Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause

Gesa Felicitas Krause ist eine deutsche 3.000-Meter-Hindernis-Läuferin und Bronzemedaillen-Gewinnerin bei der WM in Peking 2015.

Gesa Felicitas Krause, geboren am 3. August 1992, ist eine deutsche Leichtathletin, die sich auf den Hindernislauf spezialisiert hat. Seit 2017 startet sie für den Silvesterlauf Trier e.V., nachdem sie lange Jahre das Trikot der LG Eintracht Frankfurt trug. Trainiert wird Gesa Krause von Wolfgang Heinig.

Ihren ersten großen Erfolg konnte sie feiern, als sie im Juli 2011 bei den Leichtathletik-Junioren-Europameisterschaften in Tallin über 3.000-Meter-Hindernis die Goldmedaille gewann. Im selben Jahr wurde sie vom Deutschen Leichtathletikverband auch für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in der Erwachsenenklasse nominiert. Dort konnte sie sich als Dritte ihres Vorlaufes für das Finale qualifizieren, in dem sie in einer neuen persönlichen Bestzeit von 9:32,74 Minuten den neunten Platz erreichte. Damit stellte sie zugleich einen neuen U20-Europarekord über diese Distanz auf.

2012 EM-Vierte in Helsinki und Olympia-Achte in London

2012 in Helsinki belegte sie über 3.000-Meter-Hindernis den vierten Platz. Bei den Olympischen Spielen in London gewann sie ihren Vorlauf in neuer persönlicher Bestzeit von 9:24,91 Minuten, die sie im Finale auf 9:23,52 Minuten verbesserte und dort das Ziel als Achte erreichte. Ein Jahr später bei den U23-Europameisterschaften in Tampere gewann sie in neuer Meisterschaftsrekordzeit von 9:38,91 Minuten die Goldmedaille. Bei den darauffolgenden Leichtathletik-Weltmeisterschaften rutschte sie nach einer schwachen Vorlaufleistung gerade noch ins Finale, wo sie deutlich verbessert in 9:37,11 Minuten auf den neunten Rang lief.

2014 nahm Gesa Krause an den Deutschen Meisterschaften in Ulm teil. Beim 3.000-Meter-Hindernislauf lag sie mit 9:39,16 Minuten nur knapp hinter der Erstplatzierten Antje Möldner-SchmidtKrause (LC Cottbus/9:39,09). Bei der Deutschen Hallenmeisterschaft 2015 konnte Gesa Krause mit 9:04,84 Minuten den Sieg über die 3.000 Meter erlaufen und sich somit den Titel der Deutschen Hallenmeisterin sichern. Ebenso bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg konnte sie überlegen ihre Parade-Disziplin, die 3.000-Meter-Hindernis, in 9:32,20 Minuten gewinnen und stellte so einen neuen Meisterschaftsrekord auf. Beim Diamond-League-Meeting in Monaco konnte Gesa Krause ihre Bestzeit auf herausragende 9:20,15 Minuten verbessern und kam so bis auf zwei Sekunden an den deutschen Rekord von Antje Möldner-Schmidt heran.

Bronze bei der Weltmeisterschaft 2015 in Peking

Wenige Wochen später gelang ihr der bisher größte Erfolg ihrer Karriere. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking 2015 lief sie zuerst im Vorlauf als Zweitschnellste souverän ins Finale. Dort lief sie mit 9:19,25 Minuten nicht nur eine neue persönliche Bestzeit zum Saisonhöhepunkt, sondern auch auf den sensationellen dritten Platz. Nur eine Hundertstelsekunde trennte sie vom Silberrang und nur 14 Hundertstel lag die neue Weltmeisterin Hyvin Jepkemoi aus Kenia vor ihr. Sie gewann somit als erste deutsche Frau eine WM- bzw. Olympiamedaille über 3.000 Meter Hindernis.

Nach dem Sensations-Jahr 2015 ging Gesa Krause bei der Europameisterschaft in Amsterdam im Juli 2016 als Favoritin an den Start. Ihrer Rolle konnte sie in neuer persönlicher Bestzeit von 9:18,85 Minuten und mit dem Titel-Gewinn komplett gerecht werden. Nur 31 Hundertstel fehlten ihr bei ihrem souveränen Sieg zum deutschen Rekord. Dieser war beim großen Saison-Highlight, den Olympischen Spielen in Rio, schon im Vorlauf wieder in Gefahr. Mit 9:19,70 Minuten qualifizierte sich Krause für das Finale. Dort musste sie in einem Temporennen die Führungsgruppe ziehen lassen, machte dennoch Plätze gut und lief als starke Sechste mit neuer persönlicher Bestzeit und deutschem Rekord von 9:18,41 Minuten ins Ziel.

Zum Abschluss der Olympia-Saison 2016 nahm Gesa Krause beim 75. ISTAF in Berlin teil. Am 3. September konnte sie in 9:30,95 Minuten nochmal einen guten zweiten Platz hinter der 18-jährigen Kenianerin Celliphine Chepteek Chespol, die den U20-Weltrekord knapp verpasste, erlaufen. Das Jahr endete für Gesa Krause mit einem Vereinswechsel. Seit 2017 startet die Hindernis-Läuferin für den Silvesterlauf Trier e. V. Mit ihrem Vier-Jahres-Vertrag sei in Sachen Verein eine volle Konzentration auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio möglich, so Krause.

Mit Bestzeit und deutschem Rekord in die Saison 2017

Die Saison-Vorbereitung für das nacholympische Jahr absolvierte Gesa Krause überwiegend in Kenia und Südafrika. Nach einer missglückten Premiere über die halbe Marathon-Distanz beim RAK-Halbmarathon und einem zweiten DM-Platz über 3.000 Meter in der Halle, startete sie beim Diamond-League-Meeting in Doha (Katar) mit einem Paukenschlag in die Bahn-Saison. Mit 9:15,70 Minuten konnte sie ihre Bestzeit - gleichzeitig auch deutscher Rekord - um fast drei Sekunden verbessern und belegte damit den siebten Rang. Bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt überzeugte Gesa Krause gleich mit zwei Titeln. Über 3.000 Meter Hindernis lief sie erwartungsgemäß ein einsames Rennen von der Spitze. Über eine halbe Minute vor Jana Sussmann liegend, konnte sie sich mit 9:25,81 Minuten den ersten Titel an diesem Wochenende sichern. Der zweite folgte über die 5.000 Meter, wo sie hauchdünn Hanna Klein in 16:20,10 Minuten hinter sich lassen konnte.

Trotz Sturz zum vierten Mal infolge bei einer WM unter den Top Ten

Mit großen Erwartungen ging der Blick nun Richtung Weltmeisterschaften in London. Souverän als Vorlauf-Erste qualifizierte sich die inzwischen 25-jährige Gesa Krause für den Finallauf. Nachdem dort Beatrice Chepkoech zuerst in Führung liegend am ersten Wassergraben vorbei lief, verursachte sie nach rund 700 Metern einen Sturz an einem Hindernis. Gesa Krause konnte ihr nicht mehr ausweichen und fand sich selbst auf dem Boden wieder. Dabei musste sie zwar einen unabsichtlichen Tritt auf das Fußgelenk und ein blaues Knie einstecken, war jedoch nach eigener Aussage primär von ihrem brummenden Kopf beeinträchtigt - bei all dem Pech hatte sie auch noch einen Ellenbogen an den Kopf bekommen. Eine Spitzengruppe hatte sich nun gebildet und auch die Verfolgerinnen waren rund 30 Meter voraus. Mit einer starken kämpferischen Leistungen, die später auf extrem viel Anerkennung stieß, gab sie das Rennen nicht auf, gab bis zum Ziel alles und konnte wenigstens noch einige Plätze gut machen. Als Neunte in 9:23,87 Minuten deutete sie beim Überraschungs-Doppelsieg von Emma Coburn und Courtney Frerichs nur an, was ohne Sturz möglich gewesen wäre. Dennoch gelang Gesa Krause damit der vierte Top-Ten-Platz bei der vierten WM infolge.

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