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Neue Behandlungsmethoden der Sportmedizin Knochenstimulation

Die Ultraschall-Knochenstimulation wird angewendet, sobald ein Knochen nach vier bis sechs Monaten herkömmlicher Behandlung noch nicht verheilt ist.

Wissenschaftler sind ständig bemüht, neue, wirkungsvollere Therapien zu entwickeln, um Athleten mit chronischen Schmerzen und Beschwerden zu helfen, ohne zur Operation schreiten zu müssen. „Immer mehr Verletzungen, die früher eine Operation und eine längere Trainingsunterbrechung erforderlich machten, können wir heute minimal-invasiv behandeln“, sagt Joseph C. McGinley, Facharzt für Sport und Röntgenologie in Casper, Wyoming (USA). Das Behandlungsverfahren der Knochenstimulation ist jedoch recht langwierig, weshalb viele Topathleten eine OP bevorzugen. Wir stellen die Therapie vor:

Was ist das?

Die Knochenstimulation kommt meist dann zum Einsatz, wenn ein Fuß- oder Schienbeinknochen nach vier bis sechs Monaten mit einer herkömmlichen Behandlung noch nicht verheilt ist. Bei einem Bruch des fünften Mittelfußknochens sowie bei Ermüdungsbrüchen wird sie manchmal auch als Erstbehandlung eingesetzt, weil diese Knochen ohne Stimulation oder Operation nur sehr schwer heilen. „Falls Sie eine Knochenstimulation brauchen, heißt das eventuell auch, dass Sie eine Zeitlang eine Manschette oder Krücken benutzen müssen“, erklärt Pribut.

Wie wirksam ist es?

Die Wirksamkeit der Methode ist hinlänglich dokumentiert, und auch Pributs Erfahrungen in seiner Klinik bestätigen die positiven Ergebnisse. „Ultraschall- Knochenstimulation kann den Heilungsprozess bei herkömmlichen Stressfrakturen zwar nicht beschleunigen, aber in den Fällen, wo traditionelle Therapien fehlschlagen, oder bei einem Bruch des fünften Mittelfußknochens hilft sie eindeutig.“ Rich Kenah, ehemaliger Olympiateilnehmer über 800 Meter, wurde bei einer Kahnbein-Stressfraktur im Fuß mit einer Knochenstimulation behandelt. „Der Bruch ist verheilt, ich habe die Qualifikation für Olympia geschafft und laufe bis heute ohne Schmerzen“, so Kenah.

Tut es weh?

Es kann zu einer Wärmeentwicklung kommen, aber die meisten Patienten spüren überhaupt nichts.

Wer bietet es an?

In den letzten zehn Jahren hat sich die Knochenstimulation weit verbreitet. „Die meisten Sportärzte kennen das Verfahren inzwischen und haben auch Zugang dazu“, berichtet Pribut.

Wie läuft es ab?

Pribut rät betroffenen Läufern, den Stimulator drei bis vier Monate lang täglich 20 Minuten einzusetzen. Da die Behandlung so langwierig ist, bevorzugen viele Topathleten eine Operation.

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