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Israman 2018 Triathlon der Extreme in der Negev-Wüste

In Eilat starteten beim Israman 2018 viele Triathleten in ihre Saison. Auf der vollen Distanz gewannen der Deutsche Till Schramm sowie Antonina Reznikov aus Israel.

Israman Eilat 2018 +
Foto: Ela Wildner

Strahlende Finisher des Israman Eilat 2018.

An der südlichsten Spitze Israels ging am Freitag, dem 26.01.2018, ein Triathlon-Spektakel über die Bühne, das seine Starter mit heftigem Wind beim Radfahren und der anspruchsvollen Laufstrecke ordentlich forderte. So galt es allein auf den ersten 16 km der Radstrecke rund 900 Höhenmeter zu meistern. Der T2 für den Wechsel vom Rad in die Laufschuhe befand sich direkt in der Negev-Wüste. Ab hier ging es dann erst einmal 10 Kilometer nur bergab auf dem Weg in Richtung Ziellinie an der Uferpromenade von Eilat. Doch was auf den ersten Blick verlockend klingen mag, verleitete leicht dazu, zu schnell anzugehen und strapaziert die Läuferbeine noch einmal besonders.

Eine Bildergalerie mit Fotos vom Israman Eilat 2018 finden Sie ober- und unterhalb des Artikels.

Den Israman in Eilat nutzen viele der über 1.000 Starter als frühen Einstieg in die Wettkampfsaison, entweder über die volle oder die halbe Ironman-Distanz. Für die Volldistanz standen 3,8 km im Schwimmen im Roten Meer auf dem Menü, danach 90 Radkilometer und dann der abschließende Marathon. Vor allem auf der Radstrecke ist der Israman für starken Wind bekannt – so auch in diesem Jahr. Bis zu 20 km/h schnell fegte es den Teilnehmer auf der Route direkt an der Grenze zu Ägypten um die Ohren. Das bekam auch Robert Karas zu spüren. Der Pole ging über die Langdistanz an den Start und als Führender aus dem Wasser. Auf dem Rad ließ er die beiden Erstplatzierten des Vorjahres, Dan Alterman und Dan Kony Ovchinikov, zunächst mit großem Abstand hinter sich. Doch dann passierte es: Karas stürzte durch eine Windböe und musste das Rennen aufgeben.

Till Schramm aus Deutschland siegt beim Israman Eilat 2018

Als Sieger auf der Langdistanz kam letztlich Till Schramm aus Deutschland ins Ziel. Er absolvierte den Wettkampf in 9:39:20 Stunden und verwies damit den Tschechen David Jilek (9:59:22 h) deutlich auf Rang zwei sowie den Briten Hywel Davies auf Rang drei (10:02:04 h). Dan Alterman rannte den Marathon zwar noch in beachtlichen 2:56:21 Stunden und somit als einziger Athlet unter drei Stunden, insgesamt reichte es aber nur für den fünften Rang. Bei den Damen konnte sich Antonina Reznikov aus Israel klar durchsetzen. Ihre Zeit: 10:50:34 Stunden. Somit musste Reznikov im Ziel weit über 20 Minuten auf die Zweiplatzierte Simona Krivankova aus Tschechien warten (11:13:28 h). Dritte wurde Carmen Macheriotou mit einer Zeit von 11:19:03 h.
Triathlon-Saisonstart südlich der Negev-Wüste +
Foto: Ela Wildner

Auf der Halbdistanz rannte Irena Mazin aus Israel hinter zwei Britinnen auf Rang drei.

Israman 2018: Van Looy gewinnt auf der halben Distanz

Die Halbdistanz umfasste 1,9 km Schwimmen, 90 km auf dem Rad sowie einen Halbmarathon. Hier hatte ein Belgier die Nase vorn. Diego Van Looy erreichte nach 4:41:46 h das Ziel und war damit der Schnellste. Einige Minuten später folgte Diederik Scheltinga (4:27:27 h), der in den Vorjahren bereits die Plätze vier und drei belegt hatte. Rang drei ging an den Israeli Roee Zo-Arets, der nach 4:50:37 h strahlend ins Ziel einlief. Unter die Top 10 mischte sich auch ein Starter aus Deutschland. Johannes Egelseer erreichte in 5:04:25 h den siebten Platz.

Israman Eilat 2018: Wetter-Chaos am Vortag

Am Vortag des Israman 2018 hatte es kräftige Regenschauer gegeben – untypisch für den Ort im Süden Israels. Die Küstenstadt am Roten Meer ist umgeben von Wüstenlandschaft und mit Regen ist hier auch im Winter nur äußerst selten zu rechnen. Daher gibt es für die Straßen kein Ablaufsystem, sodass die Straßen zentimeterhoch unter Wasser standen. Der Rad-Check-in konnte daher nicht wie geplant am Nachmittag des 25. Januar stattfinden, sondern wurde ab 4:30 Uhr morgens am Veranstaltungstag durchgeführt. Ab 6:20 Uhr waren die Triathleten dann zur Schwimmrunde im nahezu wellenlosen Roten Meer gestartet. Das Wetter am Wettkampftag zeigt sich den Athleten glücklicherweise recht freundlich gesonnen. Der bereits erwähnte Wind war zwar vorhanden, weiterer Regen blieb jedoch aus, dazu Temperaturen im zweistelligen Bereich und auch die Sonne zeigte sich zwischen den Wolken. So kämpften sich die Triathleten durch den Wettkampf – noch bis weit in den Abend liefen Teilnehmer des Israman 2018 umjubelt ins Ziel ein.

Israman Eilat 2018: Ergebnisse

Halbdistanz Frauen
1. Alice Hector (GBR) 5:03:58 h
2. Tara Grosvenor (GBR) 5:30:17 h
3. Irena Mazin (ISR) 5:53:59 h

Halbdistanz Männer
1. Diego Van Looy (BEL) 4:41:46 h
2. Diederik Scheltinga (NED) 4:47:27 h
3. Roee Zo-Arets (ISR) 4:50:37 h
...
7. Johannes Egelseer (GER) 5:04:25 h

Volldistanz Frauen
1. Antonina Reznikov (ISR) 10:50:34 h
2. Simona Krivankova (CZE) 11:13:28 h
3. Carmen Macheriotou 11:19:03 h

Volldistanz: Männer
1. Till Schramm (GER) 9:39:20 h
2. David Jilek (CZE) 9:59:22 h
3. Hywel Davies (GBR) 10:02:04 h
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Autor: Ela Wildner 27.01.2018
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