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Vollausstattung am Handgelenk TomTom Runner 3 im Praxistest

Neben GPS-Uhr, Pulsmesser, MP3-Player und Fitnesstracker wartet die neue TomTom Runner 3 Cardio + Music Läufer und Multisportler jetzt mit einer Routenfunktion auf.

TomTom Runner 3 Route +
Foto: Hersteller

Die Darstellung der Route auf dem Display.

Routenfunktion als neues Highlight

Optisch unterscheidet sich die neue TomTom Runner 3 nicht von ihren Vorgängern. Nur das zweifarbige Armband kennzeichnet das neue Modell als solches. Am Aussehen seiner Uhr kann der TomTom-Nutzer also nicht erkennen, welches Modell er genau besitzt (und was seine Uhr eigentlich genau kann).

Eine der Neuerungen bei der TomTom Runner 3 ist die Routenfunktion. Am Anfang bedarf es etwas Zeit und Muße, sich mit dem ganzen System vertraut zu machen. Die Bedienungsanleitung via Video auf der TomTom-Website und den mitgelieferten Bilderklärungen sind nicht sonderlich hilfreich. Vorteil der schrittweisen Selbstaneignung sind immer wiederkehrende Aha-Erlebnisse.

Routenfunktion mit Wurmnavigation

Alleine über die App lassen sich leider keine Routen auf die TomTom Runner 3 laden. Aber über die MySport-Website funktioniert dies einwandfrei. Zunächst herrscht etwas Irritation, denn bei einem Maßstab von 1:500.000 auf der Anzeige, kann niemand die Weggabelungen erkennen. Ein weiterer Tastendruck nach rechts und die Route wird auf einem deutlich lesbareren Maßstab von 1:1.000 angezeigt. Der erste Maßstab ist immer abhängig von der Routendistanz insgesamt. Bei 30 Kilometer liegt er bei 1:500.000, bei 5 Kilometern im Maßstab 1:100.000.

Der Läufer selbst ist als Punkt dargestellt, die Route durch die typische Wurmnavigation. Man versucht quasi beim Laufen immer auf dem Strich zu bleiben. Das neue Highlight erweist sich als sehr brauchbar und leicht in der Handhabung. Da die gelaufene Strecke als GPS-Spur zusätzlich aufgezeichnet wird, ist das Finden des Ausgangspunktes garantiert. Die Angst sich beim Ausprobieren neuer Strecken zu verlaufen, ist mit dieser Uhr überflüssig. Auch ohne vorab geladene Routen kann die zurück gelegte Strecke auf dem Display verfolgt werden. Diese Anzeige zu finden, hat allerdings zwei Wochen und zwei eifrige Forscher bedurft. Die Menüführung ist intuitive zu bedienen. Dennoch begeistert die Routenfunktion. Die TomTom Runner 3 ermöglicht es das Training ganz einfach zu variieren, zu tracken und zu genießen.

Gute GPS-Messung

Die GPS-Messung der TomTom Runner 3 funktionierte in unseren Tests einwandfrei. Die Suche nach den Satelliten erfolgt relativ zügig. Beim mit der Runner 3 gelaufenen Frankfurt-Marathon zeigte die Distanz-Anzeige am Ende 43,12 Kilometer, was einer Abweichung von gerade einmal 2 Prozent entspricht.

Nicht vollständig durchdacht ist die Rundenfunktion. Wählbar sind manuelle Runden, Runden nach Zeit und Runden nach Distanz. Bei allen drei Einstellungen wird nach dem hervorragend funktionierenden Stoppen per Handdruck auf die Uhr die Durchschnittspace des letzten GPS-gemessenen Kilometers angezeigt. Wünscht man die Zeit des letzten selbst abgedrückten Kilometers bei einem Rennen oder des 800-m-Intervalls auf der Bahn, bleibt man leider unwissend. Bei einem Marathon wäre diese Funktion mitunter die wichtigste für die Einhaltung einer Marschtabelle.

Bei voller Auslastung leider nur ein kurzer Genuss

Neben der Routenfunktion verfügt die TomTom Runner 3 optional über eine Musikerweiterung. Sie bietet 3 GB Speicherplatz für Songs und Playlists und lässt sich über Bluetooth mit einem kabellosen Kopfhörer verbinden. Der optional erhältliche Kopfhörer zur TomTom Runner 3 lässt sich sehr angenehm tragen – solange man mehr oder minder gemütlich vor sich her trottet und den Kopf nicht all zu sehr bewegt. Auf Trails oder bei Übungen wie dem Lauf-ABC fällt der Kopfhörer ab und zu runter. Hier wäre ein fester sitzender Bügel über dem Ohr besser.

Sind stark akkubelastende Funktionen wie die Pulsmessung, das Musikabspielen und die Routenfunktion gleichzeitig an, hält der Akku nicht sonderlich lange. Schade, denn gerade bei langen Läufen will man ja auf keine dieser Funktionen verzichten: Die Routenfunktion ist interessant, um neue Strecken zu erkunden und dabei eine festgelegte Distanz zurückzulegen, ohne am Ende noch nervige Schleifen um den Block zu drehen. Musik als Motivator und Ablenkung lässt die Ermüdungserscheinungen gerade auf dem letzten Drittel des langen Dauerlaufes erträglicher erscheinen. Der Puls als Trainingssteuerungsmodul ist auch unverzichtbar. Nutzt man für den Long Jog daher alle diese Funktionen der TomTom Runner 3, schwächelt nach zirka drei Stunden der Akku merklich. Wenn dann als erstes die Musik abgestellt wird, wird es Zeit nach Hause zu kommen.

Insofern punktet die neue TomTom Runner 3 in Bezug auf einen leistungsstarken und langlebigen Akku nicht. Die vom Hersteller angepriesene maximale Akkulaufzeit von zehn Stunden wird in der Praxis mehr als halbiert.

TomTom-Runner-3_Spark-3_Schwarz.jpg +
Foto: Hersteller

Auch die dezent schwarze Variante gibt es bei dem neuen Modell.

Überforderung durch zuviele Möglichkeiten

Bedienung der Musik, Nachlaufen der Wurmnavigation und Beobachtung von Pace, Puls und zurückgelegter Kilometeranzahl – will man alles gleichzeitig im Blick behalten und bedienen, ist man schlicht überfordert. Laufen findet dann, wenn überhaupt noch als schnelles Walking statt. Ich muss mich zur eigenen Entlastung entscheiden, was ich gerade angezeigt haben möchte. Ab und zu durch das ganze Menü zu blättern, ist möglich, aber zeitgleiches Kontrollieren verschiedener Parameter und Nutzung der Musik- sowie der Routenfunktion nicht praktikabel.

Die grundlegenden Trainingsfunktionen – über die auch schon die TomTom Runner 2 verfügt – haben wir unter folgendem Link ausführlich getestet und dargestellt:

TomTom Runner 2 im Praxistest von RUNNER’S WORLD

Als zusätzliche Gimmicks sind die Features wie 24/7-Aktivity-Tracker, austauschbare Armbänder und automatischer Schlafaufzeichner nach wie vor vorhanden.

Fazit: Einfache Bedienung, schlankes Design, neue Routenfunktion

Wer schon von anderen TomTom-Uhren überzeugt war, generell eine einfache Bedienung schätzt und ein schlankes Design bei einem schlanken Preis favorisiert, wird auch von der TomTom Runner 3 begeistert sein. Die Routenfunktion ist gerade für Neuzugezogene, Abenteuerer oder Menschen, die sich gerne verlaufen, eine wirkliche Bereicherung.

Varianten der TomTom Runner 3

  • TomTom Runner 3 GPS-Uhr – 129 Euro
  • TomTom Runner 3 Music + Kopfhörer – 179 Euro
  • TomTom Runner 3 Cardio – 199 Euro
  • TomTom Runner 3 Cardio + Music GPS Uhr – 249 Euro

Die Armbänder aller Varianten und Farben sind in zwei Größen erhältich. Die kleinere Version passt perfekt um schmale Frauenhandgelenke.
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Autor: Kirsten Althoff 25.10.2016
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