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Wie an der Riviera Über den Dächern von Meran

Man kommt sich in Meran vor wie an der Riviera, nur eben in den Alpen. Umrahmt von schneebedeckten Bergen läuft man bei milden Temperaturen durch eine mediterrane Vegetation.

Palmen und Kakteen, Kaki- und Feigenbäume, Granatäpfel- und Zitronenbäume, ja sogar Bananenstauden wachsen am Küchelberg unterhalb von Dorf Tirol. An diesem Hügel entlang verläuft der Tappeinerweg, benannt nach Franz Tappeiner, der als Kurarzt vor circa 150 Jahren in Meran tätig war. Sanft ansteigend vom Zentrum der Stadt hoch bis zum Pulverturm, wo im Mittelalter Waffen und Munition gelagert wurden, windet sich der beliebte Fußweg. Die Steigung des Weges wurde beim Bau so berechnet, dass sie für die Kurgäste, die vor allem wegen Lungen­erkrankungen nach ­Meran kamen, nicht zu anstrengend war, aber auch eben einen gewissen Trainingseffekt hatte.

Dann verläuft der Weg ungefähr 2,5 Kilometer mehr oder weniger flach entlang des Hanges oberhalb von Meran und ­unterhalb des Stammschlosses der Grafen von Tirol, mit einer tollen Aussicht über die Stadt und das gesamte Etschtal gegen Süden. Wenn man durch den Sissi-Park nicht weit von den Thermen, im Zentrum von Meran, startet, ist diese Panorama-Route hin und zurück 7,5 Kilometer lang.
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Foto: GOOGLE INC

1. Bester Start- und Zielpunkt ist die „Laufboutique“ am Pfarrplatz in der Altstadt. Dort können sich Lauftouristen auch umziehen und Routeninformationen einholen.

2. Kaiserin „Sissi“ Elisabeth von Österreich weilte einige Jahre in Meran, um sich zu erholen. Nach ihr ist der Sissi-Park benannt,
mit Kaiserin-Büste und Musikpavillon.

3. Der Pulverturm ist heute eine Ruine, die hoch über der Altstadt direkt am Beginn des Tappeinerwegs liegt. Er diente vom 16. bis zum 18. Jahrhundert in Kriegszeiten zur Aufbewahrung von Sprengpulver und als ein Zufluchtsort für die Bevölkerung.

4. Rund 230 verschiedene Heilkräuter und aromatische Pflanzen gedeihen im Kräutergarten, der im Jahre 2002 errichtet wurde.

5. Das Schloss Tirol war die Stammburg der Grafen von Tirol und die Wiege des Landes. Bis in das 15. Jahrhundert hinein war die Burg die Residenz der Landesfürsten.

Textautor: Rosita Pirhofer
09.01.2013
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