühe Aufstehen, aber eins kann ich Ihnen sagen: Das Gefühl danach war und ist einfach umwerfend. Und die Energie, die ich aus diesen Läufen schöpfe, hält wirklich den ganzen Tag über an.
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Autor: David Most 31.07.2000
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