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Knochenverletzung bei Läufern Haarriss

Die winzigen Risse im Knochen sind die leichteste Form des Knochenbruchs. Bei Läufern entstehen sie durch dauerhafte Überlastung.

Was ist ein Haarriss?

Ein Haarriss ist ein (mikroskopisch) kleiner Riss in der Knochenstruktur. Das bedeutet, dass der Knochen nicht komplett unterbrochen ist. Mehrere Haarrisse können trotzdem die gesamte Stabilität des betreffenden Knochens schwächen. Fissura ossium, so genannter Haarriss des Knochens (die leichteste Form des Knochenbruchs) ist die medizinische Bezeichnung.

Wie entstehen Haarrisse?

Haarrisse im Knochen entstehen durch dauerhafte Überlastung und können Vorläufer eines Ermüdungsbruchs sein. Eine mangelnde Stabilität der Muskulatur im Bereich des betroffenen Knochens kann die Entstehung von Haarrissen begünstigen. Bei Läufern kommen Haarrisse häufig am Unterschenkel und Mittelfuß vor.

Wie wird ein Haarriss behandelt?

Wird ein Haarriss im Röntgenbild oder in der Magnetresonanztherapie (MRT) diagnostiziert, reicht meist eine vorübergehende Entlastung des betroffenen Knochens aus. Im schmerzfreien Bereich sollte parallel mit Stabilisationsübungen der umliegenden Muskulatur begonnen werden. Das ist beispielsweise mit isometrischen Spannungsübungen möglich. Das bedeutet, dass eine Muskelgruppe gezielt angespannt wird, jedoch ohne eine Bewegung durchzuführen. So wird die Muskulatur gekräftigt ohne eine starke Biegebeanspruchung des verletzten Knochens hervorzurufen. Nach spätestens sechs bis 12 Wochen ist der Knochen wieder belastbar und Sie können das Lauftraining wiederaufnehmen.

Welche Übungen helfen bei einem Haarriss im Unterschenkel?

Über die erlaubte Belastung nach Haarriss entscheidet grundsätzlich der behandelnde Arzt. Ist der Unterschenkel übungsstabil oder sind mindestens 50% Teilbelastung zugelassen, können Sie beispielsweise mit dem Beinstrecker oder der isolierten Kniestreckung Ihre vordere Oberschenkelmuskulatur trainieren, im Vierfüßlerstand den Rumpf oder mit der Brücke auf dem Ball die hintere Oberschenkelmuskulatur kräftigen. Sobald Sie das Bein wieder voll belasten dürfen, sollten Sie über die Sprunggelenke die gesamte Beinmuskulatur stabilisieren. Beginnen Sie mit Übungen wie dem Gewölbebauer oder dem Fersenheber und steigern Sie sich über die Standwaage zu Ausfallschritten mit Gewichten und Kniebeugen. Ihr behandelnder Physiotherapeut kann Ihnen diese und weitere Übungen zeigen.

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Dagegen schützt: ausreichend Bewegung und eine Portion Vorsicht.