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Ingebrigtsen bricht 1.500-m-Hallen-Europarekord

Liévin/Frankreich Ingebrigtsen bricht 1.500-Meter-Europarekord

Der Norweger Jakob Ingebrigtsen rannte beim Meeting am 9. Februar 2021 zum neuen Europarekord in der Halle. Die Äthiopierin Gudaf Tsegay lief sogar Weltrekord.

Eine ganze Reihe von absoluten Weltklassezeiten gab es beim bisher hochklassigsten Leichtathletik-Hallenmeeting des Winters im französischen Liévin. Für den Höhepunkt sorgte am Abend des 9. Februar 2021 die Äthiopierin Gudaf Tsegay, die in 3:53,09 Minuten zum 1.500-Meter-Weltrekord stürmte. Einen Europarekord lief über diese Distanz der Norweger Jakob Ingebrigtsen, der das Rennen überlegen in 3:31,80 gewann.

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Gudaf Tsegay lief einen neuen 1.500-Meter-Hallenrekord.

Die 24-jährige Gudaf Tsegay, die 2019 bei den Weltmeisterschaften über 1.500 Meter bereits die Bronzemedaille gewonnen hatte, ließ alle Konkurrentinnen, darunter die starke Britin Laura Muir, weit hinter sich und unterbot die bisherige Bestzeit um gut zwei Sekunden. Ihre Landsfrau Genzebe Dibaba war 2014 in Karlsruhe 3:55,17 Minuten gelaufen. „Das ist das Resultat meines Trainings, das vollkommen auf dieses Rennen abgestellt war“, sagte Gudaf Tsegay zu ihrer Zeit von 3:53,09. Hinter der Äthiopierin lief Laura Muir als Zweite einen britischen Landesrekord von 3:59,58.

Jakob Ingebrigtsen bricht 22 Jahre alten Rekord

Der erst 20-jährige 1.500- und 5.000-Meter-Europameister Jakob Ingebrigtsen zeigte einmal mehr, dass zumindest in Europa kein Weg an ihm vorbei führt. Rund 600 Meter vor dem Ziel setzte sich der Norweger vom Feld ab und gewann das 1.500-Meter-Rennen mit einem Europarekord von 3:31,81 Minuten. Damit verbesserte er die 22 Jahre alte Bestzeit des Spaniers Andrés Manuel Diaz, der 1999 eine Zeit von 3:33,32 erreicht hatte, deutlich. Jakob Ingebrigtsen, der einen Vorsprung von gut fünf Sekunden auf den Polen Marcin Lewandowski (3:36,83) hatte, wurde in Liévin zum fünftschnellsten Läufer aller Zeiten in der Halle. Der Weltrekord des Äthiopiers Samuel Tefera steht bei 3:31,04. „Es war mein erstes Rennen in dieser Saison und es lief wirklich gut und leicht. Ich weiß noch nicht, wo ich eventuell noch starte in der Halle, denn es geht jetzt hauptsächlich darum, für die Olympischen Spiele zu trainieren“, sagte Jakob Ingebrigtsen.

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Der Äthiopier Getnet Wale blieb nur minimal unter der Weltrekord-Zeit über die 3.000 Meter.

Ein anderer sehr alter Rekord wäre um ein Haar auch noch gefallen: Der Äthiopier Getnet Wale, der eigentlich ein 3.000-Meter-Hindernisläufer ist, gewann das 3.000-Meter-Rennen in 7:24,98 Minuten. Damit wurde der erst 20-Jährige zum zweitschnellsten Läufer in der Halle aller Zeiten. Zum Weltrekord des Kenianers Daniel Komen, der 1998 2:24,90 gelaufen war, fehlte weniger als eine Zehntelsekunde. Die nächstplatzierten Äthiopier liefen in Liévin auch noch Weltklassezeiten: Selemon Barega wurde Zweiter in 7:26,10 Minuten, gefolgt von Lamecha Girma (7:27,98) und Berihu Aregawi (7:29,24).

3.000 Meter der Frauen: Lemlem Hailu rennt vor Favoritin Sifan Hassan ins Ziel

Eine Überraschung gab es im 3.000-Meter-Rennen der Frauen. Hier setzte sich die Äthiopierin Lemlem Hailu mit einer Jahresweltbestzeit von 8:32,55 Minuten vor der favorisierten Sifan Hassan (Niederlande/8:33,62) durch. Dritte wurde die kenianische Weltrekordlerin über 3.000 Meter Hindernis, Beatrice Chepkoech, in 8:34,21. Keine Chance hatte in diesem Top-Feld die deutsche Weltklasse-Hindernisläuferin Gesa Krause (Silvesterlauf Trier). Sie belegte Rang zehn mit 8:55,25 Minuten.

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