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New York City Wie aus einem Marathon ein Song wurde

Bernhard Fritz Leibelt verarbeitete seine Eindrücke vom New York-Marathon zu einem Marathon-Blues.

New York Marathon Blues +
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Bernhard fritz Leibelt singt den Marathon-Blues.

Bernhard Fritz Leibelts Lauferlebnisse prägen sein Leben seit vielen Jahren. Mittlerweile ist er im 60. Lebensjahr und blickt auf eine lange Laufkarriere zurück. Seine Leidenschaft zum Laufen entdeckte er bereits Anfang der 90er Jahre. 2000 lief er seinen ersten Marathon.

Besonders wichtig sind ihm die Erinnerungen, die er mit seinen Läufen verbindet. Als er 2007 den New York-Marathon lief, war dieser für ihn so überwältigend, dass er diese Erfahrung unbedingt festhalten wollte. „Ich hatte den Wunsch meine Empfindungen zu diesem besonderen Marathon auszudrücken. Herausgekommen ist dabei ein Song: Der New York City-Marathon-Blues“, sagt Leibelt. Die Musik und das Laufen gehören zu seinen Hobbys: „Das Wohlbefinden und die Zufriedenheit steigen - die kleinen Ärgernisse des Alltags relativieren sich." Doch bis hin zu seinem Lauf durch die Metropole, mussten noch einige Jahre vergehen. Um sich die Erinnerungen an seine Läufe zu wahren, sammelt er seine Laufimpressionen sorgfältig in einer Pappschachtel. Immer mal wieder wirft er einen Blick auf seine Laufurkunden und Rückennummern: 17 Halb- und 3 Marathonläufe, die über zehn Jahre zurückliegen. „Zwei Marathonläufe habe ich in Welzheim, im Schwäbischen Wald bestritten. Falls Sie nicht wissen wo Welzheim liegt, grämen Sie sich nicht, niemand weiß das so ganz genau. Man könnte auch sagen, es ist einfacher nach Tanger in Marokko zu reisen als nach Welzheim“, schmunzelt Leibelt.

Für ihn hatten die Läufe in kleinen, unbekannten Gegenden einfach mehr Charme als Großstadtläufe. Während seine Laufkameraden bei Trainingsläufen von Berlin, Hamburg oder gar Paris und Madrid schwärmten, suchte er sein Glück in Welzheim. Auch mit dem Versuch seinen Laufpartnern die Vorteile kleiner, naturnaher Laufveranstaltungen nahe zu bringen, scheiterte er kläglich. "Etwa das äußerst günstige Verhältnis von Läufern zu Toiletten oder das Naturerlebnis während des Laufs, inklusive Naturbeobachtungen, überzeugte meine Freunde nicht wirklich“, berichtet Leibelt.

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Bernhard Fritz Leibelt beim New York Marathon.

Vor etwa drei Jahren wurde sein Wunsch immer größer, sein Laufhobby und seine Freude am Ausdauersport abwechslungsreicher zu gestalten und mit einem Schuss Abenteuerlust zu kombinieren. Im Sommer 2006 fuhr er mit dem Fahrrad von Stuttgart nach Flensburg – 11 Tage, durchschnittlich 100 Kilometer am Tag. Im Sommer 2007 wiederholte er diese Tour noch ausgedehnter: von der südlichsten Siedlung (Einödsbach bei Obersdorf) bis zur nördlichsten Ecke Deutschlands (List auf Sylt). Diesmal war er ganze zwei Wochen unterwegs, behielt aber seinen täglichen Schnitt von 100 km bei. Die sportliche Note kam also nicht zu kurz. Trotz des noch schlechteren Wetters, als das Jahr zuvor, war es für ihn ein einmaliges und vor allem abenteuerliches Erlebnis. Doch das Jahr war ja noch lange nicht vorbei, es sollte ein weiteres Highlight geben.

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Songwriter Bernhard Fritz Leibelt.

Bernhard Fritz Leibelt hatte sich das Ziel gesteckt, den New York-Marathon zu laufen. Ein völlig anderes Gefühl als all die kleinen naturnahen Marathons, die ihn bisher so sehr gereizt hatten. „Der schönste, eindrucksvollste Lauf, den ich bisher erlebt habe – einfach einzigartig, ein Traum – ich war völlig überwältigt, schwärmt er.“ Zurückgekommen ist er mit einem Song im Gepäck, dem New York City-Marathon Blues.

Die Idee einen Song zu schreiben hatte er in Brooklyn, während des Laufs, als er lange Zeit hinter einem älteren, kleinen, etwas dicklichem Mann herlief. "Dem schien das Laufen alles andere als leicht zu fallen, trotzdem kämpfte er tapfer gegen die Erschöpfung an. Der typische Anti-Held." Auf seinem T-Shirt stand in Großbuchstaben „Go train go“. Ein Satz, den Leibelt lange nicht vergessen konnte. Schließlich wurde er zu dem Refrain seines Songs, dem New York City-Marathon-Blues. Eine tolle Hommage an das unvergessliche Erlebnis in New York. Zu hören ist der Song hier.

Text: Claudia von der Heide
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29.10.2009
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