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Inferno Triathlon Mürren 2018 Favoriten- und Überraschungssieg am Schilthorn

155,1 Kilometer Schwimmen, Radfahren und Laufen waren beim 21. Inferno Triathlon zu bewältigen, auch 392 Starter beim 26. Inferno Halbmarathon hatten das Schilthorn als Ziel im Blick.

Inferno Triathlon Mürren 2018 Sieger Samuel Hürzeler +
Foto: Swiss-Image

Mit einem Lächeln aufm dem Weg zu seinem fünften Sieg beim Inferno Triathlon Mürren: Samuel Hürzeler aus Wilderswil.

Ein Triathlon der Superlative mit 5.500 Höhenmetern ist der Inferno Triathlon Mürren. Schon zum 21. Mal wurde er am Samstag, den 18. August ausgetragen. Gestartet wird am Strandbad Thun mit 3,1 Kilometer Schwimmen, danach folgen 97 Kilometer auf dem Rennrad, bevor es 30 Kilometer auf das Mountainbike geht. Abschließend laufen die Teilnehmer 25 Kilometer mit über 2.000 Höhenmetern auf das 2.907 Meter hoch gelegene Schilthorn, wo sie das Ziel erwartet. Schon zum fünften Mal als schneller diese Herausforderung bewältigen konnte der Schweizer Samuel Hürzeler. Schon nach 8:35:55 Stunden war er im Ziel. Schnellste Frau war die Deutsche Lena Berlinger in 9:31:04 Stunden.

Eine Auswahl der schönsten Impressionen vom Inferno Triathlon finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Bei seinem fünften Triumph auf dem Schilthorn verpasst Samuel Hürzeler den Streckenrekord von 8:34:27 Stunden nur um knappe eineinhalb Minuten. Es war ein schnelles Rennen, das sich die Athleten vom Strandbad Thun hoch auf das 2.907 Meter hohe Schilthorn lieferten. Hürzelers Verfolger, der Deutsche Thomas Kaiser und Roman Krebs aus Münsingen, schenkten dem Favoriten nichts. Bei den Disziplinen Rennrad und Mountainbike erkämpfte sich Kaiser sogar die Führung. Doch der Inferno-erprobte Wilderswiler ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.

Hürzelers Feuerwerk auf der Laufstrecke Auf der Laufstrecke setzte Hürzeler zum großen Finale an: Mürren passierte er bereits mit über 13 Minuten Vorsprung auf Kaiser, im Ziel waren es dann 27. Auf dem Weg zu seinem 5. Inferno-Sieg zeigte Samuel Hürzeler allen, wer der erfahrenere Athlet am Schilthorn ist. „Es war ein sehr hartes Rennen“, meinte der Sieger nach seinem Zieleinlauf auf dem Schilthorn. „Aber der Druck von meinen Konkurrenten hat mich dazu angespornt, auf der Laufstrecke noch mehr Gas zu geben.“ Der Deutsche Thomas Kaiser belegte mit einer Gesamtzeit von 9:02:58 Stunden den zweiten Rang, auf Platz drei kämpfte sich Micha Güdel aus Bern (9:13:12 Stunden) nach einer sensationellen Berglauf-Leistung vor. Ramon Krebs musste sich mit einer Zeit von 9:17:12 Stunden und dem vierten Schlussrang zufriedengeben.

Berlinger gewinnt Inferno Triathlon Mürren 2018 mit 20 Minuten Vorsprung

Bei den Frauen gelang Lena Berlinger die große Überraschung: Bei ihrer letzten Inferno-Teilnahme 2016 belegte die Deutsche zwar bereits den vierten Rang. So richtig wurde von ihr im Vorfeld aber nicht als Favoritin gesprochen. Alle tippten auf die siebenfache Inferno-Siegerin Nina Brenn. Diese machte ihrer Konkurrentin das Leben schwer – konnte sie aber nie ganz von der Spitze verdrängen. Auf der Laufstrecke war Berlinger nicht mehr einzuholen: Nach 9:31:04 Stunden lief sie auf dem Schilthorn über die Ziellinie. „Ich habe einfach mein Tempo durchgezogen und war dann schon ziemlich überrascht, als von hinten niemand aufholte“, sagte Berlinger im Ziel. Favoritin Nina Brenn musste sich auf dem letzten Streckenabschnitt weiter geschlagen geben: Petra Eggenschwiler aus Langendorf überholte sie vor der Schilthornhütte und gab den knappen Vorsprung bis im Ziel nicht mehr ab. Mit einer Zeit von 9:51:13 Stunden stand sie etwas mehr als zwei Minuten vor Brenn auf dem Schilthorngipfel.
Inferno Halbmarathon 2018 Sieger-Trio +
Foto: Veranstalter

Werner Marti (1376) gewann den 26. Inferno Halbmarathon 2018 vor Tefera Mekonen (1150) und Jonas Lehmann (1236).

Erfolgreiche Grindelwalder beim Inferno Halbmarathon

Schon zum 26. Mal wurde auch der Inferno Halbmarathon ausgetragen. 392 Läufer stellten sich alleine oder in der Staffel der Herausforderung. Hier setzte sich eine Spitzengruppe bestehend aus Vorjahressieger Jonas Lehmann (Deutschland), Werner Marti (Grindelwald) und Inferno-Newcomer Tefera Mekonen bereits von Rennbeginn weg ab. Mürren durchliefen die drei Athleten noch dicht beisammen, auf der Bergstrecke Richtung Schilthorn wurden die Abstände größer. Der Grindelwalder Werner Marti entschied das Rennen mit einer Schlusszeit von 2:02:11 für sich. Auf dem zweiten Platz klassiert sich Tefera Mekonen, er traf fast drei Minuten später auf dem Schilthorn ein (2:04:54 Stunden). Vorjahressieger Jonas Lehmann konnte seine Reserven am Berg nicht so gut abrufen wie 2017 und beendete das Rennen nach 2:08:55 Stunden auf dem dritten Rang.

Bei den Damen war die Entscheidung knapper: In Mürren schien die Belperin Martina Krähenbühl mit einem Vorsprung von rund eineinhalb Minuten auf ihre Verfolgerin, die Britin Holly Page, bereits auf Siegeskurs. Ihr Vorsprung schmolz jedoch kurz vor dem Schilthorngipfel dahin. Nach der Seewilfura startete die Britin Page, die sich erst zwei Tage vorher zur Rennteilnahme entschlossen hatte, die Aufholjagd. Nach einer Rennzeit von 2:29:01 Stunden überquerte sie die Ziellinie nur kurz vor Krähenbühl, die mit einer Zeit von 2:29:44 Stunden das Rennen beendete. Auch die Grindelwalderin Michèle Mittelholzer machte zwischen Mürren und Schilthorn noch einiges an Zeit gut. Sie schloss den Halbmarathon auf dem dritten Rang ab, ihre Zeit betrug 2:30:05 Stunden. Ein Spitzenresultat gelang auch der Unterseenerin Karin Jaun: Sie schloss den Halbmarathon in 2:45:19 Stunden als Erste in ihrer Kategorie und als vierte Platzierte overall ab.

Team „Hulftegg Stafette” und „OhMega4” schnellste Vierer-Teams

Auch als Vierer-Team oder Couple konnten die vier Disziplinen des Inferno-Triathlons bewältigt werden. Das schnellste Quartett war mit Patricia Wipf, Fabian Breitenmoser, Daniel Widmer und Gregor Metzger („Hulftegg Stafette”) nach 6:50:03 Stunden im Ziel. Erstes reines Frauen-Team waren Jennifer Sonderegger, Andrea Haslebacher, Daniela Nyffenegger und Orla Forker („OhMega4”) in einer Zeit von 8:50:03 Stunden. Insgesamt 105 Vierer-Teams waren beim Inferno Triathlon Mürren 2018 am Start. Das schnellste Couple stellten die Thuner Barbara Bracher und Matthias Gerber, die zu zweit 7:42:11 Stunden benötigten.

Ideale Bedingungen für den Wettkampf

Auch wenn beim Zieleinlauf auf dem Schilthorn dicke Wolken und Nebelschwaden die Sicht trübten, waren die meisten Athletinnen und Athleten mit den Bedingungen sehr zufrieden. Beim Start im Strandbad Thun konnte man bei schönster Sommer-Morgenstimmung sogar das ferne Ziel – den Schilthorngipfel – erkennen. Das Wetter präsentierte sich am Renntag wesentlich besser als erwartet – abgesehen von den warmen Temperaturen, die vor allem einigen Läufern auf dem Weg nach Mürren zu schaffen machten. Das Organisationskomitee blickt auf einen gelungenen Anlass zurück. Zum letzten Mal wurde dieser unter der Leitung von OK-Präsident Heinz Zurbrügg durchgeführt. Zurbrügg wird sein Amt nach 12 Jahren an Kaspar Grünig weitergeben. Grünig begleitete den noch-amtierenden OK-Präsidenten während des gesamten Anlasses.
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19.08.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Inferno Triathlon Mürren 2018.

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