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Energiekrisen meistern Raus aus der Energiekrise

Was tun, wenn es mal nicht wie gewünscht läuft? Wir verraten, wie Sie jede Energiekrise meistern und neue Motivation tanken.

Energiekrisen leichter meistern +
Foto: Fredrik Broden

Ballast abwerfen: Laufen macht Spaß. Wenn es aber zur Belastung wird, muss man den Ursachen dafür schnell auf den Grund gehen.

Die US-Ma­rathonläuferin Blake Russell lief 2008 in der Vorbereitung auf den Olympia-Marathon in Peking 160 Kilometer pro Woche. Ein Jahr später hatte sie bereits Probleme, wenn sie auch nur eine Stunde lang laufen wollte. Schuld war ihr fünf Monate alter Sohn Quin, der seine Mutter nicht mehr als drei Stunden am Stück schlafen ließ. „Es gab Tage, da habe ich meinen morgendlichen Lauf abgebrochen und bin heulend nach Hause gegangen“, erinnert sie sich. Laufen, wenn man sich schlapp fühlt, kann ein ausgesprochen frustrierendes Erlebnis sein. Chronischer Schlafentzug wie in Russells Fall ist nicht selten, und nicht nur hungrige Babys sind dafür verantwortlich.

Falls auch Sie sich ständig schlapp fühlen, müssen Sie zuerst ergründen, was die Ursache dafür ist. Schlafen Sie schlecht oder zu wenig? Liegt es am Stress? Oder wird die permanente ­Müdigkeit möglicherweise durch eine zu große Trainingsbelastung und einen Mangel an Regeneration zwischen den einzelnen Trainingseinhei­ten verursacht? Je nachdem, zu welchem Schluss Sie kommen, haben Sie die Möglichkeit, den Zustand entweder zu ignorieren und weiterzulaufen oder das Training ab und an einfach mal ausfallen zu lassen. Hier einige Tipps, für welche Variante Sie sich entscheiden sollten, wenn Sie sich physisch oder psychisch ausgelaugt fühlen:

Ich habe bis spät in die Nacht gearbeitet. Soll ich über Mittag ein kurzes Läufchen einlegen oder mich lieber aufs Ohr hauen?
Tipp Wenn Sie nachts regelmäßig weniger als sieben Stunden schlafen, droht Schlafman­gel. Darunter leidet das Immunsystem, was wiederum dazu führt, dass man anfälliger für Infektio­nen wird. Außerdem verzögert dies die Wiedergenesung nach einer Krankheit oder ­Verletzung. Dr. Charles Samuels, medizinischer Direktor am Center for Sleep and Human Performance in Calgary (Kanada), rät dazu, bei harten Trainingsprogrammen gelegentlich einen halbstündigen lockeren Lauf einzustreuen, der dafür sorgt, dass die Anspannung nachlässt und sich letztendlich auch Schlafdauer und -qualität verbessern. Die entscheidende ­Frage lautet: Wie fühlen Sie sich nach einem Lauf – voller Energie oder ausgepowert? Falls Letzteres der Fall sein sollte, sorgen Sie zunächst einmal dafür, dass Sie ausreichend schlafen. Dann erst setzen Sie Ihr Trainingsprogramm fort.

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Autor: Sarah Lorge Butler 20.01.2012
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