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„Das ist mein 86. Marathon“

ArtikeldatumVeröffentlicht am 27.08.2025
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„Das ist mein 86. Marathon“
Foto: Zalando

Der BMW BERLIN-MARATHON, bei dem Zalando einer der Hauptsponsoren ist, gilt als der schnellste Marathon der Welt. Nirgendwo sonst wurden so viele Marathon-Weltrekorde aufgestellt wie auf der Strecke durch die deutsche Hauptstadt. Abseits vom Spitzensport ist es für viele Läuferinnen und Läufer beim Berlin-Marathon aber weit mehr als eine körperliche Herausforderung, die rund 42,2 Kilometer zu schaffen. Laufen, insbesondere Marathon-Laufen, kann Resilienz und Selbstwertgefühl vermitteln, es vermag uns Gemeinschaft zu schenken und lässt uns Freundschaften fürs Laufleben knüpfen. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Aspekte des Laufens, die individuell für Antrieb sorgen können.

Im Vorfeld des diesjährigen BMW BERLIN-MARATHONS haben wir mit vier Läuferinnen und Läufern der Zalando Kampagne gesprochen und sie gefragt, warum sie laufen, wie sie sich auf das Event vorbereiten und welche Ausrüstung für sie im Training und Wettkampf unverzichtbar ist.

Laufen aus purer Freude

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Für den 1.500-Meter Spezialisten Marc Tortell war Laufen schon vieles: ein wettbewerbsorientierter Ausgleich, Struktur im Alltag und zuletzt auch ein Weg, um mental neue Energie zu tanken. Er begann mit dem Laufen bereits im Alter von acht Jahren neben dem Fußballtraining. Anfangs ging es Marc einfach darum, Spaß zu haben und schnell zu laufen, doch irgendwann entschied er sich, sich mehr auf Leichtathletik zu konzentrieren – vor allem, weil er gerne gewann.

Nachdem er im vergangenen Jahr knapp die Olympia-Qualifikation verpasst hatte, zog sich Tortell zunächst aus dem Wettkampfgeschehen zurück, um sich neu zu orientieren. „Ich habe festgestellt, dass ich das Laufen zu sehr liebe, um einfach aufzuhören“, sagt er lachend. Tatsächlich war es dann der Berlin-Marathon desselben Jahres, der ihm 2024 wieder bewusst machte, warum er überhaupt läuft.

„Es war dieser Wechsel vom Wettbewerbsgedanken hin zum puren Genuss am Laufen“, erklärt er. „Ich dachte schon, ich würde mit dem Laufen aufhören. Aber als ich [in Berlin] gelaufen bin und all die Menschen jubeln sah, war es eine der schönsten Lauferfahrungen, die ich je gemacht habe.“

Seitdem hat Marc Tortell bei jedem seiner Wettkämpfe in 2025 seine Bestzeit verbessert. „Das Verrückte ist: Mental bin ich jetzt viel freier“, sagt er. „Ich jage nicht mehr den Zeiten hinterher – sie kommen ganz von allein. Ich glaube, das liegt daran, dass ich es einfach genieße. Für mich ist Laufen eine Art Therapie.“

Diese Leichtigkeit zeigt sich auch in seiner favorisierten Ausrüstung. Mode hilft Tortell, mental bereit für den Renntag zu sein – sei es mit Carbon-Schuhen, die zu einem schnelleren Lauftempo anspornen, einem maßgeschneiderten Trikot oder einem Race-Outfit mit auffälliger Farbe. „Ich möchte mich so frisch wie möglich fühlen“, sagt er. „Ich lasse mir die Nägel machen, die Haare frisieren und trage Schmuck.“ Es geht ihm nicht nur darum, herauszustechen, sondern darum, als selbstbewussteste Version seiner selbst aufzutreten – und dabei Spaß zu haben. „Ich mache so viele Wettkämpfe, bei denen es nur um die Zeit geht und bei denen niemand an den Spaß denkt“, sagt er. „Der Marathon ist für mich dazu da, um Spaß zu haben.“

Laufen für eine bessere Resilienz

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Vor ein paar Jahren erhielt das Model Agnes Fischer nach einer schweren Verletzung die ärztliche Prognose, dass sie nie wieder laufen würde. „Für mich war das keine Antwort“, sagt Fischer, die im Bayerischen Wald aufgewachsen ist. „Ich habe Sport immer geliebt und auch Laufen mochte ich einfach schon immer.“

Und tatsächlich: Fischer belehrte ihre Ärzte eines Besseren. Nur ein Jahr nach der Operation lief sie ihren ersten Halbmarathon, absolvierte Trail-Rennen – und läuft in diesem Herbst den Berlin-Marathon. Aber Agnes Fischers Weg zurück ins Laufen verlief nicht ohne Rückschläge: Eine kleine Verletzung bremste ihr Training zwischenzeitlich erneut aus. Doch jetzt, nach vollständiger Genesung, geht sie mit neuer Energie in den Wettkampf.

„Ich bin mir sicher, dass ich es schaffen werde und ich glaube, ich werde es sogar noch mehr genießen, weil ich weiß, was mein Körper schon durchgemacht hat“, sagt sie. Anders als professionelle Athleten mit strikt vorgegebenen Trainingsplänen, verfolgt Fischer einen intuitiveren Ansatz. „Als Model bin ich viel unterwegs. Daher habe ich keinen Standard-Ablauf in meinem Leben und kann daher auch nur schwer einer herkömmlichen Trainingsstruktur folgen“, erklärt sie. „Ich habe das Gefühl, dass ich mich letztes Jahr mit einem Trainingsplan unbewusst gestresst habe. In diesem Jahr weiß ich, dass ich es körperlich schaffe – und möchte den Lauf einfach nur genießen. Deshalb sieht jede Woche anders aus. Wenn ich Zeit habe, mache ich ein paar Intervalltrainings. Wenn nicht, konzentriere ich mich darauf, einfach genug Kilometer zu sammeln.“ Auch die Rituale vor dem Rennen sind von Achtsamkeit geprägt: Yoga, Atemübungen und positive Affirmationen. „Ich möchte mit einem Lächeln ins Ziel kommen“, sagt sie. Für alle, die ihren Weg nachahmen möchten, hat sie einen Ratschlag: „Jeder hat seine ganz eigene Reise. Vergleiche dich nicht mit anderen.“

Wie sich Agnes Fischer motiviert, wenn es schwer wird? „Ich denke immer zurück an die Zeit im Krankenhaus, als ich nicht laufen konnte und nur noch auf diesem Gerät lag, das mein Bein hin und her bewegte. Ich denke daran, wie sehr ich damals laufen wollte, und an die Tatsache, dass ich es jetzt kann. Laufen hat mir schon so oft geholfen, mich aus negativen Gefühlen herauszuarbeiten. Es ist eine tolle Möglichkeit, zu mir selbst zurückzufinden und mich gut zu fühlen.“

Laufen für eine starke Gemeinschaft

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Während Laufen für Tortell und Fischer schon immer zentral im Leben war, entdecken andere das Laufen erst später – manchmal völlig unerwartet. So erging es der Schriftstellerin und Designerin Thi Minh Huyền Nguyễn. Während eines Gap Years in den USA war sie beeindruckt von den täglichen Joggingrunden ihrer dortigen Gastmutter. Diese fragte Nguyễn: „Wow, du bist unglaublich. Du bist Ärztin, hast drei Kinder. Warum gehst du laufen?“ Die Antwort der Gastmutter: „Es ist die einzige Zeit, die ich für mich habe.“

Das machte Nguyễn neugierig, sodass sie schließlich in ihre Schuhe schlüpfte und anfing, kurze 20-minütige Läufen zu absolvieren. Schnell wurde dies zur täglichen Routine. Nach dem sie ihr Studium abgeschlossen hatte, zog Nguyễn zurück in die USA, wo sie in der New Yorker Laufszene ein Zuhause fand.

Nach dem Umzug nach Deutschland fühlte Nguyễn sich zunächst verloren. „Die Laufszene war nicht so groß wie in New York. Ich habe die Menschen und unsere spezielle Verbindung vermisst.“ Also nahm sie die Sache kurzerhand selbst in die Hand und gründete zuerst das Wayv Run Kollektiv mit. Später rief sie dann das Joy Run Collective ins Leben, um einen Raum für Empowerment von queeren Frauen, nicht-binären Menschen und People of Colour zu schaffen.

„Mein Antrieb zu laufen, sind die Gemeinschaft und die Freundschaften, die sich daraus entwickeln“, sagt Nguyễn. „Ich möchte den Leuten zeigen, was man durch Laufen erreichen kann und wie es das Leben grundlegend zum Besseren verändern kann, da Laufen mein Leben so sehr geprägt hat.“

Berlin fühlt sich für Nguyễn mittlerweile nicht mehr fremd an. „Es ist zu meiner Heimat geworden. Es ist wirklich ein inspirierender Ort, und ich fühle mich hier viel geerdeter.“

In diesem Jahr wird sie ihren siebten Berlin-Marathon laufen. „Mein Ziel ist es, Spaß zu haben, einfach mit Freude zu laufen und für mein Team an den Start zu gehen“, sagt sie. „Das ist es, was mich ins Ziel trägt: Die Geschichten, die wir uns nach der Ziellinie erzählen werden und die Wertschätzung, die wir im Team füreinander haben.“

Laufen für andere Generationen

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Nguyễn ist nicht die einzige Läuferin, die schon oft am Start war und die Strecke des Berlin-Marathons quasi auswendig kennt. Für die 65-jährige Marina Oertwich wird es in diesem Jahr der 21. Berlin-Marathon in Folge sein – und insgesamt ihr 86. Marathon.

Berlin ist immer „geladen mit Emotionen“, sagt Oertwich. Wenn sie nicht läuft, arbeitet sie bei Zalando. „Beim Berlin-Marathon herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, wenn man am Start steht“, erklärt sie. „Es ist das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Wenn diese riesige Menge dann ins Laufen kommt – das ist meine Welt. Da fühle ich mich sicher, da fühle ich mich zuhause. Ich kann die Freude mit anderen teilen, und das macht mich glücklich und froh, am Leben zu sein.“

Als Mitglied des Jubilee Clubs – einer Gruppe von Läuferinnen und Läufern, die das Rennen zehn Mal oder öfter absolviert haben – hat Oertwich sogar ihre eigene persönliche Startnummer. Doch abgesehen von ihren Erfolgen hat das Laufen für sie eine tiefere emotionale Bedeutung. Jahrelang feuerte ihre Mutter sie an der Strecke an, immer genau an der richtigen Stelle. Auch wenn ihre Mutter inzwischen nicht mehr lebt, sagt Oertwich: „Ich sehe sie da immer noch stehen. Wenn ich das Gefühl habe, dass es gerade nicht so gut läuft, denke ich mir: ‚Ich muss weiterlaufen, sie wartet auf mich.‘“

Trotz ihrer jahrzehntelangen Erfahrung sagt sie, dass der Marathon „bestimmt kein Spaziergang ist“. Letztes Jahr stürzte Oertwich mitten im Rennen und musste im Krankenwagen behandelt werden. „Mein einziger Gedanke, als ich in so einem dunklen Moment war, war: ‚Ich muss ins Ziel kommen.‘ Ich habe ein Mantra: Aufgeben ist keine Option.“

Oertwich begann 1998 mit dem Laufen, um mehr Zeit in der Natur zu verbringen und etwas für sich selbst zu tun. Auch heute noch ist das ihr Hauptantrieb, doch auch Routine, Struktur und ein klein wenig der Wettbewerbsgedanke treiben sie an.

„Ich muss mich messen können, und irgendwie muss ich mich für das belohnen, was ich tue“, sagt sie. Diese Konstanz prägt ihr Training: Seit 15 Jahren läuft sie jeden Sonntag 20 Kilometer und kommt wöchentlich auf insgesamt 60-70 Kilometer. Aber ihre Motivation geht eben über Medaillen und Wochenkilometer hinaus. „Jeder Lauf, bei dem ich mich gut und gesund fühle, ist ein Geschenk“, sagt sie. „Ich laufe immer noch Zeiten, mit denen ich zufrieden bin und auf die ich stolz bin.“

So holst du mehr aus dem Lauf heraus

Nach den beeindruckenden Geschichten hast du nun selbst Lust auf eine neue Herausforderung? Marina empfiehlt, für den ersten Schritt auf das richtige Schuhwerk zu achten: „Wähle immer einen hochwertigen Schuh mit guter Dämpfung.“ Die Anmeldung für einen Marathon kann eine großartige Motivation sein, regelmäßig die Laufschuhe zu schnüren. Aber: Man sollte nicht einfach komplett spontan einsteigen, ohne viel Lauferfahrung zu haben. Sie sagt: „Fange mit kürzeren Rennen an: Nimm an Wettbewerben teil. Vielleicht zu Beginn ein 5-km- oder 10-km-Lauf. Genieße die Wettkampfatmosphäre – und irgendwann wirst du einen Marathon finishen.“

Wenn du bereits einige Erfahrung gesammelt hast und bereit bist, die 42,2 km anzugehen, rät Agnes, trotzdem langsam zu starten. „Jeder hat seinen eigenen Weg. Vergleiche dich nicht mit anderen“, mahnt sie. „Ruhe und Regeneration sind ebenso wichtig, also denke daran, auch die nicht-läuferischen Aspekte des Trainings zu priorisieren, wie ausreichend Schlaf.“ Wenn du zusätzliche Motivation brauchst, kann eine Laufgruppe helfen. „Die kann dich pushen, damit du nicht so schnell aufgibst.“

Auf zalando.de findest du eine Auswahl cooler Laufstyles der besten Marken sowie weitere inspirierende Lauferlebnisse.