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Ironman 70.3 Kraichgau 2019 Jan Frodeno siegt im Alleingang

Unter der erbarmungslosen Sonne im Kraichgau verteidigte Jan Frodeno seinen Vorjahressieg souverän. Die Dänin Helle Frederiksen beerbte Laura Philipp als Siegerin.

Ironman 70.3 Kraichgau 2019 Sieger Jan Frodeno +
Foto: Ingo Kutsche

Ungefährdet seinen Sieg aus dem Vorjahr wiederholen konnte Jan Frodeno nach 3:53:06 Stunden.

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Triathlon

Ein Hitze-Rennen im Juni – hart, aber nicht außergewöhnlich. Doch mit kaum Chancen zum Training unter genau diesen Bedingungen war der Ironman 70.3 Kraichgau 2019 noch ein ganzes Stück härter. Das erste Hochsommer-Wochenende kam mit dem Klassiker im „Land der 1.000 Hügel“ pünktlich zum meteorologischen Sommeranfang und dennoch für die Triathleten recht plötzlich. Jan Frodeno sah sich anders als im Vorjahr keiner ganz so großen Konkurrenz ausgesetzt. Dennoch standen einige Profis am Start, die ihm das Leben schwer machen wollten. Sein vermeintlich stärkster Widersacher, Franz Löschke, musste das Rennen mit technischen Problemen auf dem Rad bereits frühzeitig beenden. Nach 3:53:06 Stunden bejubelte Frodeno seinen Sieg. Helle Frederiksen triumphierte nach 4:31:26 Stunden bei den Frauen.

Für runnersworld.de war der Fotograf Ingo Kutsche beim Ironman 70.3 Kraichgau 2019 vor Ort. Seine schönsten Impressionen finden Sie in der Bildergalerie ober- sowie unterhalb dieses Artikels.

Einen Tag nach den IronKids und dem Auftakt der Triathlon-Bundesliga wurden am Sonntag, den 2. Juni rund 2.500 Triathleten auf ihre 113 Kilometer lange Reise geschickt. Um neun Uhr bzw. fünf Minuten danach erfolgte der Startschuss für die Profi-Männer und -Frauen. Ab 9:15 Uhr wurde das große Feld der Agegrouper per Rolling Start in den gut 20 Grad Celsius warmen Hardtsee geschickt. Dort wollten zum Auftakt 1,9 Kilometer geschwommen werden. Anschließend ging es für 90 Kilometer über zehn Hügel und knapp 1.000 Höhenmeter durch das „Land der 1.000 Hügel“, bevor drei Laufrunden beim abschließenden Halbmarathon in sengender Hitze bei 32 Grad Celsius folgten.

Jan Frodeno früh auf dem Rad in Führungsposition

Schnellster aus dem Wasser war Lukasz Wojt nach 21:57 Minuten. Gut 40 Sekunden danach folgte eine mehrköpfige Verfolgergruppe um Jan Frodeno. Der zweimalige Hawaii-Champion und Olympiasieger von 2008 übernahm bereits auf dem ersten Drittel der anspruchsvollen Radstrecke die Führung und gab diese nicht mehr her. Obwohl er sich nach dem Rennen nicht über die nackten Daten seiner Radleistung freute, kam er schon mit knapp vier Minuten Vorsprung in die zweite Wechselzone. Ein Halbmarathon in 1:12:09 Stunden baute Frodenos Führung weiter aus, sodass er sich nach 3:53:06 Stunden als überlegener Sieger feiern lassen konnte. Platz zwei ging nach 4:05:56 Stunden an Patrick Dirksmeier. Knapp dahinter lief mit Lukasz Wojt der zu Beginn noch Führende nach 4:06:24 Stunden als Dritter ins Ziel.

Der zuvor als vermeintlich härtester Konkurrent Frodenos gehandelte Franz Löschke musste in aussichtsreicher Position liegend schon früh auf der Radstrecke aufgrund technischer Probleme mit der Schaltung aussteigen. Eine Woche nach seinem Sieg beim Ironman 70.3 St. Pölten war dem amtierenden Deutschen Meister über die Langdistanz ein weiteres starkes Rennen zuzutrauen.
Ironman 70.3 Kraichgau 2019 Siegerinnen +
Foto: Ingo Kutsche

Helle Frederiksen (Mitte) gewann den Ironman 70.3 Kraichgau 2019 vor Alexandra Tondeur (links) und Katrien Verstuyft (rechts).

Helle Frederiksen mit Start-Ziel-Sieg beim Ironman 70.3 Kraichgau 2019

Kein rein deutsches Podium gab es bei den Frauen. Die Führung ebenfalls schnell nicht mehr hergeben wollte die Dänin Helle Frederiksen. Schon nach dem Schwimmen ging sie nach 25:33 Minuten – noch gleichauf mit Anna-Lena Pohl – mit über 80 Sekunden Vorsprung auf die nächsten Konkurrentinnen auf das Rad und baute diesen auch hier mit der schnellsten Zeit von 2:35:48 Stunden aus. Sechs Minuten lagen zwischen ihr und der Belgierin Alexandra Tondeur. Zwar schrumpfte dieser Vorsprung aufgrund der schnellsten Laufzeit von 1:23:45 Stunden von Tondeur, doch Frederiksen konnte sich auch mit dem zweitschnellsten Halbmarathon begnügen. Nach 4:31:26 Stunden siegte sie. Tondeur lief sich noch auf das Podium und belegte nach 4:35:23 Stunden den zweiten Rang vor ihrer Landsfrau Katrien Verstuyft, die das Ziel nach 4:38:03 Stunden erreichte.

Top-Favoritin und Vorjahressiegerin Laura Philipp musste nach ihrem Ausstieg zwei Wochen zuvor beim Challenge Heilbronn ihren Start im Kraichgau verletzungsbedingt absagen. Auch Anna-Lena Pohl, die als deutsche Hoffnung im Kampf um den Sieg galt, musste wie Löschke das Rennen vorzeitig beenden. Nach ihrer Paradedisziplin, dem Schwimmen, lag sie zusammen mit Frederiksen in Führung und ging sogar mit leichtem Vorsprung aus der ersten Wechselzone. Magenschmerzen erschwerten ihr in der Folge das Radfahren, sodass Pohl hier viel Zeit verlor. Dennoch wollte sie dem abschließenden Halbmarathon eine Chance geben. Allerdings musste sie früh einsehen, dass ihr ein Finish an diesem Tag verwehrt bleiben sollte.

Olympische Distanz rundete das Kraichgauer Triathlon-Wochenende ab

Mit den 2.141 Finishern über die Mitteldistanz ging das lange Triathlon-Wochenende im Kraichgau noch nicht zu Ende. Neben vielen Staffeln, die sich die 113 Kilometer aufteilten, fiel ab 14 Uhr am Hardtsee auch über die Olympische Distanz der Startschuss. 1,5 Kilometer Schwimmen, 41,5 Kilometer Radfahren mit rund 400 Höhenmetern und zehn abschließende Laufkilometer – ebenfalls in Bad Schönborn - waren es hier für alle Starter.

Trotz des heißen Wetters sorgten viele tausend Zuschauer am Hardtsee, an vielen Hotspots entlang der Radstrecke und auf dem sieben Kilometer langen Laufkurs für eine ausgelassene Stimmung und viel Motivation. Nicht umsonst gewann der Ironman 70.3 Kraichgau 2018 den „triathlon-Award“ für die beste deutsche Mitteldistanz.
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Autor: Patrick Brucker 02.06.2019

Hier finden Sie weitere Informationen zum Ironman 70.3 Kraichgau 2019.

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