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Hindernisläufe So überwinden Sie jedes Hindernis

Hindernisse zu überwinden, können Läufer trainieren. Wir sagen Ihnen, was Sie dafür tun müssen.

Hindernisse überwinden +
Foto: Norbert Wilhelmi

Manche Hindernisse erfordern Kraft, andere wiederum Technik und Koordination.

Es gibt Hindernisse, die vertikal und solche, die hori­zontal überwunden werden müssen. Für Erstere benötigt man Kraft im Oberkörper, wenn auch nur so viel, dass man sich mit den Armen hinaufziehen kann. Um das zu trainieren, braucht man keine Gewichte und kein Fitnessstudio, sondern macht einfach ein paar Wochen lang Klimmzüge und Liege­stütze. Nun schaffen die meisten Läufer vermutlich nicht mal einen einzigen Klimmzug und nicht mehr als zehn Liegestütze. Aber wenn man zwei Monate lang (Achtung: Bitte vom Veranstaltungsdatum zurückrechnen!) jeden zweiten Tag so viele Klimm­züge oder Liege­stütze absolviert wie möglich, stellen sich schon nach kurzer Zeit Erfolge ein. Wer gar keinen Klimmzug schafft, übt erst einmal vier Wochen lang Liege­stütze. Sobald man davon mindestens 30 am Stück hinbekommt, wofür man etwa vier Wochen Training einplanen sollte, bewältigt man auch die ersten Züge an der Stange!

Horizontale Hindernisse sind Wasserlöcher und diverse Arten von aufgeweichten, matschigen Bodenpassagen. Zum Durchqueren tieferer Gewässer genügt es, ein durchschnittlicher Brustschwimmer zu sein, alle anderen nehmen schamvoll die „Pussy-Lane“ außenrum. „Ich habe vor dem Start zum Strongman extra noch einen Schwimmkurs belegt“, gesteht Melinda Färber. „Lachen Sie nicht. Es war mir wichtig, dass ich vor den Wasserpassagen keine Angst haben musste.“ Gebraucht hätte sie ihn nicht, die Schwimmstrecke war nur einige Meter lang.

Zur Vorbereitung auf die rutschigen, matschigen Passagen und Kleinhindernisse (Tonnen, Steine, Autos) baut man ins Fahrtspiel Parkour-Elemente ein. Dabei handelt es sich um eine Sportart, die prinzipiell überall praktiziert werden kann – sowohl in ländlicher als auch in urbaner Umgebung. Der Läufer (im Fachjargon übrigens „Traceur“) weicht dabei keinem Hindernis aus, sondern springt und klettert (in der Stadt) über Pfützen, Papier­körbe, Geländer, Fassaden, Bänke, Blumenbeete und Mülltonnen. Was dabei herauskommt, ist eine Mischung aus Fahrtspiel und Traillauf – und die ideale Vor­bereitung für einen Hindernislauf.
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Autor: Martin Grüning, Urs Weber 09.05.2014
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