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Studien zur Renntaktik Wissenschaftliche Untersuchungen zur Renntaktik

Studien an Unis bestätigen, dass ein relativ gleichmäßiges Renntempo von Start bis Ziel zum Erfolg führt.

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Foto: Michael Darter

Das Erfolgsgeheimnis lautet: ein relativ gleichmäßiges Tempo wählen.

Es gibt nicht viele wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema „Renntaktik”, und die, die bekannt sind, bestätigen in der Regel die Aussage, dass ein gleichmäßiges Tempo am empfehlenswertesten ist.

Die 51-49-Renneinteilung
Eine Untersuchung der Universität Milwaukee (USA) kommt zu einem differenzierteren Resultat. Danach scheint die beste Renntaktik für ein 10-Meilen- oder Halbmarathon-Rennen die 51-49-Einteilung zu sein. Die Erklärung ist simpel: Bei der Studie erreichten die Probanden die schnellsten Endzeiten, welche die erste Hälfte in einem Halbmarathon-Rennen in 51 Prozent der angestrebten Endzeit zurücklegten und die zweite Hälfte in einem Tempo liefen, das den verbliebenen 49 Prozent entsprach. Bei den meisten dieser Läufer blieb es auf der zweiten Hälfte nicht nur bei besagtem Tempo, sondern Sie besaßen noch die Kraft für ein großartiges Schlußviertel und liefen wesentlich schneller als geplant.

Die Erklärung dafür scheint plausibel: Wer zu schnell in den Halbmarathon startet, läuft auch schnell über seiner anaeroben Schwelle und bildet schon in der Anfangsphase so viel Milchsäure, dass eine optimale Leistung im Schlussteil unmöglich erscheint. Mit einem etwas langsameren Tempo als dem errechneten Durchschnittswert Ihrer Zielzeit sind Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Und was bedeutet die 51-49-Taktik für Sie konkret? Nehmen wir an, Sie wollen den Halbmarathon in 1:40 bewältigen, was zwei gleichmäßigen Hälften von 50 Minuten auf 10,5 Kilometer entspricht (4:45 min/km), so würde die 51-49-Renntaktik bedeuten, dass Sie die erste Hälfte in 51 Minuten (4:50 min/km) anlaufen und dann so forcieren, dass Sie in einem Tempo laufen, welches 49 Minuten (4:40 min/km) für die zweite Hälfte entspricht. Erscheint Ihnen eine solche Temposteigerung zu extrem, entwickeln Sie doch einfach Ihre eigene Taktik, natürlich nach diesem Vorbild. Es müssen ja nicht genau 51 und 49 Prozent sein. Hauptsache, der erste Teil wird langsamer angelaufen als das Zielzeit-Tempo und – das Wichtigste – keinesfalls schneller!
22.06.2007
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