Fröhliche Joggerin mit Kopfhörern Getty Images/EyeEm

Kopfhörer für Läufer im Test

Kopfhörer zum Joggen Sport-Kopfhörer für Läufer im Test

Sie laufen gern mit Podcasts oder Musik und suchen einen guten Kopfhörer? Wir haben die 15 besten Modelle getestet. Mit Kaufberatung.

Sport stellt besondere Anforderungen an einen Kopfhörer: Auch bei schnellen Bewegungen und trotz der ständigen Erschütterung durch jeden Laufschritt muss er sicher sitzen und darf nicht störend drücken. Im Gegensatz zu Modellen für Alltag oder Homeoffice zeichnen sich Sportkopfhörer außerdem durch Unempfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit aus. Aber das Angebot ist überwältigend groß. Welcher Kopfhörer ist der beste? Wer noch gar keine Idee hat, worauf es ankommt, dem helfen die folgenden drei Fragen, die sich jeder vor dem Kopfhörer-Kauf stellen sollte. Eine ausführliche Kaufberatung finden Sie am Ende dieses Artikels.

Drei wichtige Fragen vor dem Kopfhörer-Kauf

Das Angebot an Kopfhörern für Sportler ist überwältigend. Das richtige Modell für sich finden Sie, indem Sie vor dem Kauf Ihre Bedürfnisse analysieren. Diese Fragen helfen Ihnen dabei:

1. Welches Abspielgerät nutzen Sie?

Welcher Kopfhörer für Sie in Frage kommt, hängt zuerst davon ab, mit welchem Gerät Sie die Kopfhörer beim Laufen verbinden wollen. Wenn Sie mit Ihrem Smartphone laufen, haben Sie die freie Auswahl. Per Bluetooth mit dem Handy verbundene Wireless-Modelle sind aufgrund ihrer großen Bewegungsfreiheit mittlerweile fast Standard.

Wer hingegen auf das schwere, unhandliche Smartphone beim Laufen verzichten will und beispielsweise einen MP3-Player ohne Bluetooth nutzt, muss auf kabelgebundene Kopfhörer zurückgreifen.

Falls Sie eine Sportuhr bzw. GPS-Uhr mit integriertem Musikspeicher besitzen (etwa von Garmin), können Sie diese mit einem Bluetooth-Kopfhörer verbinden und benötigen dann gar kein zusätzliches Abspielgerät. Noch leichter geht es nur mit Kopfhörern mit integriertem MP3-Player (Beispiel: JBL Endurance Dive).

2. Welche Bauweise passt zu Ihnen?

Neben der unterschiedlichen Übertragungsweise (per Bluetooth oder kabelgebunden) unterscheiden sich auch die Bauweisen der Kopfhörer. Grob lassen sie sich in vier Gruppen einteilen:

Sportkopfhörer-Typen im Überblick

Typ Vorteile Nachteile
Kabelgebundene In-Ears + Kein Akkuladen + Preiswert - Kabel kann stören
- Sound ist störanfällig
Wireless (mit Verbindungskabel im Nacken) + Längere Akkulaufzeit + Preiswerter als True-Wireless-Modele - Verbindungskabel kann beim Laufen wippen
True Wireless + Größtmögliche Bewegungsfreiheit - Meist hoher Preis - Kürzere Akkulaufzeit
Bügelkopfhörer (On-Ears) + Gute Soundqualität - Empfindlich für Feuchtigkeit
- Hohes Gewicht

Daneben gibt es weitere Abwandlungen, wie In-Ear-Kopfhörer mit einem Ohrbügel, der über die Ohrmuschel geklemmt wird. Recht neu auf dem Markt sind auch Knochenschall-Kopfhörer (z.B. von Shokz), die den Schall nicht über das Ohr, sondern über den Wangenknochen übertragen.

3. Welche zusätzlichen Bedürfnisse haben Sie?

Viele Kopfhörer haben Zusatzfunktionen, die eine echte Bereicherung sein können – wenn man sie denn braucht. Es lohnt sich deshalb, vor dem Kauf zu überlegen, welche Features einen Mehrwert für Sie bieten.

  • Schutz gegen Schweiß und Regen: Grundsätzlich sollten alle hochwertigen Kopfhörer so wasserfest sein, dass keine Feuchtigkeit ins Gehäuse dringen kann. Die sogenannte Schutzklasse wird mit dem Kürzel IPX angegeben (1=wenig wasserdicht, 8=sehr wasserdicht), die entsprechende Angabe finden Sie jeweils am Ende unseres Testberichts für jeden Kopfhörer. Kopfhörer mit einer hohen Schutzklasse können sogar zum Schwimmen genutzt werden – eine sinnvolle Anschaffung für Triathleten.
  • Noise Cancelling: Das Herausfiltern von Umgebungsgeräuschen ist beim Reisen in der Bahn ein angenehme Zusatzfunktion, beim Laufen im Straßenverkehr kann es hingegen ein Sicherheitsrisiko darstellen. Sie wollen trotzdem ungestört Ihre Musik genießen? Achten Sie darauf, dass das Noise Cancelling manuell ein- und ausstellbar ist, und zwar auch während des Laufens. Bei manchen Modellen gibt es auch spezielle Software-Lösungen, die manche Geräusche ausblenden, andere aber durchlassen. Darauf gehen wir – soweit vorhanden – bei jedem Hörer im Text ausführlich ein.
  • Individualisierbarer Klang: Bei allen funktionalen Eigenschaften sollte auch der Sound nicht vernachlässigt werden. Das Klangbild sollte bei jeder Lautstärke ausgewogen und naturgetreu sein. Einige Hersteller bieten eine eigene App mit einem sogenannten Equalizer an, mit dem Sie den Sound Ihres Kopfhörers nach Ihren Wünschen personalisieren können.

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Jabra Elite 7 Active

Nah an der Perfektion: Hervorragend konstruiertes und verarbeitetes TrueWireless-Modell mit hohem Tragekomfort, tollem Klang und langer Akkulaufzeit.

Jabra Elite 7 Active
Hersteller

Hier bestellen: Jabra Elite 7 Active

Das neue Top-Modell Elite 7 von Jabra für das Modelljahr 2022 gibt es in zwei Versionen: als „Pro“ fürs Homeoffice mit vielen Telefonaten und als „Active“ für den Sport. Letzteres haben wir getestet. Den 75t (s. unten) gibt es vorerst weiterhin, er wird aber vermutlich bald zum Auslaufmodell.

Tragekomfort: Wie schon beim Vorgänger Elite Active 75t preist der Hersteller bei diesem Modell ausführlich die gute Passform an – zu Recht: Man merkt den Winzlingen an, dass an ihrer Form intensiv getüftelt und gefeilt wurde. Sie sitzen richtig gut und fest im Ohr. Erreicht wird das unter anderem durch eine Beschichtung mit einem speziellen Silikon-Kautschuk-Verbundmaterial (Jabra nennt es „ShakeGrip“). An der Außenseite der Hörer, in der Nähe des Druckknopfs zur Steuerung, sorgt dieses für einen angenehm seidigen Touch. In Richtung der Ohrstöpsel ist die Oberfläche dagegen besonders griffig.

Zusammen mit Silikon-Ohrpassstücken in drei verschiedenen Größen und der perfekt sich ins Ohr schmiegenden Form sorgt das für einen außergewöhnlich guten Sitz im Ohr. Unsere Testerin war begeistert: „der beste Sitz, den ich je bei einem Wireless-Kopfhörer hatte“. Ihr sind die Elite 7 tatsächlich nie aus dem Ohr gefallen, und das, obwohl sie nicht so fest sitzen, dass es drückt. Laut Jabra sind die sehr kompakten und leichten Stöpsel nochmals 16 Prozent kleiner als die bisher kleinsten Kopfhörer der Marke. Vorteil: Man spürt sie kaum und kann sie beim Tragen tatsächlich völlig vergessen. Trotz des geringen Gewichts (5,5 Gramm pro Stöpsel) wirken sie aber sehr hochwertig und robust.

Bedienung: Wie schon beim Vorgänger 75t ist die Bedienung sehr einfach. Durch Antippen der außen abgeflachten Earbuds lassen sich auch während des Laufens Musikwiedergabe (Start, Stopp, weiter, lauter, leiser) und Geräuschunterdrückung bequem bedienen. Ähnlich schnell und leicht lassen sich auch Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant aktivieren.

Durch einfaches Antippen des rechten Hörers kann man von Aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) auf einen Umgebungsmodus („HearThrough“) umschalten, der Außengeräusche durchlässt. Wie viel Lärm von außen ans Ohr dringen soll, lässt sich in der zugehörigen App in fünf Stufen einstellen. Damit ist der Hörer auch für das Laufen im Straßenverkehr bestens geeignet.

Als sehr praktisch im Büroalltag oder auch beim Fahrradfahren erweist sich die Möglichkeit, nur einen der Knöpfe allein zu nutzen („Mono-Modus“). So kann man die Musik oder den Podcast laufen lassen und dennoch sicher sein, dass man nichts um einen herum verpasst.

Ein weiteres nützliches Feature, das nur wenige Modelle auf dem Markt bieten, ist Bluetooth-Multipoint. Das bedeutet: Man kann gleichzeitig mit zwei verschiedenen Geräten verbunden sein und nahtlos zwischen Mobiltelefon und Laptop oder Tablet wechseln.

Sound: Sofern der Umgebungsmodus nicht aktiviert ist, schotten einen die gut sitzenden In-Ear-Stöpsel fast völlig von der Außenwelt ab. Entsprechend ungetrübt ist der Hörgenuss. Schon in der Grundeinstellung liefern die Elite 7 Active einen angenehm kraftvollen und dabei ausgewogenen, nuancierten Klang. Dieser lässt sich zudem über einen Equalizer in der zugehörigen App an den persönlichen Geschmack anpassen. Zudem gibt es mehrere vorwählbare Soundprofile sowie die Möglichkeit den Sound automatisch auf die persönlichen Hörgewohnheiten abzustimmen.

Akkulaufzeit: Bei Jabra wird man als Läufer mit marathontauglich langen Akkulaufzeiten verwöhnt. Auch die Elite 7 bieten wieder satte 8 Stunden ohne und 30 Stunden mit Nachladen im Ladecase. Fünf Minuten Nachladen bringen eine volle weitere Stunde Hören. Sehr komfortabel: Die Akkus verzeihen es auch, wenn man die Kopfhörer mal ein paar Tage nicht im Case lagert, sondern beispielsweise in der Jackentasche vergisst. Andere Kopfhörer entladen sich dann schnell, diese kann man entspannt weiternutzen. Zudem wird man frühzeitig akustisch gewarnt, wenn der Ladestand bedenklich niedrig ist.

Fazit: Ein nahezu perfekter Kopfhörer, der definitiv zu schade wäre, um ihn nur zum Sport zu benutzen. Dank attraktiver Optik, guter Geräuschunterdrückung und tadellosem Sitz lässt er sich auch bestens im Alltag verwenden. Keine Kritikpunkte. Tipp: Wer noch etwas Geld sparen möchte und auf Bluetooth-Multipoint und die Möglichkeit der individuellen Anpassung von ANC und HearThrough verzichten kann, dem empfehlen wir das sehr ähnliche, aber 60 Euro günstigere Schwestermodell Elite 4 Active.

Schutzklasse: IP57 (staubgeschützt und wasserdicht)
Akkulaufzeit: 8 Stunden, mit „Nachladen“ in der Ladeschale bis zu 30 Stunden
Gewicht: 5,5 Gramm je Stöpsel, Lade-Etui 44 Gramm
Farben: Schwarz, Mintgrün, Marineblau
Preis: 179,99 Euro

Apple AirPods 3

Apple AirPods 3
Hersteller

Hier bestellen: Apple AirPods 3

Die einfacheren und günstigeren In-Ear-Hörer von Apple bieten eine superbequeme, reibungslose Konfiguration, Koppelung und Bedienung vor allem für iPhone-Besitzer. In ihrer dritten Auflage sehen die AirPods jetzt ein bisschen aus wie die AirPods Pro, nur ohne Silikon-Ohrstöpsel: Statt langer, dünner Stängel mit Touch-Bedienflächen gibt es jetzt deutlich kürzere Stiele mit Drucktasten. Die Ear-Buds selbst sind etwas länglich geformt und stehen im spitzen Winkel dazu.

Tragekomfort: Das Fehlen von Silikon- oder Gummi-Aufsätzen zur Größenanpassung hat einen echten Vorteil: Es macht das Einsetzen ins Ohr supereinfach: Man legt bzw. hängt die Buds einfach in die Ohrmuschel wie einen Kleiderhaken und braucht sie nicht in den Gehörgang zu drücken oder drehen. Das funktioniert sogar bei Menschen völlig problemlos, bei denen True-Wireless-Knöpfe trotz ihrer Silikon-Ohrstopfen einfach keinen Halt finden und sofort wieder herausrutschen.

Außerdem führt diese „offene“ Bauweise dazu, dass Außengeräusche kaum vom Ohr ferngehalten werden. Bei leisen Musikpassagen oder zwischen den Stücken bekommt man fast alles mit, was um einen herum vor sich geht. Für Läufer ist das durchaus von Vorteil: Man braucht nicht erst einen bestimmten Modus zu aktivieren, um Umgebungsgeräusche durchzulassen, oder darauf zu vertrauen, dass eine Automatik gut funktioniert. Man ist nie ganz von der Umgebung abgeschottet und vergisst nicht, sich vorzusehen.

Praktisch und typisch Apple ist die automatische Pausenfunktion beim Herausnehmen und Wiedereinsetzen der Hörer. Läufer freuen sich über den gegenüber dem Vorgänger verbesserten Spritzwasserschutz und vor allem darüber, dass der auch für das angenehm kleine, leichte Lade-Etui gilt.

Bedienung: Apple macht immer wieder aufs Neue vor, wie es geht (jedenfalls, solange man sich innerhalb des Apple-Universums bewegt): keine fummelige Koppelung, keine langwierige Konfiguration, kein frustrierendes Studium unverständlicher Bedienungsanleitungen, sondern einfach reinstecken (in diesem Fall ins Ohr) und loslegen. Mit anderen Apple-Geräten koppeln sich die AirPods automatisch. Einfache Funktionen wie Play, Pause, Titel überspringen oder Telefonanrufe annehmen steuert man über drucktastenartige Flächen an den kurzen Schäften – oder per Sprachsteuerung („Hey Siri“). Schade: Die Lautstärke lässt sich darüber leider nicht verändern, sondern nur am Smartphone. Und die Belegung der Tasten lässt sich auch nicht ändern (wie beim Pro-Modell). Alles ist auf Einfachheit ausgerichtet. Ob man rechts oder links drückt, bewirkt dasselbe.

Sound: Der Klang ist sehr ausgewogen und angenehm - sowohl schön klar als auch ausreichend voll und basskräftig. Ein automatischer Equalizer („Adaptive EQ“) passt den Sound fortwährend an die Umgebung an. Wie erwähnt hört man bauartbedingt trotzdem manchmal Umgebungsgeräusche durch die Musik hindurch. Wer das pure Klangerlebnis sucht, sollte also eher das Pro-Modell oder einen auf hohe Klangqualität ausgerichteten Hörer wie den Sony WF-1000XM4 (s. unten) wählen. Wer in dieser Hinsicht aber keine extrem hohen Ansprüche stellt, wird definitiv zufrieden sein – zumal auch Anrufe gut klingen und Windgeräusche beim Laufen sich dank spezieller Akustik-Stoff-Abdeckungen über den Mikrofonen im Rahmen halten.

Akkulaufzeit: Auch die Akkulaufzeit wurde gegenüber dem Vorgänger, den AirPods 2, verbessert. Sechs Stunden halten die AirPods 3 nun mit eigenem Akku durch, mit Nachladen im Case sogar 30 statt zuvor 24 Stunden. Und wie beim Sony WF-1000XM4 genügen nur fünf Minuten im Case für 60 Minuten Laufzeit. Das Lade-Case ist Qi-tauglich, kann also auf entsprechenden Matten oder Ladegeräten (wie dem MagSafe-Ladegerät von Apple) schnurlos aufgeladen werden.

Fazit: Vor allem iPhone-Nutzer werden mit den AirPods definitiv zufrieden sein. Alles funktioniert so glatt und angenehm, wie man es sich nur wünschen kann. Mit geringem Gewicht, gutem Klang und tollem Handling machen die kleinen Ear-Buds im Alltag zwischen Couch, Homeoffice und Laufstrecke richtig Spaß.

Schutzklasse: IPX4 = spritzwassergeschützt
Akkulaufzeit: 6 Stunden, mit Nachladen in der Ladeschale bis zu 30 Stunden
Gewicht: Hörer je 4,28 Gramm, Ladeschale 38 g
Farbe: Weiß
UVP: 199,00 €

Beyerdynamic Free Byrd

Beyerdynamic Free Bird
Hersteller

Hier bestellen: Beyerdynamic Free Bird

Die ersten True-Wireless-Hörer des renommierten deutschen Audio-Herstellers sind ein Volltreffer: Sie überzeugen mit kraftvollem Klang, guter Tonqualität beim Telefonieren dank sechs integrierter Mikros und sehr langer Akkulaufzeit.

Tragekomfort: Der Hersteller liefert eine außergewöhnliche breite Auswahl an Ohraufsätzen mit: drei verschieden große Schaumstoff-Passstücke (empfohlen für den Sport) sowie fünf Silikonteile. So sollte es fast jedem Nutzer möglich sein, die richtige Größe für einen guten, festen Sitz und eine hohe passive Außengeräuschdämmung zu finden. Allerdings drücken die Stöpsel ein wenig im Ohr. Man möchte sie daher nicht unbedingt stundenlang drin behalten. Da sie auch nicht ganz klein geraten sind, sitzen sie nicht so tief und selbstverständlich im Ohr wie manche Konkurrenten. Sie stehen etwas aus den Ohren heraus, was subjektiv den eigentlich sicheren Sitz etwas beeinträchtigt. Zudem ist die Abschottung von der Außenwelt relativ stark. Man braucht also als Läufer unbedingt den Umgebungsmodus.

Bedienung: Die Bedienung erscheint noch nicht ganz ausgereift. Die Belegung der Touch-Streifen an der Oberseite ist recht eigenwillig, denn sie erfordert teils seltsame Kombinationen aus kurzem Tippen mit Noch-mal-Tippen und Halten. Zudem regierten die Hörer im Test teils weder auf Touch noch auf Eingaben in der App. Angenehm: Man muss die App (iOS und Android) nicht installieren, gewinnt damit aber Equalizer-Presets zur Klanganpassung. Zudem bietet sie eine Kurzbedienungsanleitung (praktisch für unterwegs) und die Möglichkeit zum Aktualisieren der Firmware.

Sound: Die Free Birds ünerzeugen mit einem sehr sauberen und fein auflösenden, räumlichen Klang mit einem tiefen und kraftvollen, aber nicht überbetonter Bass. Drei Mikrofone je Seite sorgen für einen guten Klang und gute Verständlichkeit beim Telefonieren. Sehr angenehm ist die Auto-Pause-Funktion, die beim beim Rausnehmen der Knöpfe automatisch die Wiedergabe stoppt. Ein echter Vorzug ist die Möglichkeit der Anpassung des Klangs ans individuelle Hörvermögen über die vom Berliner Hörtechnologie-Spezialisten Mimi entwickelte MOSAYC-Klangpersonalisierung.

Noise Cancelling: Herausragend gelungen ist beim Free Byrd die aktive Geräuschunterdrückung (ANC). Zwar wird nicht wirklich jedes Außengeräusch eliminiert, aber unter der Umschaltung zwischen ANC, ANC aus und Transparenz-Modus leidet der Klang nicht, was sonst bei vielen Modellen der Fall ist. Und der Transparenz-Modus funktioniert wirklich gut.

Akkulaufzeit: Ein echter Trumpf der Free Birds ist ihre sehr lange Akkulaufzeit: über zehn Stunden ohne Nachladen, das ist ein Spitzenwert. Zehn Minuten Nachladen reichen für weitere 70 Minuten Musikhören.

Fazit: Sehr gute Verarbeitung, aktuelle Technik, toller Klang, Top-Akkulaufzeit – nur eine etwas hakelige Bedienung trübt das ansonsten perfekte Bild ein klein wenig.

Schutzklasse: IPX4 (wasserabweisend)
Akkulaufzeit: 11 Stunden ohne und bis zu 30 Stunden mit Nachladen im Lade-Case
Gewicht: 7 Gramm pro Ohrhörer, Case 60 Gramm
Farben: Schwarz, Hellgrau
UVP: 229 Euro

LG Tone Free DFP8

LG Tone Free DFP8
Hersteller

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Smarte, leichte, unauffällige True-Wireless-Kopfhörer à la Apple mit gutem Klang und in die Ladeschale integrierter Reinigungsfunktion.

Tragekomfort: Die In-Ear-Hörer von LG sind vergleichbar mit den AirPods von Apple: Sie sind ähnlich klein und leicht, haben Touch-Flächen auf der Oberseite und legen viel Wert auf eine reibungslos flüssige Handhabung. In gewisser Weise entsprechen die DFP8 sogar eher den AirPods Pro, denn genau wie die haben sie kleine Silikon-Aufsätze in drei verschiedenen Größen, die für festen Halt im Ohr sorgen. Man ist dadurch nach dem Einsetzen deutlich stärker akustisch von der Umwelt abgeschottet als bei den „einfachen“ AirPods von Apple ohne Silikon-Passstücke. Die Knöpfe sitzen im Ohr aber angenehm und drücken nicht. Wegen ihres geringen Gewichts und des festen Halts hat man nie das Gefühl, dass sie herausfallen könnten. Ein nettes Feature ist die UV-Licht-Reinigung der Stöpsel im Lade-Case. Sauber werden sie dadurch nicht – aber laut Hersteller fast vollkommen keimfrei.

Bedienung: Das Einrichten und Koppeln mit dem Smartphone funktioniert sehr gut. Betätigungen der Touch-Flächen auf der Oberseite bestätigen die Hörer mit einem kurzen akustischen Signal. Das ist besonders bei Funktionen, für die man mehrfach tippen muss, sehr praktisch. Über eine eigene App lässt sich die Belegung der Taster ändern. Dort bekommt man auch den Ladezustand der Akkus angezeigt und kann sogar die Stöpsel suchen, wenn man sie mal nicht findet. Das Lade-Etui ist angenehm klein und leicht, passt in jede Tasche. Sehr angenehm: Ähnlich wie bei Apple merken die Knöpfe dank eingebauter Sensoren, ob sie im Ohr stecken. Sobald man sie herausnimmt, pausiert automatisch die Wiedergabe und wird fortgesetzt, wenn man sie wieder einsetzt.

Sound: Wie man den Klang empfindet, hängt bei vielen Kopfhörern davon ab, ob Noise Cancelling aktiviert ist bzw. wie dieses konfiguriert ist. Beim Tone Free DFP8 ist der Unterschied besonders groß: Mit aktivierter Geräuschunterdrückung klingen sie warm und voll, ohne hingegen wird der Sound dünn und blass. Für Läufer ist die Möglichkeit der Deaktivierung oder Umschaltung auf einen Umgebungsmodus („Hörmodus“ oder „Konversationsmodus“) allerdings zur eigenen Sicherheit notwendig, denn nur so bekommt man vom Straßenverkehr genug mit. Man sollte also stets darauf gefasst sein, zeitig den Modus zu wechseln, etwa bevor man eine Straße überquert. Immerhin: Ein kurzer Touch (plus Halten) genügt dazu. In der App kann man zudem zwischen verschiedenen Equalizer-Voreinstellungen zur Klangbeeinflussung wählen.

Akkulaufzeit: Die kleinen LG-Stöpsel bieten laut Hersteller eine erstaunlich lange Laufzeit von bis zu zehn Stunden. Selbst wenn das nicht ganz stimmt, ist es zum Laufen allemal und sogar für einen Marathon genug, zumal man mit dem kleinen, handlichen Case weitere 14 Stunden mobile Spielzeit erhält. Das Case lässt sich entweder über USB-C oder per Qi schnurlos laden. Und auch das Wiederaufladen geht fix: Schon nach 10 bis 15 Minuten im Lade-Case hat man wieder Saft für einen weiteren Lauf.

Fazit: Wer sich kleine, leichte In-Ear-Hörer mit einer super Bedienung wünscht, mit den „einfachen“ AirPods (s. oben) aber nicht klarkommt, weil sie bei ihm leicht aus dem Ohr fallen, sollte sich dieses Modell von LG anschauen.

Schutzklasse: IPX4 (Spritzwasserschutz)
Akkulaufzeit: 10 Stunden plus 14 Stunden durch „Nachladen“ im Transport-Case
Gewicht: 5,6 Gramm (je Hörer), 39 Gramm (Ladeschale)
Farben: Schwarz oder Weiß
UVP: 179 Euro

Tribit MoveBuds H1

Hersteller

Hier bestellen: Tribit MoveBuds H1

Die speziell für den Sport konstruierten Kopfhörer der jungen kalifornischen Marke Tribit überzeugen nicht nur mit einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern sind tatsächlich richtig wasserdicht. Schutzklasse IPX8, das gibt es sonst nirgends. Durch bis zu 15 Stunden Akkulaufzeit werden auch richtig lange Läufe möglich. Für besseren Klang steht die zugehörige App zur Verfügung, die einfach zu bedienen ist. Und die Kopfhörer verfügen über einen Transparenzmodus, um Außengeräusche weiterhin wahrzunehmen – und so potenzielle Gefahren rechtzeitig zu erkennen.

Bedienung: Die Erst-Inbetriebnahme ist intuitiv und problemlos. Über Bluetooth lassen sich die Kopfhörer einfach koppeln, sodass die Bedienungsanleitung kaum vonnöten ist. Die Steuerung läuft über Touchfelder auf den Außenseiten, so kann beispielsweise die Wiedergabe gestartet und gestoppt werden, ein Lied vorgesprungen oder ein Anruf beendet werden. Die Kopfhörer verfügen auch über eine Transparenz-Funktion. Und es gibt eine App, womit sich die leichten klanglichen Schwächen der MoveBuds H1 beim Hörerlebnis einfach beheben lassen.

Tragekomfort: Der Halt im Ohr ist recht stabil, das Gehäuse nicht zu klobig. Der Bügel schmiegt sich um die Ohrmuschel und ist kaum zu spüren. Beim Laufen hält alles fest, ohne zu stören, auch ohne Fixierung durch ein Schweiß- oder Stirnband. Ab und an musste eine Testerin beim Laufen allerdings “nachjustieren”, weil der Bügel ohne Spannung, ja sogar etwas locker am Ohr sitzt. Dies scheint vor allem bei Menschen mit kleineren Ohren der Fall zu sein. Wenn man aber beim Einsetzen ins Ohr die Bügel etwas nach hinten eindreht, ist das Problem behoben. Sechs Paar Ohrstöpsel werden mitgeliefert, da sollte für jeden die passende Größe dabei sein. Die Stöpsel sind antibakteriell beschichtet. Optisch sind die Kopfhörer am Ohr eher unauffällig, das Design ist schlicht.

Akkulaufzeit: Die Laufzeit beträgt laut Hersteller 14 bis 15 Stunden bei einer Hörlautstärke von 50 Prozent. Top! Wer seine Musik tendenziell etwas lauter mag (wenn auch aus gesundheitlichen Gründen davon abzuraten ist), um fehlende Höhen und Brillanz zu kompensieren, muss mit verkürzter Akkulaufzeit rechnen. Eine Testerin, die mit einer Lautstärke von etwa 70 Prozent hörte, gab an, dass sie ihre Hörer nach acht Stunden aufladen musste. Das Laden im Case dauert rund 90 Minuten. Die Ladeschale selbst ist innerhalb von zwei Stunden wieder voll aufgeladen und hält laut Hersteller bis zu 50 Stunden – man hat also insgesamt 65 Stunden Gesamtspielzeit, bevor das Case wieder aufgeladen werden muss. Der Ladezustand des Etuis wird anhand von leuchtenden Punkten angezeigt. Das Case ist handlich, aufgrund der Ohrenbügel aber etwas größer als die von In-Ear-Hörern ohne Bügel.

Sound: Die Klangqualität ist nicht so überragend wie die von anderen redaktionell empfohlenen Modellen, die aber auch fast durchweg bedeutend teurer sind. Charts, Techno, Hörbücher und Podcasts lassen sich trotzdem gut hören, man sollte nur keine Basswunder erwarten. Die Abschottung gegen Umgebungslärm (ohne Transparenzmodus) ist gut, nur sehr laute Geräusche, wie Baustellenarbeiten und Hupen, sind noch zu hören.

Fazit: Insgesamt bieten die Movebuds enorm viel fürs Geld und empfehlen sich damit für alle, die keinen dreistelligen Betrag für Kopfhörer ausgeben möchten, aber trotzdem beim Laufen Musik und Podcasts in solider Qualität hören wollen.

Schutzklasse: IPX8 (nach SGS-Zertifzierung bieten die Movebuds so aktuell den stärksten Schutz gegen starken Regen oder Schweiß auf dem Markt – theoretisch könnte man mit ihnen sogar tauchen gehen, was aber wohl an der Reichweite der Bluetooth-Verbindung scheitern würde)
Akkulaufzeit: 15 Stunden
Gewicht: je 11 Gramm
Farbe: Schwarz
UVP: 89,99 €

Technics EAH-AZ 60

Technics-EAH-AZ60

Hier bestellen: Technics EAH-AZ 60

Die In-Ear-Knöpfe von Technics konnten rundum überzeugen und waren im Vergleichstest einer der Favoriten der Redaktion.

Tragekomfort: Beim Auspacken fällt sogleich die gute Ausstattung mit sieben verschieden großen Silikonaufsätzen auf. Unter diesen sollte für jedes Ohr der passende Stöpsel zu finden sein. (Tipp: Größen für beide Ohren einzeln durchprobieren, oft sind diese leicht verschieden.) Dank einer raffinierten Formgebung mit einem tief in die Ohrmuschel verlagerten Schwerpunkt sitzen die Stöpsel fest und doch angenehm im Ohr. Die Knöpfe tragen sich ausgesprochen angenehm.

Bedienung: Musikwiedergabe, Lautstärk und Noise-Cancelling werden über die großen, kreisrunden, fein geriffelten Sensortasten an der Außenseite gesteuert. Das geht gut und intuitiv. Die Touchflächen sind recht empfindlich, was die Bedienung während des Laufens erleichtert, aber auch zu gelegentlichen Fehlbedienungen führt. Die Belegung der Touchfelder und die Stärke der Geräuschunterdrückung lassen sich in der zugehörigen App den eigenen Wünschen anpassen. Dort gibt es auch einen Equalizer sowie die Funktion „Kopfhörer finden“.

Sound: Der Klang ist neben dem Tragekomfort das zweite große Plus der Technics-Buds. Er ist frisch und dynamisch, räumlich weit und fein aufgelöst, mit einem kraftvollen, aber nicht aufdringlichen Bass. Besonders gut ist auch die Sprachqualität beim Telefonieren durch üppige acht Mikrofone (vier pro Earbud). Hintergrundgeräusche wie Verkehrslärm oder Wind werden dank einer speziellen Software („JustMyVoice“) wirkungsvoll unterdrückt.

Noise Cancelling: Auch die Geräuschunterdrückung ist beim EAH-AZ 60 sehr effektiv und durchdacht. Zusätzlich zum mittlerweile üblich gewordenen Umgebungs- bzw. Transparenzmodus (der heißt hier „Ambient“) bietet Technics eine interessante Funktion namens „Aufmerksamkeitsmodus“ („Attention“), der speziell Sprache durchlässt, Lärm aber ausblendet. Eine spezielle Technologie reduziert Windgeräusche.

Akkulaufzeit: Dies ist der einzige Bereich, in dem die Technics-Hörer kein Spitzenergebnis erzielen. Sieben Stunden Laufzeit ohne Nachladen sind zwar viel, heutzutage aber kein Bestwert mehr. Für den Laufalltag reicht’s aber locker aus.

Fazit: Perfekter, geradezu selbstverständlicher Sitz im Ohr, ein frischer und zugleich voller, satter Klang, eine sehr gute Sprachqualität beim Telefonieren und eine sehr wirksame und zudem per App einstellbare Geräuschunterdrückung – bei diesem Modell passt wirklich alles. Auch der Sound lässt sich per Equalizer in der App nach Wunsch verändern. Ein spezieller „Aufmerksamkeitsmodus“ lässt Sprache durch, blendet Lärm aber aus. Top! Das einzige, was fehlt, ist das automatische Pausieren der Wiedergabe beim Rausnehmen.

Schutzklasse: IPX4 (spritzwassergeschützt)
Akkulaufzeit: 7 Stunden, mit Nachladen im Transport-Case 24 Stunden
Gewicht: 7 Gramm je Hörer, Ladeschale 45 Gramm
Farben: Silber, Graphit-Schwarz
UVP: 229 Euro

Urbanista Athens

Hersteller

Hier bestellen: Urbanista Athens

Das Modell Athens der schwedischen Marke Urbanista ist laut Hersteller „für ein Leben in Bewegung“ konstruiert – und müsste demnach für das Laufen perfekt geeignet sein – oder nicht? Unser Test konnte das durchaus bestätigen – mit einer Einschränkung.

Tragekomfort: Die Athens-Earbuds sind klein, leicht und fallen im Ohr von außen betrachtet kaum auf. Für einen besonders sicheren Sitz sind sie mit wechselbaren halbkreisförmigen Silikonbügeln in verschiedenen Größen ausgestattet, die – ähnlich wie die „Finnen“ des Philips TAST702BK (s. unten) – den Sitz und Halt in der Ohrmuschel verbessern. Damit sitzen sie fest und sicher, aber nicht unangenehm in den Ohren. Beim Laufen bestätigt sich dieser Eindruck: „Ich hatte kein einziges Mal das Gefühl, die Kopfhörer könnten während der Bewegung herausrutschen“, lobt ein Tester. „Auch bei Sprüngen oder ruckartigen Kopfbewegungen regt sich nichts.“

Bedienung: Die Einrichtung und die Verbindung mit dem Smartphone oder MP3-Player der Wahl per Bluetooth ist leicht und schnell erledigt. Wiedergabesteuerung und Anrufannahme erfolgen links wie rechts über einen zentralen mechanischen Druckknopf an der Außenseite. Viele empfinden dies angenehmer als Touchfelder. Die Belegung der Knöpfe ist allerdings nicht immer ganz nachvollziehbar. Alternativ lassen sich die Buds bzw. die Wiedergabe auch per Sprachsteuerung bedienen. Eine App ist nicht nur nicht erforderlich – es gibt auch keine passende. Das ist dann doch etwas schade, denn hier könnte man die Tastenbelegung nachschlagen oder idealerweise sogar ändern.

Akkulaufzeit: Beim Thema Akkulaufzeit erfüllen die Athens die Produktbeschreibung: Nach ziemlich genau sieben Stunden beschweren sich die Kopfhörer das erste Mal. Insgesamt hält der Akku etwa acht Stunden durch. Außerdem praktisch: In der mitgelieferten, handlichen Ladebox können die Kopfhörer drei Mal geladen werden, sodass sich eine Akkulaufzeit von insgesamt etwa 32 Stunden ergibt, bevor die Ladebox selbst mit einem USB-Kabel verbunden werden muss. Die Box ist eine komfortable Lösung, wenn unterwegs mal kein geeigneter Anschluss in Reichweite ist.

Übrigens: Die Athens sind komplett wasserdicht und eignen sich daher auch fürs Schwimmen (etwa beim Triathlon), Baden oder Duschen. Bei Läufen in strömendem Regen gibt es also keinen Grund zur Sorge. Ein weiteres kleines Extra: Der Karton enthält ein Tütchen mit einem Set Ersatz-Teilchen für die Gummi-Überzeiher, sodass man diese nach häufigem Gebrauch wechseln kann.

Sound: Der Klang der Kopfhörer wird auf der Website als „kristallklar“ beschrieben. Der Eindruck beim Test ergibt: Ein durchaus hochwertiger und sauberer Sound, der vor allem auch bei Straßenlärm auf der Laufstrecke noch gut zu hören ist. Manche empfinden ihn vielleicht als etwas zu basslastig. Wichtiger für Läufer ist jedoch, dass die Athens-Hörer über keine aktive Geräuschunterdrückung und auch über keinen Umgebungsmodus verfügen. Für den Stadtverkehr sind die Hörer also nur eingeschränkt zu empfehlen. Da sie trotz ihres guten, festen Sitzes den Gehörgang aber nicht vollständig verschließen, sind zumindest lautere Umgebungsgeräusche noch hörbar.

Fazit: Die Urbanista Athens sind eine tolle Alternative für alle, die beim Sport gern Musik hören. Gerade bei schweißintensiven Tätigkeiten, starkem Regen oder gar beim Schwimmen geben sie einem die Sicherheit vollkommener Wasserdichtigikeit. Sie überzeugen mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, einem sehr angenehmen, sicheren Tragegefühl und einer relativ unkomplizierte Bedienung. Es fehlen allerdings eine aktive Geräuschunterdrückung sowie ein Umgebungsmodus.

Schutzklasse: IP67 (=wasserdicht!)
Akkulaufzeit: 8 Stunden, mit Nachladen im Ladecase 32 Stunden
Gewicht: 6 Gramm je Stöpsel, Lade-Case 39 Gramm
Farbe: Schwarz
UVP: 130 Euro

Das Ladecase ist sehr kompakt und passt somit auch in jede Hosentasche.

Shokz OpenRun Pro

Shokz Open Run Pro
Hersteller

Hier bestellen: Shokz OpenRun Pro

Der US-amerikanische Hersteller Shokz (ehemals AfterShokz) setzt bei seinen Kopfhörern auf ein ungewöhnliches Prinzip: Anders als bei den allermeisten In-Ear-Kopfhörern bleibt der Gehörgang komplett frei. Die Bügel des Modells enden stattdessen am Knochen direkt vor dem Eingang der Ohrmuscheln. Der Sound wird mithilfe einer speziellen Knochenschall-Technologie an die Hörorgane weitergeleitet, sodass man Musik hören und gleichzeit seine Umgebung fast uneingeschränkt wahrnehmen kann. Für Läufer ist das besonders interessant, da sich dadurch die Sicherheit etwa im Straßenverkehr deutlich erhöht. In unserem Test soll sich zeigen, ob das Konzept tatsächlich aufgeht.

Bedienung: Die Kopfhörer lassen sich durch die intuitive Erstbedienung zunächst ganz einfach in Betrieb nehmen. Das Koppeln erforderte bei unserem Tester einige Versuche, was aber auch durchaus an individuellen Bluetooth-Einrichtungen liegen kann. Der Tester merkte außerdem an, dass die Material-Qualität der Kopfhörer hervorstach: „Durch das durchgehende Gummi wirkt der Kopfhörer regelrecht unverwüstlich“. Auch das neue Modell Open Run Pro verfügt wie das ältere Modell Aftershokz Aeropex über große physische Drucktasten zur Regelung der Lautstärke sowie zur Steuerung der Musikwiedergabe bzw. zum Annehmen und Beenden von Anrufen.

Kleines Manko: Die Kopfhörer werden mit einem eigenen Ladesystem geliefert und können nicht mit einem Mini-USB-Stecker angeschlossen werden.

Tragekomfort: Beim Laufen mit den Kopfhörern zeigt sich: Der fehlende Halt durch die Ohrmuschel ist für AfterShoks kein Hindernis, denn die erstaunlich leichten Kopfhörer sitzen dennoch fest und verrutschen nicht. Sogar unter der Mütze und mit Brille spürt man sie kaum. Auch das Nackenband ist so dünn und wenig störend, dass der Tragekomfort besonders positiv wirkt. Noch nicht einmal Schweiß schränkt den Sitz der Kopfhörer ein.

Sound: Der Sound der Kopfhörer konnte unseren Tester ebenfalls überzeugen – zumindest angesichts der Tatsache, dass sie nicht direkt im Ohr sitzen. Der Klang ist zwar etwas bassschwach, aber viel besser als bei den Vorgängermodellen namens Aeropex und bei Podcasts und Stimmen sogar richtig gut. „Wer keinen exzellenten Hifi-Klang erwartet, wird mit dem Open Run sehr zufrieden sein“, resümierte ein Tester.

Aufgrund der speziellen Konstruktion spürt man vor allem tiefe Bässe der Musik tatsächlich an den Knochen vorm und nicht im Ohr. Das ist jedoch keineswegs unangenehm. Zudem kommt gerade bei Läufen im Straßenverkehr der große Vorteil der Technologie zum Tragen: Die Geräusche der Umgebung bleiben präsent, was unmittelbar die Sicherheit erhöht.

Akkulaufzeit: Auch hier hat der Hersteller gegenüber früheren Modellen deutlich nachgebessert: Zehn Stunden hält der Akku nun am Stück durch und über eine Schnellladefunktion gewinnt man in fünf Minuten wieder stolze anderthalb Stunden Spielzeit. Aufgeladen wird der Hörer mit einem Spezialkabel, das sich magnetisch an dessen Ladekontakte festkrallt. Nachteil: Verlegt man das Kabel, kann man die Kopfhörer mit keinem Fremdkabel nachladen.

Fazit: Insgesamt sind die Open-Run-Kophörer eine tolle und innovative Option für Läuferinnen und Läufer, deren Laufrouten Aufmerksamkeit im Verkehr erfordern. Wer also leichte Abstriche in Sachen Sound in Kauf nimmt, findet mit den Shokz-Hörern tolle Begleiter für Läufe in der Stadt oder in ungewohnten Situationen. Auch der exzellente Tragekomfort macht die Kopfhörer zu einer tollen Lösung fürs Musik- oder Podcast-Hören beim Laufen.

Schutzklasse: IP55 (schweißbeständig und spritzwassergeschützt)
Akkulaufzeit: 10 Stunden
Gewicht: 29 Gramm
Farben: Schwarz, Beige, Blau
UVP: 189,95 Euro

EarFun Free Pro

Hersteller

Hier bestellen: EarFun Free Pro

Die EarFun Free Pro-Kopfhörer werden in einer kleinen, kompakten Box geliefert und lassen sich ganz einfach einrichten. Die Erstbedienung ist intuitiv, sodass kaum ein Blick in die beiliegende Anleitung nötig ist. Die Kopplung mit einem Bluetooth-Gerät der Wahl funktioniert erstaunlich schnell. Äußerlich wirken die Kopfhörer angenehm unspektakulär – wie viele andere In Ear-Modelle sind sie klein und unauffällig.

Tragekomfort: Kleine Silikonbügel sorgen für den optimalen Sitz der Free Pros in der Ohrmuschel. Praktisch: Mitgeliefert werden ein paar Ersatzbügel, ebenso wie die aufsetzbaren Ohrstöpsel in verschiedenen Größen. Auf der Testrunde stellte unsere Testerin fest, dass die Kopfhörer tatsächlich nicht verrutschen und selbst unter einem engen Stirnband nicht stören: „Schon nach ein paar hundert Metern kann man glatt vergessen, dass man Kopfhörer trägt“. Die EarFun Pro sind schweiß- und spritzwassergeschützt, sodass man ohne Sorgen auch bei Regen oder besonders schweißtreibenden Einheiten Musik hören kann.

Sound: In Sachen Soundqualität bewegen sich die Free Pros im guten Mittelmaß – kein glasklarer Klang wie aus Musikboxen, aber dennoch eine sehr ordentliche Qualität, bei der man nicht vergessen darf, dass die Free Pros sich im günstigeren Preissegment bewegen. Positiv hob unsere Testerin auch die verschiedenen Einstellungen hervor, die sich während des Laufens direkt an den Kopfhörern selbst vornehmen lassen. Regulierung der Lautstärke, Vor- und Zurückspulen oder kurz auf Pause stellen sind durch Tippen auf die Kopfhörer ganz einfach möglich (zumindest, wenn man sich die verschiedenen Befehle irgendwann gut eingeprägt hat). Die EarFun Free Pro bieten zusätzlich das Extra der aktiven Geräuschunterdrückung, welches für Läuferinnen und Läufer wohl weniger relevant ist. Wer die Kopfhörer jedoch auch außerhalb der Trainingseinheiten nutzt, profitiert von der Einstellung, die externen Lärm ausblenden soll.

Fazit: Insgesamt sind die EarFun Free Pros ein tolles Modell für Läuferinnen und Läufer, die ein leistungsstarkes Modell ohne viel Schnickschnack suchen. Die Kopfhörer eignen sich gut fürs Laufen, da sie gut sitzen und nicht verrutschen. Leichte Abstriche beim Thema Sound werden durch den günstigen Preis wettgemacht – die EarFun Pro sind herrlich unaufgeregte, funktionale Bluetooth-Kopfhörer.

Schutzklasse: IPX-5 (spritzwassergeschützt)
Akkulaufzeit: 7 Stunden ohne, 6 Stunden mit ANC (bis zu 25 weitere Stunden mit dreimaligem Nachladen im Ladecase)
Gewicht: 4,1 Gramm pro Bud, 42 Gramm mit Ladeschalde
Farbe: Schwarz
UVP: 60 Euro

Huawei FreeBuds 3i

Huawei FreeBuds 3i
Hersteller

Hier bestellen: Huawei FreeBuds 3i

Ein preisgünstiger und trotzdem richtig guter Sport-Kopfhörer: Kaum ein Modell kommt an die Leistung der FreeBuds 3i von Huawei heran – vor allem zu dem Preis (da sie schon länger erhältlich sind, liegt der Marktpreis inzwischen weit unter der Preisempfehlung von 119 Euro) sind sie beinahe konkurrenzlos. Zwar sind die Huawei-Buds nicht primär an Sportler oder gar Läufer gerichtet, doch dank des hervorragenden Sitzes sind die Noise-Cancelling-Kopfhörer auch beim Laufen eine gute Wahl.

Tragekomfort: Die In-Ear-Kopfhörer saßen im Test bei allen Probanden hervorragend sicher im Ohr und waren kaum zu spüren. „Ich hatte nicht einmal das Gefühl, dass ich die Stöpsel verlieren könnte“, schwärmte eine Testerin. Silikonaufsätze werden in vier verschiedenen Größen mitgeliefert, sodass auch unterschiedlich große Gehörgange gut abgedichtet werden. Apropos abgedichtet: Regen oder Schweiß können den Kopfhörern nichts anhaben.

Bedienung: Das Koppeln funktionierte mit allen getesteten Smartphones (Android und iOS) und Computern problemlos. Knöpfe sucht man bei diesen True-Wireless-Kopfhörern vergebens. Stattdessen verfügt jeder Ohrhörer im oberen Gehäusebereich über eine rudimentäre Berührungssteuerung: Die beiden Gesten Doppelklick (standardmäßig belegt mit Play/Pause) und Halten (Noise Cancelling an/aus) können mit der App Huawei AI Life angepasst werden, die es mittlerweile auch für Apple-Smartphones gibt. Die Kopfhörer funktionieren übrigens auch einzeln, sodass ein Ohr frei bleiben kann, wenn Sie etwa beim Laufen oder Radfahren mehr von der Umgebung mitbekommen möchten.

Akkulaufzeit: Beim Thema Laufzeit schwächeln die Huawei FreeBuds 3i ein wenig. Bei ausgeschaltetem Noise Cancelling, was beim Sport zu empfehlen ist, kommt man mit den aufgeladenen Kopfhörern rund 3,5 Stunden aus – heutzutage ein schlechter Wert, für die meisten Läufe aber sicher ausreichend. Das Ladecase soll vier weitere Ladezyklen bieten, sodass insgesamt rund 14 Stunden Musikgenuss möglich sind. Den Ladestand kann man in der App für jeden Ohrhörer sowie das Ladecase einsehen. Bei iOS gibt es in der oberen Statusleiste ebenfalls eine Anzeige zur verbleibenden Akkukapazität. Top: Das Laden des Case sowie der Kopfhörer geht mittels des mitgelieferten USB-C-Kabels sehr flott (knapp eine Stunde).

Sound: Die Huawei FreeBuds 3i klingen über die gesamte Bandbreite gut, sodass dem Musik-, Hörspiel- oder Podcastgenuss beim Joggen nichts im Weg steht. „Es fehlt ihnen vielleicht etwas an Tiefe", mäkelt ein Tester. Das Noise Cancelling funktioniert für In-Ear-Kopfhörer erstaunlich gut. Dafür sind zwei nach außen gerichtete Mikrofone verantwortlich, die störende Geräusche erkennen und laut Datenblatt um bis zu 32 Dezibel reduzieren. In der Praxis funktioniert das in den allermeisten Situationen zuverlässig. Gespräche und sonore Geräusche wie im Straßenverkehr oder dem Zug werden sauber unterdrückt. Nur bei starkem Wind kann es ratsam sein, dass Noise Cancelling auszuschalten und auf die passive Abdichtung der Silikonaufsätze zu vertrauen.

Fazit: Auch wenn die Akkulaufzeit eher mittelmäßig ist, können Klang, Verarbeitung, Tragekomfort und Noise-Cancelling überzeugen. Die Huawei FreeBuds 3i sind ein absoluter Preis-Leistungs-Tipp und für Sportler definitiv eine gute Wahl. Eine deutlich längere Akkulaufzeit gibt es beim Schwestermodell Huawei FreeBuds Pro.

Schutzklasse: Keine
Akkulaufzeit: 3,5 Stunden (+ 14,5 Stunden in der Ladebox)
Gewicht: rund 5,5 Gramm (pro Kopfhörer) und 51 Gramm (Ladebox)
Farben: Weiß, Schwarz
UVP: 119 Euro

Sony LinkBuds S

Sony Linkbuds S
Hersteller

Hier bestellen: Sony LinkBuds S

Das neue Modell von Sony für das Jahr 2022 bietet viel Technik in einem ausgesprochen kleinen und leichten Gehäuse. Die Linkbuds S haben einen schönen, ausgewogenen Sound, eine lange Akkulaufzeit und viele praktische Software-Features.

Tragekomfort: Die kompakte Bauweise und das geringe Gewicht sorgen für einen hohen Tragekomfort. Zudem ragen die Stöpsel, die sich auch kleinen Ohren gut anpassen lassen, nicht aus den Ohrmuscheln heraus, kommen sich also auch mit einer Mütze nicht ins Gehege. So lassen sich die Linkbuds stundenlang tragen, ohne dass sie stören.

Bedienung: Auch Sony setzt bei den Linkbuds S auf berührungsempfindliche Touchflächen an der Außenseite der Ohrstöpsel. Per Tipp lassen sich darüber auch während des Laufens ganz leicht Lautstärke, Geräuschunterdrückung und Musikwiedergabe steuern. Ein echtes Plus: Die Belegung der Flächen lässt sich per App nach eigenen Wünschen ändern. Überhaupt bietet die App umfangreiche Individualisierungsoptionen sowie die Möglichkeit der Klangverbesserung durch Einmessen der Hörer sowie über einen Equalizer.

Dank verschiedener Sensoren pausiert die Musik auf Wunsch automatisch, wenn man einen oder beide Stöpsel aus dem Ohr nimmt, und startet beim Einsetzen auch von selbst. Auch wenn man beginnt, sich zu unterhalten, stoppt die Wiedergabe automatisch. Die beiden Buds lassen sich auch einzeln nutzen, aber nicht mit mehreren Geräten gleichzeitig verbinden („Multipoint“).

Sound: Die winzig-leichten Hightech-Stöpsel von Sony überraschen mit einem sehr anständigen Sound: Der Klang ist warm und natürlich, und nur im Vergleich etwa zum Topmodell WF-1000XM4 (s. unten) etwas „gedrängt“, also nicht ganz so räumlich-voll und detailliert. Per Equalizer in der App lässt er sich individuell anpassen.

Noise Cancelling: Die Geräuschunterdrückung ist sehr wirkungsvoll und lässt nur in den höheren Frequenzbereichen einige Umgebungsgeräusche durch. Per Gesprächserkennung wird auf Wunsch automatisch von ANC auf Transparenz umgeschaltet. Die Software kann auch selbsttätig wiederkehrende Bewegungsmuster und Aufenthaltsorte erkennen (etwa „Ruheposition“, „Gehen“, „Laufen“ oder „Personenverkehr“) und dann automatisch auf einen voreingestellten Modus umschalten.

Akkulaufzeit: Die Akkus der Linkbuds S halten richtig lange, vor allem ohne Geräuschunterdrückung: neun Stunden sind angesichts der geringen Größe richtig viel. Mit aktiviertem ANC sinkt der Wert zwar deutlich, reicht aber immer noch für einen Marathon. Fünf Minuten Nachladen bringen 60 Minuten Laufzeit.

Fazit: Ein Volltreffer aus dem Hause Sony mit breitem Funktionsumfang, guter Akkulaufzeit, sehr ordentlichem Klang und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Einen Pluspunkt bekommt er für Nachhaltigkeit: Laut Hersteller besteht das Gehäuse der Hörer aus recyceltem Kunststoff.

Akkulaufzeit: 9 Stunden ohne, 6 Stunden mit ANC; mit Nachladen im Case weitere 14 bis 21, insgesamt also bis zu 30 Stunden
Gewicht: 4,8 Gramm, Case: 33 Gramm
Schutzklasse: IPX4-zertifiziert, also spritzwassergeschützt.
Farben: Weiß, Schwarz, Beige („Ecru“)
UVP: 199 Euro

Sony WF-1000XM4

Sony WF-1000XM4
Hersteller

Hier bestellen: Sony WF-1000XM4

Mit druckvollem Klang, extralanger Akkulaufzeit und einer ausgefeilten aktiven Geräuschunterdrückung versucht Sony, sein Top-Modell WF-1000XM4 von der Konkurrenz abzuheben. Die Hörer sind vollgestopft mit Technik und leisten viel, tragen sich aber nicht ganz unbeschwert, da sie etwas dick und schwer geraten sind.

Tragekomfort: Gegenüber dem Vorgängermodell XM3 hat Sony die Abmessungen der In-Ear-Knöpfe und vor allem auch der Ladeschale reduziert. Das neue samtig-matte Kunststoff-Case ist nun hosentaschentauglich, die Hörer selbst sind jedoch etwas pummelig geraten, drücken ein bisschen im Ohr und ragen deutlich daraus hervor. Deswegen und wegen ihres relativ hohen Gewichts und Volumens fühlt sich der Sitz weniger sicher an als er tatsächlich ist.

Bedienung: An der Außenseite der Knöpfe gibt es je ein Touch-Bedienfeld, über das sich Musikwiedergabe, Geräuschunterdrückung und Lautstärke schnell und bequem steuern lassen. Der Haken: Jedem der zwei Knöpfe kann man nur eine dieser drei Funktionen zuweisen, die dritte bleibt außen vor. Man muss sich also zumindest bis zum nächsten Start der App entscheiden, auf welche Steuermöglichkeit man beim Laufen verzichten kann. Wie heute üblich hilft die Bedienungsanleitung in der App, wenn man sich nicht mehr an die Tastenbelegung erinnern kann. Außerdem lässt sich darüber per Equalizer der Klang anpassen und der optimale Sitz der Stöpsel im Ohr kontrollieren. Eine optionale sogenannte "Speak to Chat"-Funktion stoppt die Wiedergabe, sobald man mit jemandem spricht und startet sie nach Beendigung der Unterhaltung automatisch wieder. Über „OK Google“oder Alexa lassen sich das Handy und einige Kopfhörerfunktionen per Sprachbefehl steuern. Wirklich praktisch: Sobald man die Stöpsel aus dem Ohr nimmt, schaltet die Wiedergabe automatisch auf Pause, setzt man sie wieder ein, geht es nahtlos weiter. Kabelloses Laden nach Qi-Standard ist möglich.

Sound: Speziell mit aktiviertem Noise-Cancelling ist der Klang des WF-1000XM4 ausgesprochen satt und druckvoll. Räumlichkeit und Präzision sind nicht ganz so seine Stärke, doch insgesamt ist der Klang warm, angenehm rund und ausgewogen - nicht zu basslastig und nie schrill. Auffallend: Kaum hat man die Knöpfe ins Ohr gedreht, kehrt vollkommene Ruhe ein, denn mit ihren Weichgummi-Ohrstöpseln schotten sie einen vollkommen von der Außenwelt ab. In dieser Hinsicht repräsentieren die WF-1000XM4 das genaue Gegenstück zu den beliebten AirPods von Apple (siehe oben). Dennoch handelt es sich beim WF-1000XM4 nicht um einen Kopfhörer „geschlossener“ Bauweise. Kleine Öffnungen im Gehäuse sorgen für Druckausgleich. Wichtig: Im Kleingedruckten weist Sony weist darauf hin, dass der Spritzwasserschutz nach IPX4 für die Mikros und diese Öffnungen nicht gilt (und auch nicht für das Lade-Case!). Man sollte die Hörer also lieber nicht in strömendem Regen tragen. Für einen Hersteller wie Sony ist das eigentlich ein Armutszeugnis und für die Lauftauglichkeit eine wesentliche Einschränkung.

Noise Cancelling: Das Noise Cancelling ist sehr wirkungsvoll. Im „Ambient Sound“-Modus erfasst der Kopfhörer Umgebungsgeräusche und sorgt dafür, dass man trotz Musikhörens mitbekommt, was um einen herum geschieht. Zudem lässt sich in der App einstellen, dass Stimmen erkannt werden und bei der Geräuschreduktion „ausgespart“ bzw. durchgelassen werden sollen. Diese Funktion schmälert allerdings den Klang und lässt auch Störgeräusche wie zum Beispiel Tastatur-Klackern verstärkt durchdringen. Umso besser kommt der WF-1000XM4 mit Wind klar: Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen mit Active Noise Cancelling reduziert beim WF-1000XM4 eine separate Funktion in der zugehörigen App automatisch und zuverlässig lästige Windgeräusche.

Akkulaufzeit: Rekord: Bis zu zwölf Stunden Musikwiedergabe holen die kleinen Buds aus ihren integrierten Akkus, die Ladeschale sorgt noch mal für eine Verdreifachung der mobilen Laufzeit auf 36 Stunden. Das ist aktuell der Spitzenwert im True-Wireless-Bereich. Toll: Mit nur 5 Minuten Aufladen erhält man anständige 60 Minuten Spielzeit.

Fazit: Satter Sound, sehr gutes, flexibles Noise Cancelling, klasse Verarbeitung, Top-Ausstattung. Der Preis ist allerdings auch saftig, und der Tragekomfort wird nicht jedem gefallen. Vor dem Kauf ausprobieren!

Schutzklasse: IPX4 (spritzwassergeschützt)
Akkulaufzeit: bis zu 8 Stunden mit ANC bzw. 12 Stunden ohne ANC, plus 16 bzw. 24 Stunden durch Nachladen in der Ladeschale (zusammen also 24 bzw. 36 Stunden)
Gewicht: Hörer je 7,3 Gramm, Ladeschale 41 g
Farben: Schwarz, Silber (eigtl. eher beige-grau)
UVP: 279,00 €

Teufel Airy Sports

Hersteller

Hier bestellen: Teufel Airy Sports TWS

Wir haben bereits den Vorgänger des Teufel Airy Sports TWS getestet. Hier geht's zum ausführlichen Test. Wir erklären, was das aktuelle Modell kann:

Die Airy-Sport-Produktreihe hat in den letzten Kopfhörertests bereits mit sehr gutem Sound brilliert. Das neueste Modell von Teufel ist der Air Sports TWS: Der In-Ear-Kopfhörer hat jetzt einen Haltebügel, der über und hinter dem Ohr sitzt und das Herausfallen des In-Ear-Teils verhindert. Durch die Bügel sind die beiden Ohrteile größer – entsprechend auch das Ladeteil.

Tragekomfort: Das Aufsetzen und Einstöpseln der Teufel Airy Sports (16 g pro Hörer) ist zu Anfang etwas fummelig und gewöhnungsbedürftig (vier verschieden große Ear-Tips aus antibakteriellem Silikon werden mitgeliefert) – aber es lohnt sich: Im Laufalltag sitzen die fest verbauten, also nicht wechselbaren Bügel sicher über dem Ohr und bieten so eine nahezu perfekte Lösung für Läufer, denen sonst alle In-Ear-Stöpsel aus den Ohren fallen. Durch die leichte Spannung, die der Bügel auf die Knöpfe ausübt, bleiben diese fest und sicher in ihrer Position, sodass auch bei längeren Läufen oder wenn man viel schwitzt, der Sitz nicht beeinträchtigt wird. Lediglich Brillenträger müssen in Kauf nehmen, dass die Brillenbügel auf den Ohrhörer-Bügeln aufliegen: Das stört aber nicht, solange die Brillenbügel nicht auf und ab wippen.

Bedienung: Die Bedienung erfolgt über recht empfindliche Touch-Flächen, mit denen sich Lautstärke, Musikwiedergabe und Rufannahme steuern lassen. Auch der Sprachassistent des Smartphones läst sich darüber aufrufen. Das Erlernen der verschiedenen Befehle (einfach oder mehrfach Tippen bzw. lange halten) ist wie immer etwas gewöhnungsbedürftig, klappt nach etwas Eingewöhnung aber gut.

Akkulaufzeit: Die durchgängige Laufzeit beträgt bis zu sieben Stunden – genug für lange Läufe. Und zurück im Ladecase werden die Ohrhörer wieder aufgeladen (was einige Zeit dauert), so wird die Nutzungsdauer bis über 30 Stunden ausgeweitet, bevor das Ladecase am USB-Anschluss wieder aufgeladen werden muss (was einige Zeit dauert), drei LED-Lämpchen zeigen farbig den Ladezustand an.

Sound: Akustisch spielen die Airy Sports im oberen Drittel der hochwertigen In-Ear-Kopfhörer locker mit. Das warme Klangbild ist eine Wucht und gerade bei den Bässen vielen anderen In-Ears überlegen – ob bei Podcast oder Punkmusik. Lediglich soundverwöhnte Hifi-Fans, die eventuell sogar die hohe Klangqualität anderer Teufel-Lautsprecher kennen, müssen Abstriche machen. An die heimische HiFi-Anlage oder größere Headsets reichen die In-Ear-Knöpfe naturgemäß nicht heran. Dafür differenzieren sie aber gut und vermitteln auch bei niedriger bis mittlerer Lautstärke einen schönen Klang. Erst bei sehr hoher bis maximaler Lautstärke werden sie etwas plärrig.

Fazit: Sehr guter Halt, beeindruckender Sound, tolle Verarbeitung – kurz: ein Top-Kopfhörer. Einziger Kritikpunkt: Der Airy Sports TWS ist tatsächlich nicht mit der Teufel-eigenen Kopfhörer-App kompatibel, die man daher nicht zum Individualisieren der Bedienung oder des Klangs nutzen kann.

Schutzklasse: Sprühwassergeschützt nach IPX3
Akkulauzeit: Sieben Stunden (mit Ladecase bis zu 30 Stunden)
Gewicht: je 16 Gramm, Lade-Case 70 Gramm
Farbe: Schwarz
UVP: 149,99 Euro

Bang & Olufsen E8 Sport

Satter Sound zum satten Preis: hochwertige In-Ear-Kopfhörer für höchste Ansprüche an die Klangqualität.

Beoplay E8
Hersteller
B&O Beoplay E8

Hier bestellen: Bang & Olufsen E8 Sport

Der dänische Hersteller Bang & Olufsen ist seit Jahrzehnten bekannt für hochwertige Unterhaltungselektronik (besonders Fernseher und HiFi-Geräte) in exquisitem „skandinavischen“ Design. Winzige In-Ear-Kopfhörer bieten naturgemäßig wenig Platz, um sich in dieser Hinsicht von der Konkurrenz abzuheben. Umso mehr müssen die inneren Werte überzeugen. Um das zu erreichen, haben die Entwickler und Gestalter von B&O viel Mühe auf Details verwendet: Die Verarbeitung wirkt hochwertig, die Bedienung durchdacht, die Verpackung und die zugehörige App sind schön gestaltet. Die ganze Aufmachung vermittelt Gediegenheit. Aber tatsächlich überzeugen die Hörer auch im Praxistest.

Tragekomfort: Die etwas dick und schwer geratenen Knöpfe sitzen fest und sicher im Ohr. Diverse Silikonringe und „Ohrflossen“ werden mitgeliefert, um die Passform individuell anzupassen. Aber die Buds stehen im Ohr ein wenig vor – und wegen ihres relativ hohen Gewichts hat zumindest anfangs das Gefühl, sie könnten irgendwann rausrutschen. Das tun sie nicht, aber der Sitz fühlt sich nicht so selbstverständlich an wie bei manch leichteren Modelle. Man vergisst nicht so leicht, dass man Kopfhörer im Ohr hat. Gut: Zum Reinigen kann man sie ganz einfach unter fließend Wasser abspülen.

Bedienung: Die flachen Außenseiten der Knöpfe sind Touch-Bedienfelder. Darüber lassen sich Musikwiedergabe und Gesprächsannahme bequem steuern. Angenehm: Die Steuerung ist nicht mit zu vielen Funktionen überladen, sodass man nicht ständig in der Anleitung oder der App nachsehen muss, auf welcher Seite man wie oft tippen muss. Die Bedienung ist durchdacht, effizient und einfach. Die zugehörige B&O-App braucht man nicht unbedingt zur täglichen Nutzung, zur Anpassung des Klangs und anderer Voreinstellungen ist sie aber hilfreich.

Akkulaufzeit: Bis zu sieben Stunden Musikwiedergabe mit einer Akkuladung. Das ist sehr gut. Mit „Nachtanken“ in der kleinen, aber etwas schweren (weil „wertig“ verarbeiteten) Ladeschatulle lässt sich die Laufzeit auf 30 Stunden verlängern – ebenfalls ein Spitzenwert.

Sound: „Der Klang ist sehr schön räumlich und präsent, aber nicht basslastig“, befand ein Tester. „Voll, satt und kräftig, aber doch präzise“, sagte ein anderer. Der Sound wirkt selbstverständlich und natürlich, nie angestrengt oder übersteuert. Man hat das Gefühl, dass die Hörer klanglich genug Reserven haben, damit sie trotz ihrer geringen Größe nicht so schnell an ihre Grenzen stoßen. Dank des guten Sitzes bzw. der Silikonringe wird die Umwelt fast komplett ausgeblendet. Sehr gut: Damit dennoch Umgebungsgeräusche wahrgenommen werden können, gibt es eine vierstufig variierbaren Umgebungsmodus namens „Transparenz“.

Fazit: Wer höchste Klangqualität sucht und es sich leisten kann, bekommt hier wirklich Erstklassiges geboten. Es gibt aber Konkurrenzmodelle mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Schutzklasse: IP57 = staubbeständig und wasserdicht (30 Minuten in einer Tiefe von bis zu einem Meter)
Akkulaufzeit: 7 Stunden, mit Nachladen in der Ladeschale bis zu 30 Stunden
Gewicht: je 6,4 Gramm, Ladeschale 55 g (ohne Earbuds)
UVP: 350 Euro; Qi-taugliches Ladepad für schnurloses Laden 125 Euro
Bestellen: Bang & Olufsen E8 Sport

Philips TAST702BK/00

Ohrenschmalz ade: Dieser Kopfhörer reinigt sich im Ladecase von selbst

Philips True Wireless
Hersteller

Hier bestellen: Philips TAST702BK/00

In-Ear-Kopfhörer werden immer besser, die Unterschiede immer kleiner. Umso mehr fallen echte Innovationen auf – wie die Philips-Kopfhörer aus der Sports-7000-Series sie zu bieten haben.

Tragekomfort: Die Hörer sitzen nahezu perfekt sicher in der Ohrmuschel. Das Einsetzen und Verankern der kleinen Finne, mit der die Knöpfe im Ohr gehalten werden, klappt sehr gut. Und tatsächlich sind die Hörer während der Testdauer nicht einmal aus dem Ohr gefallen. Das passierte bei anderen Ohrhörern durchaus gelegentlich. Das herausragende Merkmal der ST702 ist jedoch die UV-Reinigung im Lade-Etui. Manche kennen das vielleicht von Philips-Schallzahnbürsten: Nach dem Einsetzen der Knöpfe in das Ladecase werden die Kopfhörer per UV-Licht von Bakterien gereinigt.

Bedienung: Die Bedienung über die Ohrhörer ist von der Systematik her klar, aber in der Praxis etwas gewöhnungsbedürftig. „Man muss schon recht stark auf die Touchfelder tippen oder schlagen“, lautet es im Testbericht. Das kann vor allem beim Annehmen von Telefonaten etwas störend sein. Zudem lassen sich lediglich Musiktitel starten oder stoppen oder Anrufe annehmen sowie die Sprachsteuerung aufrufen – die Lautstärke lässt sich nicht regeln.

Akkulaufzeit: Die Aufbewahrungsbox ist im Vergleich zu anderen In-Ear-Kopfhörern relativ groß, was zunächst als Nachteil erscheint. Im Testverlauf erwies sich allerdings die daraus resultierende hohe Akkukapazität als echter Vorteil. Der Akku lädt schnell, hält lange – und vor allem entlädt er sich kaum. Auch nach längerer Nicht-Benutzung sind die Kopfhörer einsatzbereit; das ist bei vielen anderen kleinen In-Ears, die in der Aufbewahrungsschachtel nachgeladen werden, nicht der Fall. Eine Schnellladefunktion bringt weitere 1,5 Stunden Laufzeit durch 15 Minuten Laden.

Sound: Schon bei ruhiger, geringerer Lautstärke gibt sich ein ausgewogenes Klangspektrum – durchaus beeindruckend für In-Ear-Hörer. Aber beim Laufen wählen die meisten Läufer recht hohe Lautstärke, und auch da sind sie überzeugend: „Selbst im direkten Hörvergleich zu In-Ears renommierter Hersteller hat der Philips einen satten, runden Klang und meist auch einen besseren Bass und mehr Räumlichkeit.“ Auch hier profitiert er vom wirklich guten Sitz: „Der Philips ist einfacher ins Ohr zu setzen und sitzt dann auch besser“, so ein Testläufer, der verschiedene In-Ear-Kopfhörer beim Laufen vergleichen konnte.

Fazit: Insgesamt also ein echt starker Testeindruck: Unter den bislang getesteten True-Wireless-In-Ear-Kopfhörern haben die Philips TAST702 bei den RUNNER’S-WORLD-Testläufern mit am besten abgeschnitten.

Schutzklasse: IPX5 (wasserfest und schweißbeständig)
Akkulaufzeit: 6 Stunden plus 18 Stunden durch Nachladen im Case
Gewicht: keine Herstellerangaben
Farbe: Schwarz
UVP: 200 Euro

Kaufberatung: Welche Kopfhörer eignen sich für Läufer und Jogger?

Sport-Kopfhörer unterscheiden sich in ihrer Übertragungsweise (Bluetooth oder Kabelverbindung) und ihrer Bauweise (Earbud, In-Ear, On-Ear). Welcher der richtige für Sie ist, hängt von Ihren sportlichen Ambitionen und von persönlichen Vorlieben ab. Das sind die Vorteile der einzelnen Typen:

Kabelverbindung oder Bluetooth-Kopfhörer?

Ohrhörer mit Kabelverbindungen haben den großen Vorteil, dass Sie sich keine Gedanken um das Akku-Laden machen müssen. Der Stecker wird beim Abspielgerät eingestöpselt und es kann jederzeit losgehen. Nachteil: Die Kabel neigen dazu sich in der Kleidung zu verheddern oder bei schnellen Armbewegungen den Stöpsel aus dem Ohr zu reißen. Außerdem entstehen schnell Störgeräusche, wenn das Kabel an der Laufkleidung reibt. Allerdings sind Kabel-Kopfhörer meist günstiger als Bluetooth-Modelle.

Bluetooth-Kopfhörer übertragen die Musik ganz ohne Kabel. Dafür brauchen sie allerdings einen Akku, der zum Start des Laufs aufgeladen sein muss. Das dauert ungefähr zwei Stunden, dafür gibt es dann rund vier bis zehn Stunden Hörvergnügen. Der große Vorteil der Technologie ist die gewonnene Bewegungsfreiheit. Zudem warten die meisten Modelle mit einer praktischen Headset-Funktion auf, mit der Lautstärke, Titelauswahl und sogar Anrufe direkt am Kopfhörer verwaltet werden können. Wer neben dem Laufen gern Fitness macht, sollte auf eine ausreichend große Reichweite achten, damit das Handy bei den Übungen auch mal an der Seite liegen bleiben kann.

Welche Bauform eignet sich am besten für den Sport?

Earpods, In-Ears, Overears? Es gibt viele unterschiedliche Typen von Sport-Kopfhörern. Aber welche ist die beste fürs Laufen?

Earpods, die simplen Kopfhörer für Laufeinsteiger

Die herkömmlichen Knopf-Kopfhörer im Sport-Format sind meist mit einer rutschfesten Gummierung beschichtet, um das Risiko des Herausfallens zu minimieren. Ihr Vorteil: Sie verschließen die Ohren nicht komplett, wodurch Straßenverkehrsgeräusche noch wahrnehmbar sind.

In-Ear-Kopfhörer sind der Sport-Klassiker

Ein Silikonstöpsel ragt bei In-Ear-Kopfhörern in den Gehörgang hinein. Das führt zu einem besseren Halt und einer stärkeren Dämpfung der Umgebungsgeräusche. In-Ears werden deshalb schon länger als Sport-Kopfhörer verwendet und sind oft nur wenig teurer als Earpods.

Höherpreisige Modelle, wie der Sony WF-1000XM4 oder das Modell von Beyerdynamic haben oft Aufsätze aus besonderem Material, die den Halt am Ohr noch verstärken. Fast alle In-Ear-Kopfhörer werden inzwischen mit einer ganzen Schar wechselbarer Aufsätze in verschiedenen Größen geliefert, damit man den Sitz individuell an die eigenen Ohren anpassen kann.

Ohrbügel-Kopfhörer überstehen auch das Tempotraining

Earpods und In-Ear-Kopfhörer werden von manchen Herstellern wie Tribit oder Teufel mit einem großen, gebogenen Bügel ergänzt, der hinter das Ohr geklemmt wird. Damit sind die Stöpsel wie mit einem Anker vor dem Herausfallen geschützt. Das bewährt sich vor allem beim Tempotraining, aber auch bei Alternativsportarten wie Klettern oder Crossfit. Nachteil: Die Ohrbügel-Kopfhörer sind etwas schwerer (bis knapp 30 Gramm) und haben keine Passform-Garantie.

True-Wireless-Kopfhörer bringen federleichtes Tragegefühl

Kleine Ohrstöpsel ohne Verbindungskabel zwischen rechtem und linken Knopf werden True-Wireless-Kopfhörer oder auch Earbuds genannt. Davon profitieren Läufer, die sehr sensibel gegenüber störenden Laufeinflüssen sind. Mit dieser Bauweise geht allerdings die Gefahr einher, einen der kleinen Knöpfe zu verlieren, zum Beispiel in hohem Gras, auf der Straße oder in den Bergen. Dem begegnen manche Hersteller mit einer praktischen Ortungsfunktion.

On-Ear-Kopfhörer für Gelegenheitsjogger

Mit einem Über-Kopf-Bügel verbundene Ohrmuschel-Kopfhörer sind im Sportbereich eher untypisch. Trotzdem gibt es einige Modelle mit (mehr oder minder) atmungsaktivem Bügel und flexibel verstellbaren Muscheln. Zu empfehlen sind die auffälligen Begleiter für Gelegenheitsjogger, die bei einer ruhigen Runde im Park ein modisches Statement setzen wollen. Auch für audiophile Läufer sind sie eine Alternative, denn durch ihre große Membran und ihren großen „Treiber“ haben On-Ears einen weit besseren Klang als Ohrstöpsel.

Welche Extras lohnen sich für Läufer?

Viele Sportkopfhörer sind wahre Technikwunder und können den Puls messen, Umgebungsgeräusche herausfiltern oder die Musik über ein Stirnband erklingen lassen. Welche Extras lohnen sich für wen?

Sportkopfhörer mit integrierter Pulsmessung

Wer auf Uhr und Brustgurt verzichten, aber dennoch über seine Herzfrequenz informiert werden will, kann sich seine Werte auch per Ohrpuls von den Kopfhörern ermitteln lassen. Sichtbar werden diese dann entweder nach dem Training auf der App oder während des Laufens per Sprachansage. Solche High-End-Kopfhörer, z.B. der Jabra Elite Sport oder der JBL Under Armour sind spannende Gadgets für Technik-Fans.

Noise Cancelling: ja oder nein?

Ob Sie die Umgebungsgeräusche neben Ihrer Musik noch wahrnehmen wollen oder nicht, ist eine individuelle Entscheidung. Manche Kopfhörer sitzen so dicht und fest im Hörkanal, dass nichts mehr an die Ohren dringt, sobald man sie nur einsetzt. Andere Modelle setzen auf eine softwaregesteuerte aktive Geräuschunterdrückung (ANC) per Gegenschall.

Im Stadtverkehr kann das sogenannte Noise Cancelling ein Sicherheitsrisiko darstellen, auf einer einsamen Strecke kann es eine Wohltat sein. Einige Hersteller bieten eine praktische Umschaltfunktion per Tastendruck bzw. Touch oder gar einen speziellen Umgebungsmodus, der Geräusche von außen mehr oder minder stark ans Ohr lässt. Teils beeinträchtigen derartige Software-Lösungen jedoch den Klang.

Kopfhörer im Kopfband

Wer das Gefühl von Kopfhörern beim Laufen gar nicht mag, aber trotzdem Musik hören will, kann zu einem Stirnband-Kopfhörer greifen (z.B. RunPhones Classic von Acoustic Sheep). Die Abspieltechnik steckt hier in einem dünnen, waschbaren Stoffband und kann so weder herausfallen noch das Ohr unangenehm verschließen. Bei der Soundqualität müssen aber Abstriche gemacht werden.

Fazit: Der individuelle Sitz ist entscheidend

Für Läufer sind vor allem die ergonomischen Qualitäten von Kopfhörern entscheidend. Achten Sie also auf einen sicheren, druckfreien Sitz und eine leichte Handhabung. Außerdem sollten die Kopfhörer robust verarbeitet und zumindest spritzwassergeschützt sein und (bei kabellosen Modellen) ausreichend Akku-Power mitbringen. Ob Earpods, In-Ears oder On-Ears, Bluetooth oder kabelgebunden, hängt von Ihren Trainingsgewohnheiten und individuellen Vorlieben ab. In jedem Fall sollten Sie die Kopfhörer vor dem Kauf möglichst anprobieren und ihren Sitz auch in Bewegung austesten.

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