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WM-Vorschau Teil 4: Marathon der Männer London-Olympiasieger Stephen Kiprotich am Start

Zum ersten Mal seit 15 Jahren könnte ein Äthiopier Weltmeister im Marathon werden. Hier lesen Sie Teil 4 unserer großen Leichtathletik-WM-Vorschau.

Stellen die Äthiopier erstmals seit 2001 wieder einen Marathon-Weltmeister? Damals triumphierte im kanadischen Edmonton Gezahegne Abera. In Abwesenheit von Superstar Eliud Kipchoge – der Weltrekordler und Olympiasieger bereitet sich auf sein Rennen in Wien im Oktober vor, wo er die Zwei-Stunden-Barriere durchbrechen möchte – kommen die beiden schnellsten Läufer im Feld aus Äthiopien. Ebenso wie der Marathon der Frauen startet auch das Rennen der Männer um kurz vor Mitternacht. Im abschließenden Teil 4 dieser Vorschau-Serie auf die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha geht es um den Marathon der Männer.

Start: 5. Oktober, 22.59 Uhr
Weltmeister 2017: Geoffrey Kirui (KEN)
Olympiasieger 2016: Eliud Kipchoge (KEN)
Jahresweltbestzeit: 2:02:37 Eliud Kipchoge (KEN)
Deutscher Starter: keine

Der Mann, der in London im April als Zweiter hinter Eliud Kipchoge mit 2:02:55 Stunden zum zweitschnellsten Läufer aller Zeiten wurde, führt die Startliste in Doha an: Mosinet Geremew steigerte sich an der Themse auf 2:02:55 Stunden – bis vor rund einem Jahr wäre das noch Weltrekord gewesen. Mit Mule Wasihun, der sich in London als Dritter auf 2:03:16 verbesserte, kommt auch der zweitschnellste Athlet auf der Startliste aus Äthiopien. Laban Korir ist der schnellste Kenianer im Feld mit einer Bestzeit von 2:05:54.

Tadesse Abraham könnte beim WM-Marathon ins Geschehen eingreifen

Doch persönliche Rekorde sind bei einem Meisterschaftsrennen ohne Tempomacher und bei hohen Temperaturen längst nicht so aussagekräftig wie bei einem City-Marathon. Zwei Läufer werden in Doha an den Start gehen, die schon große Titel im Hochsommer gewonnen haben: Stephen Kiprotich (Uganda) ist der Olympiasieger von London 2012 und Weltmeister von Moskau 2013, Geoffrey Kirui (Kenia) geht als Titelverteidiger in das WM-Rennen. Beide waren allerdings zuletzt nicht in Bestform.

Eine gute Rolle spielen könnte der aus Eritrea stammende Schweizer Tadesse Abraham. Er wurde vor einem Jahr in Berlin Vize-Europameister und lief im Frühjahr in Wien gute 2:07:24 Stunden. Seine Bestzeit steht bei 2:06:40. Nicht nur der Schweizer, sondern auch der österreichische Marathon-Rekordler ist bei der WM dabei: Lemawork Ketema, der aus Äthiopien stammt, verbesserte in Wien im April den Landesrekord von Günther Weidlinger um drei Sekunden auf 2:10:44.

Deutsche Läufer werden in Doha nicht am Start sein. Sie konzentrieren sich auf die Herbst-Marathonläufe, bei denen die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio im Vordergrund steht.

Text: race-news-service.com

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