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Lauftraining und Arbeit Nach harter Arbeit nur lockere Läufe

Körperliche Arbeit kostet viel ­Energie, da bleibt für Lauftraining nur noch ein geringes Energiepolster übrig.

"Ich arbeite körperlich hart und beginne frühmorgens. Muss ich deshalb weniger trainieren als ein Läufer, der beruflich eine ­sitzende Tätigkeit ausführt und erst um neun Uhr beginnt?"

Herr D. Ö., Marl
Körperliche Arbeit +

Körperliche Arbeit hat zum Laufen einen zusätzlichen Trainingseffekt und ist mit so mancher Trainingseinheit gleichzusetzen.


Martin Grüning +
Foto: Runner’s World

Martin Grüning

Körperliche Arbeit kostet natürlich enorm viel ­Energie, da bleibt für sportliche Freizeitaktivitäten im Rahmen der normalen Arbeitstage nur noch ein ganz geringes Energiepolster übrig. Wie groß dieses Polster ist, ist natürlich einsatzbedingt unterschiedlich: Beim Arbeiter, der am Hochofen steht, bleiben eventuell nachmittags nur noch fünf Prozent Energie übrig, beim Dachdecker 15 Prozent und beim Fließbandarbeiter 25 Prozent.

Die beste Trainingszeit liegt zwei Stunden nach Arbeitsende, also voraussichtlich zwischen 17 und 19 Uhr. Ruhen Sie sich nach der Ankunft zu Hause zunächst 60 Minuten aus, legen Sie die Beine hoch und füllen Sie mit leichter Kost (z. B. Kohlenhydratgetränke) die bei der Arbeit entleerten Energiespeicher wieder auf. Immer ausreichend trinken, auch während der Arbeit. Wer körperlich hart arbeitet, sollte sich unter der Woche sportlich nur leicht belasten. Für Läufer bedeutet dies: Es stehen nur lockere Dauerläufe an. Ambitionierte Läufer, die wochentags körperlich stark belastet sind, trainieren nur am Wochenende intensiv. Da können Sie die harten Laufeinheiten „nachholen“.

Zum Kern Ihrer Frage: Natürlich hat die körperliche Arbeit einen Extra-Trainingseffekt und ist durchaus mit einer Trainingseinheit gleichzusetzen. Menschen, die körperlich arbeiten, bringen in der Regel mit weniger sportartspezifischem Aufwand dieselbe sportliche Leistung wie an­dere, die nicht körperlich arbeiten. Es kommt natürlich ganz auf den Grad der Arbeits-Beanspruchung an.
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Autor: Martin Grüning 25.02.2013
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