David Carlier
Matterhorn Ultraks 2020
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Matterhorn Ultraks 2020 150 Bilder

Skyrunning in atemberaubender Szenerie:

Matterhorn Ultraks 2020 Skyrunning in atemberaubender Szenerie

Über 25 Kilometer und 2.876 Höhenmeter pulverisierten der Italiener William Boffelli und die Tschechin Marcela Vasinova die Streckenrekorde.

Am Freitag und Samstag, den 21. und 22. August konnte der Matterhorn Ultraks in Zermatt Bergläufer und Skyrunner ein weiteres Mal begeistern. In atemberaubender Kulisse fiel der Startschuss für die unterschiedlichen Distanzen. Von 19 Kilometern mit 1.150 Höhenmetern („Active") bis zu 49 Kilometern mit 3.600 Höhenmetern („Sky") gab es für unterschiedlich ambitionierte und erfahrene Teilnehmer vier Distanzen. Zudem wurden beim „Vertical" auf nur 2,3 Kilometern 655 Höhenmeter überwunden. Auch eine Staffel und ein Rennen für den Nachwuchs wurden angeboten. Zahlreiche Streckenrekorde konnten 2020 gebrochen werden.

Ober- sowie unterhalb dieses Artikels finden Sie eine Bildergalerie mit den schönsten Eindrücken vom Matterhorn Ultraks 2020.

Adrenalin. Abfahrt. Schweiß. Manchmal Schmerzen. Dann kommen die Ermutigung, die Angst, die Tränen, der Stolz. Kurzum: Emotion. Das ist es, was die Ausgabe 2020 der Matterhorn Ultraks ausmacht, deren „Extreme" am Morgen des 21. Augusts startete. Im Herzen von Zermatt haben die Teilnehmer dieses außergewöhnlichen Rennens unter dem wohlwollenden Blick des Matterhorns ihr Treffen mit den Bergen erhalten. Der Geist des Skyrunnings war wieder da.

William Boffelli und Marcela Vasinova gewinnen „Extreme" beim Matterhorn Ultraks 2020

In einer nüchternen und elektrischen Atmosphäre befanden sich die Läufer des „Extreme" am frühen Freitagmorgen am Start und waren bereit, mit diesem ultratechnischen Kurs zu kämpfen: 35 Prozent Trails, zwei Prozent Gletscher, 63 Prozent felsiges Gelände mit einer maximalen Höhe von 3.345 Metern.

Der Italiener William Boffelli (Team Crazy Idea) konnte das Rennen in 3:23:32 Stunden gewinnen. Er war gekommen, um mit seinem Freund und Teamkollegen Martin Anthamatten, der den vierten Platz belegte, zu laufen. „Es ist das technischste Rennen, das ich je gefahren bin. Ich konnte es mir nicht vorstellen, bevor ich dort war: Wir mussten uns inmitten einer solch majestätischen Umgebung zurechtfinden. Es ist außergewöhnlich. Ich komme nächstes Jahr wieder, das ist sicher!" William Boffelli pulverisierte den Rekord seines Landsmanns Daniel Antonioli (Team La Sportiva), der ihm mit einer Zeit von 3:30:59 Stunden folgte. „Eine Saison nach Monaten der Vorbereitung aufzugeben, ist herzzerreißend. Was für eine Freude, hier in Zermatt zum Skyrunning zurückkehren zu können!", so der zweitplatzierte Antonioli. Der Schweizer Pascal Egli (Team Dynafit), der das Podium komplettierte, beendete das Rennen in 3:31:46 Stunden.

Bei den Frauen gewann die Tschechin Marcela Vasinova (Team Dynafit) mit einer neuen Hausmarke von 4:11:12 Stunden. Hinter ihr überquerte die Amerikanerin Hillary Gerardi (Team Black Diamond) nach 4:25:23 Stunden die Ziellinie. Als Stammgast bei den Matterhorn Ultraks begrüßte sie „die Freude, wieder im Wettbewerb zu sein, die unglaubliche Begeisterung der Öffentlichkeit und die Chance, in dieser Umgebung in absoluter Sicherheit zu laufen". Die Schweizerin Amélie Bertschy (Team Scott - Dupasquier Sports) wurde in 4:39:37 Stunden Dritte. „Die abfallenden Strecken sind sehr steil und haben mich über meine Grenzen hinausgetrieben. Krämpfe, Stürze...dann vergessen wir alles. Ich bin froh, auf dem Podium dieses Rennens zu stehen und habe es nicht erwartet! "

Victoria Kreuzer nur knapp hinter schnellstem Männer-Trio beim „Vertical"

Im „Vertical" haben Stammgäste der Matterhorn Ultraks ihre Rangliste aus dem letzten Jahr erneuert. Auf dem Männerpodest landete erneut Martin Anthamatten in 20:46 Minuten auf seinem ersten Platz vor seinem Kollegen und Freund Andreas Steindl (21:02 Minuten), und Dan Haworth (22:39 Minuten). Bei den Frauen gewann Victoria Kreuzer im dritten Jahr in Folge in 22:41 Minuten vor Stéphanie Graf (28:54 Minuten) und Vilde Rieker (29:20 Minuten).

Der Franzose Kevin Vermeulen (Team Leman Trail) absolvierte den „Sky" über 49 Kilometer und 3.600 Höhenmeter in 5:10:52 Stunden. Hinter ihm überquerte der Schweizer Raphael Sprenger (Team TG Hütten) nach 5:13:27 Stunden die Ziellinie, gefolgt von Thomas Farnik aus der Tschechischen Republik (Team Buff / Salomon), der in 5:26:09 Stunden den dritten Platz in der Wertung belegte. Im Frauenrennen landeten gleich drei Schweizerinnen auf dem Podium, wieder mit neuen Rekorden: Odile Spycher (Team GSFM) gewann das Rennen in 6:17:57 Stunden. Laurence Yerly belegte zum zweiten Mal in Folge in 6:27:11 Stunden den zweiten Platz, gefolgt von Anne Roussel (Team Athlétique Sport Aixois), die mit einer Zeit von 6:32:17 Stunden die Ziellinie überquerte.

Atemberaubende Aussichten beim „Mountain" über 32 Kilometer und 2.000 Höhenmeter

Das Rennen „Mountain" (32 Kilometer mit 2.000 Höhenmetern) ist berühmt für seine atemberaubende Aussicht. Hier siegte Stephan Wenk aus der Schweiz in 2:41:27 Stunden vor George Foster (2:48:15 Stunden) und Dan Haworth (2:52:12 Stunden), beide aus Großbritannien und alle in den Farben von Scott. Bei den Frauen war das Podium wieder voll schweizerisch: Delphine Marmy absolviert die Distanz in 3:28:56 Stunden, gefolgt von Fania Wälle (3:31:49 Stunden) und Vanessa Pittet (3:34:09 Stunden).

Im „Active" (19 Kilometer mit 1.150 Höhenmetern) ist Victoria Kreuzer in 1:40:35 Stunden wieder auf das Podium geklettert, vor ihren Landsleuten Maria Christen (1:41:00 Stunden) und Lucile Besson (1:53:02 Stunden). Bei den Männern stellten Maximilien Drion (1:25:00 Stunden), François Leboeuf (1:29:52 Stunden) und Cedric Lehmann (1:30:24 Stunden), alle aus der Schweiz, das Top-Trio auf.

Die Ausgabe 2020 der Matterhorn Ultraks war geprägt von der Freude, den Wettbewerb wiederzuentdecken, sowie von neuen Rekorden für alle Rennen und konnte Skyrunning- und Berglaufbegeisterten das lang erwartete Erlebnis bieten. Diese Ausgabe versammelte Läufer aus allen Bereichen, und mehrere Straßenrennmeister konnten perfekt auf die Bergpfade übergehen.

Im Schatten des Matterhorns: Die schönsten Bilder vom Matterhorn Ultraks 2020

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