Das Läufer-Latinum
Sie verstehen meist nur Bahnhof, wenn sich Ihre erfahrenen Laufkollegen unterhalten. Nur nicht entmutigen lassen: Wir geben Ihnen einen kleinen Einblick in das Läufer-Latein.
Diese Läuferin kennt inzwischen alle wichtigen Begriffe und strahlt darüber, dass sie mitreden kann.
„Bloß nicht im Vier-Minuten-Tempo“
Echte Läufer definieren ihre Geschwindigkeit nie in Kilometer pro Stunde (km/h), sondern in Minuten pro Kilometer (Min./km). Ein „Vier-Minuten-Tempo“ ist also eines, bei dem man 4:00 Minuten für einen Kilometer braucht (= 15 km/h). Manchmal wird diese Begrifflichkeit noch verkürzt zu „Vierer-Tempo“ (= 4:00 Min./km) oder „Vierdreißiger-Tempo“ (= 4:30 Min./km).
„Zieh die Spikes an“
„Spike“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „Stift“, „Spitze“ oder „Stachel“. Als „Spikes“ bezeichnet man unter Läufern die leichten Rennschuhe mit Dornen, die beim Laufen einen besseren Abdruck gewähren. Ursprünglich wurden diese Dornenschuhe nur für die kurzen Laufdistanzen in der Stadion-Leichtathletik genutzt. Da sie aus Gewichtsgründen kaum gedämpft sind und keinerlei Stabilität bieten, machen sie nur für Läufer Sinn, die keine Fußprobleme haben – und das sind die allerwenigsten. Seit einigen Jahren gibt es auch Schuhe mit Dornenbesatz für das Laufen auf Eis und Schnee (zum Beispiel von Icebug). Diese sind aber nur bei geschlossener Eis- und Schneedecke sinnvoll, denn auf Asphalt nutzen sich die Stifte schnell ab.
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