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Die neuen Laufregeln Umfänge für den Marathon

Wie viele Laufkilometer sollte man wirklich sammeln, um einen Marathon zu schaffen?

Laufkilometer für den Marathon +
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Die altbekannte Regel:

Man muss viele Laufkilometer sammeln, um einen guten Marathon zu laufen.

Die neue These:

Man kann auch mit wenigen Laufkilometern eine gute Marathon­zeit schaffen.


Die meisten Trainingsprogramme für die Marathonvorbereitung basieren auf der Annahme, dass ein ambitionierter Läufer fünf- bis sechsmal pro Woche laufen und dabei mindestens 65 bis 100 Kilometer zurücklegen sollte.
Zwei der anerkanntesten Lauftrainer der USA sind jedoch ganz anderer Meinung: Marathon-Olympiateilnehmer Jeff Galloway, Bestseller-Autor mit einer Marathonbestzeit von 2:15 Stunden, glaubt, dass es nicht nur für Marathoneinsteiger, sondern für jeden Marathonläufer vollkommen aus­reicht, drei- bis viermal wöchentlich zu trainieren und dabei, abhängig vom Zeitziel, maximal 50 bis 65 Kilometer pro Woche zu laufen. Galloway behauptet, dass 99 Prozent der Athleten, die nach seinen Plänen trainie­ren, ihr Marathonziel erreichen.

Der zweite namhafte Verfechter eines minimalen Traininingsaufwands ist Bill Pierce, Erfinder des sogenannten FIRST-Trainingsprogramms. Und er geht noch weiter: Er sagt, dass drei Lauftrainings pro Woche zur Vorbereitung eines Marathons ausreichen, bei denen man in einer Spitzenwoche nicht über 55 Kilometer hinauskommt. Und Pierce behaup­tet, dass zwei Drittel seiner Athleten mit seinem Programm sogar Bestzeiten aufstellen. „Ich kenne Drei-Stunden-Marathonläufer, die mit drei Laufeinheiten pro Woche aus­kamen“, pflichtet Galloway bei.

Was stimmt denn nun wirklich?

Zu einem erfolgreichen Marathon gehört ein Mindestmaß an Laufkilometern. „Minimal­programme“ empfehlen sich vor allem für Läufer, die häufig verletzt sind, denn es gibt stärkere wissenschaftliche Belege für einen Zusammenhang zwischen einem hohen Kilometerumfang und einem hohen Verletzungsrisiko als zwischen einem hohen Kilometerumfang und einem guten Marathonresultat.
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Autor: Bob Cooper 21.12.2009
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