Die besten Laufschuhe im Test
Die RUNNER’S-WORLD-Laufschuhtests
Frauenlaufschuhe Hersteller

Damenlaufschuhe im Test

Die aktuellen Damen-Modelle Die besten Frauenlaufschuhe im Test

Keine Frau käme auf die Idee, im Alltag Männerschuhe zu tragen. Das gilt auch beim Laufen. Wir haben die aktuellen Frauen-Modelle getestet.

In Deutschland und weiten Teilen Europas ist Laufen bei Frauen unter 30 mittlerweile deutlich beliebter als bei gleichaltrigen Männern. Zudem sind die Zuwachsraten bei den Frauen höher. Ursachen sind vermutlich in einem gesteigerten Körperbewusstsein und einer gesünderen Lebensweise zu sehen. Die Zahl der laufenden Frauen wird in den nächsten Jahren weiter wachsen – absolut und überproportional. Zudem gelten gerade jüngere Frauen bei den Herstellern als attraktive Zielgruppe, kaufkräftig und konsumfreudig. Daher gibt es inzwischen ein breites Angebot an eigens konstruierten Frauenmodellen, und in der Zukunft wird hier weiterhin viel passieren. Denn die Forschung in diesem Gebiet scheint noch lange nicht am Ende.

Frauen-Laufschuhe – die wichtigsten Merkmale

Die Anforderungen an Frauen-Laufschuhe müssen sich an den physiologischen Eigenschaften ihrer Füße orientieren. Das klingt banal, wird aber bei noch längst nicht allen Frauen-Joggingschuhen umgesetzt. Der durchschnittliche Frauenfuß ist nämlich nicht einfach ein kleinerer Männerfuß. Frauenfüße haben andere Proportionen als Männerfüße. Und sie werden beim Laufen anders belastet. Die Unterschiede bei den Laufschuhen für Männer und Frauen beziehen sich also nicht nur auf die Passform, sondern auch auf die Konstruktion. Die offensichtlichsten Punkte, die es zu berücksichtigen gilt, sind:

  • Frauen sind leichter als Männer. Selbst bei gleicher Körpergröße sind Frauen leichter, im Schnitt um 15 Prozent, wobei es hier regionale Unterschiede gibt. Der Grund für die Gewichtsunterschiede: Frauen haben weniger Muskelmasse, der Knochenbau ist leichter.
  • Bei Frauen weichen die Winkelstellungen der unteren Gliedmaßen – das Verhältnis von Ober- zu Unterschenkel gemessen – ab der Hüfte von den Werten bei Männern ab. Die bei einigen Läuferinnen zu beobachtende X-Bein-Stellung wird auf die breiteren Hüften zurückgeführt; dadurch ergibt sich ein größerer Q-Winkel („Q-Angle“), eine orthopädische Bezeichnung für die Stellung der Beinachse.
  • Frauen sind außerdem flexibler – das heißt sie sind dehnfähiger, gleichzeitig ist ihr Bindegewebe schwächer als bei Männern.

Diese Unterschiede zwischen Frauen- und Männerphysiognomie haben vor allem Auswirkungen auf die Mittelsohlenkonstruktionen von Laufschuhen.

Weichere Dämpfung bei Damen-Laufschuhen

Aufgrund des geringeren Körpergewichts von Frauen sollte vor allem die Dämpfung der Damen-Laufschuhe entsprechend ausgelegt sein. In der Tat weisen spezielle Frauenlaufschuhe eine weichere Dämpfung auf; im Einzelfall sind sogar die Dämpfungs- und Stabilitätselemente in der Mittelsohle geschlechtsspezifisch ausgelegt – etwa bei Form und Härte der Air-Dämpfungskissen bei Nike oder den Mittelfußbrücken bei Asics. Hersteller Reebok reduziert bei Damen-Laufschuhmodellen die Höhe des Mittelsohlenmaterials; wo es bei einem Männer-Laufschuh im Fersenbereich 24 und im Vorfuß 12 Millimeter sind, sind es beim entsprechenden Frauen-Laufschuh nur 22 und 11 Millimeter. Die Dämpfung ist also auf das niedrigere Frauen-Körpergewicht ausgelegt.

Frauen-Laufschuhe mit höherer Flexibilität

Obendrein sind Frauen-Laufschuhe etwas leichter, was bei Reebok etwa durch größere Flexkerben noch unterstützt wird: Hier wird weiteres Material, also Gewicht eingespart und dazu ist der Schuh flexibler. Nike verwendet für Damen-Laufschuhe mitunter sogar andere, flexiblere Einlegesohlen als für die entsprechenden Herren-Laufschuhe.

Spezielle Außensohle bei Laufschuhen für Frauen

Immer öfter zu finden ist auch die spezielle Form und Gestaltung der Außensohle. Untersuchungen von Laufschuhherstellern haben ergeben, dass Frauen beim Fußaufsatz in der Landephase weiter außen mit dem Fuß aufkommen – eine eversive Position, wie die Orthopäden sagen. Dementsprechend ist das Crash-Pad – der Sohlenteil, mit dem der Schuh als erstes den Boden berührt – beim Frauen-Laufschuh weiter nach außen verlagert, also auf die äußere Seite der Außensohle. Das Crash-Pad passt sich besonders gut dem Untergrund an. Dafür ist es oft von der Außensohle entkoppelt und kann sich somit frei bewegen. Außerdem sind, wie oben angeführt, die Flexkerben in der Außensohle von Frauenschuhen tiefer, ermöglichen eine größere Beweglichkeit.

Werden diese Konstruktionsbesonderheiten umgesetzt, spricht man bei Laufschuhen von einer Frauen-spezifischen Konstruktion. Im Unterschied dazu gibt es viele Laufschuhe allerdings auch in einer (einfachen) Frauenversion: Und dies bezieht sich dann oft nur auf die unterschiedliche Passform.

Frauenfüße sind nicht nur kleiner

Denn bei der Fußform sind die Unterschiede zwischen Frauen- und Männerfüßen offensichtlicher – und für Laufschuhhersteller konstruktionstechnisch leichter umzusetzen. Klar, Frauen haben im Durchschnitt kleinere Füße. Genauer gesagt, Frauenfüße sind schlanker. Für eine mehrjährige Studie untersuchten die Tübinger Sportmediziner Stefan Grau und Inga Krauß die Füße von mehr als 900 Personen, ihr Ergebnis: „Frauen haben bei gleicher Fußlänge in den beobachteten Größen schmalere und flachere Füße als Männer und außerdem einen größeren Großzehenwinkel als Männer.“

Frauenfüße haben andere Proportionen

Ein weiterer Unterschied ist die andere Proportion des weiblichen Fußes. Bei Frauen ist der Vorfuß im Vergleich zum Rückfuß breiter als bei Männern. Der Spann ist absolut gesehen flacher, in der Relation aber höher als bei Männern; wobei bei Frauen die Unterschiede größer sind als bei Männern. Im Durchschnitt ist auch das Ristmaß deutlich geringer: Dies wird gemessen, wenn man ein Maßband um Ferse und den Spann führt. Das Ergebnis hat vor allem Konsequenzen für die Passform von Damen-Laufschuhen; gerade der Einstiegsbereich sollte also bei Laufschuhen für Frauen kleiner ausfallen. Der Schaftrand sollte dabei auch niedriger sein, sonst stößt das Fußgelenk auf den Schaftrand, insbesondere wenn Frauen mit Männerschuhen laufen. Dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden – wenn Passform und Funktion stimmen.

Laufschuh-Auswahl und Laufschuh-Kauf

Achten Sie bei der Laufschuh-Auswahl auf die Punkte, die oben bezüglich Anatomie und Funktion genannt wurden. Suchen Sie hieraus die Elemente heraus, die auf Sie zutreffen:

  • Habe ich einen schmalen Fuß?
  • Wie viel Platz brauche ich im Ballen- und Zehenbereich?
  • Wie flexibel ist der Schuh?
  • Wo waren bei meinen bisherigen Schuhen die Problemstellen für den Fuß?
  • In welchen Schuhen habe ich mich bislang am wohlsten gefühlt?

Die aktuellen Frauenmodelle im Test

Hier lesen Sie unsere Testberichte:

Brooks Adrenaline GTS 21

Hersteller
Brooks Adrenaline GTS 21

Hier bestellen: Brooks Adrenaline GTS 21

Testeindruck: Der Adrenaline ist ein echter Dauer(b)renner: Zum vierten Mal in Folge belegt er bei der RUNNER’S-WORLD-Leserwahl Platz eins in der Kategorie Bewegungskontrollschuhe – diesmal mit dem besten Ergebnis, das er jemals erreicht hat. Mit der aktuellen Überarbeitung ist die Zielgruppe dieses stabil konstruierten Trainingsschuhs nun noch größer geworden. Die Mittelsohle dämpft gut, vor allem für Fersenläuferinnen, ist jedoch nicht zu weich und bietet einen noch sanfteren Abrollkomfort als der GTS 20. Die „Guiderails“ sind so etwas wie ein Spurhalte-Assistent beim Auto: Je stärker der Bewegungsablauf von der Mitte abweicht, desto stärker greift das Rail ein. Das Obermaterial ist sehr weich, die Lasche ist mit dem Sohlenbereich verbunden, die Sprengung ist recht hoch, der Vorfuß eher breit gestaltet. Ein Tipp für Einsteigerinnen und Viel-Läuferinnen.

Kategorie: Stabilschuh/Dämpfungsschuh Gewicht: 258 g Sprengung: 12 mm UVP: 140 Euro

Asics GT-2000 9

Hersteller
Asics GT-2000 9

Hier bestellen: Asics GT-2000 9

Testeindruck: Der stabile GT-2000 füllt die Lücke zwischen dem Brooks Adrenaline, der ein ganzes Stück schwerer ist und eine höhere Sprengung hat, und dem Saucony Guide, der etwas weniger Sprengung hat, aber noch mehr stützt als der Asics. In der neuen Version ist der GT spürbar dynamischer geworden: Der Vorfußbereich ist flexibler, zudem erhält die Dämpfung durch das reaktive Flytefoam-Material einen Spritzer Dynamik. Das neue nahtfreie und in wichtigen Bereichen verstärkte Mesh-Obermaterialbietet der Laufbewegung noch mehr Unterstützung. Dazu eine Testerin: „Ein Stabilschuh, in dem ich mich bei ruhigen Läufen sehr wohl fühle und sicher abrolle, ohne eingezwängt zu werden.“ Der GT-2000 9 ist in einer breiteren Passform verfügbar und auch für schwerere Läufer eine Empfehlung. Er bleibt seiner Tradition treu als ein in allen Lagen verlässlicher Trainingsschuh.

Kategorie: Stabilschuh Gewicht: 221 g Sprengung: 10 mm UVP: 140 Euro

Saucony Guide 14

Hersteller
Saucony Guide 14

Hier bestellen: Saucony Guide 14

Testeindruck: Eine Aufwertung hat der Guide 14 erfahren, der in der neuen Version – ähnlich wie die Modelle von Brooks und Asics – deutlich komfortabler geworden ist. Das liegt an einer zusätzlichen Dämpfungsschicht mit dem sogenannten PWRRUN Material, einem sehr weichen und responsiven Schaum. Dadurch sind nun immerhin 32,5 Millimeter Dämpfung unter dem Rückfuß. Durch den sehr stabilen Führungsrahmen aus TPU ist der Abrollvorgang aber nach wie vor von Stabilität geprägt. Läuferinnen, die dem Nach-innen-Knicken des Fußes entgegenwirken wollen, finden hier also eine robuste Lösung. Zusätzlich verhindert die gut gepolsterte, aber trotzdem extrem stabile Fersenkappe das seitliche Ausbrechen des Fußes. Da die Lasche über elastische Bänder seitlich mit der Mittelsohle verbunden ist, ist zudem für einen guten Sitz im Mittelfuß gesorgt.

Kategorie: Stabilschuh Gewicht: 266 g Sprengung: 8mm UVP: 140 Euro

Asics Gel-Nimbus 23

Hersteller
Asics Gel-Nimbus 23

Hier bestellen: Asics Gel-Nimbus 23

Testeindruck: Ein Beipackzettel wäre nötig, um all die Technologien aufzuzählen, die Asics in den neuen Nimbus gepackt hat. Von den Ösen über das Obermaterial bis zur Zwischensohle wurde alles generalüberholt. Der Laufeindruck bleibt allerdings der alte: Der Nimbus gehört zur Spitzengruppe der Komfortklasse. Das Urteil einer Testrin ist repräsentativ: „Asics hat es in puncto weiches Abrollverhalten auf die Spitze getrieben, der Wunsch nach Tempo ist sekundär.“ Wer schnell laufen will, sollte also lieber zu anderen (Asics-)Modellen greifen, der Nimbus bietet dafür das sanfte Verwöhnprogramm für Läuferfüße. Bei der Damenversion wurden die Passform und die Sohlenkonstruktion überarbeitet. Die Ferse steht nun höher, der Vorfuß ist flexibler. „Ein Wohlfühlschuh für lange und Genussläufe sowie Plauderrunden“, bringt es eine Testläuferin auf den Punkt.

Kategorie: Neutralschuh/Dämpfungsschuh Gewicht: 250 g Sprengung: 13 mm UVP: 180 Euro

Joe Nimble NimbleToes Addict

Joe-Nimble-NimbleToes-Addict-Wmns
Hersteller

Testeindruck: Wenn manche Frauen wegen der im Zehenbereich zu schmalen Schuhe fast schon verzweifeln, finden Sie im sehr hochwertig verarbeiteten Addict die Lösung. Die Leistenform und die Konstruktion des Obermaterials sind beim Addict kompromisslos ausgelegt. Während viele Laufschuhe an den Zehen enger werden, bleibt der Addict nach vorn hin breit, sodass die Zehen beim Laufen als Anker und Stabilisator fungieren können. Und: Die Sprengung ist gleich null, Vorfuß und Ferse stehen also auf einer Höhe. So soll ein natürlicher, orthopädisch günstiger Bewegungsablauf ermöglicht werden. Der Addict hat eine dämpfende Zwischensohle und taugt damit auch für Laufeinsteigerinnen, die einen möglichst natürlichen Abrollvorgang trainieren wollen. Die Passform fusst auf dem spezifischen Damenleisten, berücksichtigt die Anatomie des weiblichen Fußes und garantiert viel Zehenfreiheit. Der Damenleisten hat eine etwas konkavere, schmalere Passform insbesondere im oberen Mittelfußbereich und oben auf dem Spann. Auch die Ferse ist schlanker und passt sich so der Anatomie meist weniger voluminösen Frauenfüßen an.

Gewicht: 250 gSprengung: 0 mm UVP: 179 Euro

Mizuno Wave Skyrise 2

Hersteller
Mizuno Wave Skyrise 2

Hier bestellen: Mizuno Wave Skyrise 2

Testeindruck: „Wow, ist der komfortabel“, beginnt eine Läuferin ihren Testbericht. Mit dem Wave Skyrise 2 hat Mizuno ein äußerst angenehm zu tragendes Gesamtkunstwerk erschaffen. Der Schaft besteht aus zwei Lagen: zum einen aus einer inneren leichten Polsterung, zum anderen aus einer äußeren Schicht, die direkt über der Sohle und im Mittelfuß- und Schnürbereich fester, über den Zehen luftiger und elastischer ist. Die Kombination macht alle Bewegungen mit und schmiegt sich sanft an den Fuß. Auch die Lasche, der Fersenbereich und der Schuhkragen sind bequem gepolstert. Die stabile Fersenkappe und der Zehenschutz fügen sich störungsfrei in den Schaft ein. Die Schnürung ist klassisch konstruiert und „lässt sich außergewöhnlich gut justieren“, so eine Testerin. Die „Foam Wave“ verleiht dem Schuh Dynamik, „ideal für einen Tempodauerlauf“, so ein erfahrene Testläuferin. „Aber auch einen Halbmarathon oder Marathon kann ich mir mit dem Skyrise 2 gut vorstellen.“

Kategorie: stabiler Dämpfungsschuh Gewicht: 240 g Sprengung: 10 mm UVP: 140 Euro

Adidas Ultraboost 21

Hersteller
Adidas Ultraboost 21

Jetzt bestellen: Adidas Ultraboost 21

Testeindruck: Beim Ultraboost muss man etwas genauer hinschauen: Die technischen Daten rund um die Mittelsohle sind nämlich unverändert geblieben. Rückund Vorfuß stehen genauso hoch wie beim Vorgänger und auch der Leisten und mithin die Passform sind gleich geblieben. Dafür hat Adidas sechs Prozent mehr Boost-Material in die Sohle gepackt, was die Gewichtszunahme bedingt. Das haben unsere Testläufer aber gar nicht bemerkt, dazu waren sie zu beeindruckt vom neuen Abrollgefühl: „Der Vorgänger bot mir im Vorfußbereich zu wenig Dynamik, der Ultraboost 21 ist aber plötzlich ein richtig agiler Schuh“, so ein Testläufer. Verantwortlich ist das neue LEP-Torsionssystem in der Zwischensohle, das dem Vorfußbereich mehr Vorspannung verleiht. Der Mittelfußsattel gibt zwar mehr Halt, die Konstruktion wurde aber von Testläufern mit schmalerem Fuß kritisiert. Obendrein fühlt sich der Schuh für einige Tester durch das neue Obermaterial etwas kleiner an als erwartet.

Kategorie: Neutralschuh/Dämpfungsschuh Gewicht: 325 g Sprengung: 10 mm UVP: 180 Euro

New Balance Fresh Foam 880 v11

Hersteller
New Balance Fresh Foam 880 v11

Testeindruck: Einen sehr guten Schuh noch besser machen zu wollen birgt die Gefahr, es zu vergeigen. Deshalb hat New Balance bei der Überarbeitung des 880 die Mittelsohle nicht angerührt. Ein Testläufer, der den Vorgänger viel nutzte, war erleichtert, da die für ihn perfekte Abstimmung von Dämpfung, Flexibilität und Stabilität in der „Fresh Foam X“-Mittelsohle erhalten blieb. Lob kam auch von leichtgewichtigen bis mittelschweren Läufern, die sich mit den Laufeigenschaften des Materials sehr wohlfühlten. Für schwerere Läufer empfiehlt sich hingegen eher der New Balance 1080. Neu ist das in verschiedene Funktionszonen eingeteilte Strick-Obermaterial. Im Vorfußbereich sitzt es eher eng und lässt sich mit der hervorragenden Schnürung auch gut an schmalere Füße anpassen. Die reduzierte Fersenkappe bietet guten Halt und Stabilität.

Kategorie: Neutralschuh Gewicht: 252 g Sprengung: 10 mm UVP: 140 Euro

On Cloudultra

Hersteller
On Cloudultra

Testeindruck: Die Modellbezeichnung verrät es: Der Cloudultra ist für sehr große Distanzen ausgelegt. Er ist robust konstruiert und hat eine stabile, eher fest dämpfende Mittelsohle. Ein ultratauglicher Clou ist das kleine Plastikelement „Fliprelease“ in der Schnürung auf dem vorderen Fußrücken: Bei anschwellenden Füßen wird die Schnürung durch Drehen des Elements ein paar Millimeter länger. „Das hatte prompt den gewünschten Effekt: Jeglicher Druckschmerz ließ schnell nach. Eine tolle Sache“, urteilte eine Testläuferin. Die Passform ist eher schmal bis mittelbreit. Der Fuß ist gut geschützt, der Abrollkomfort mehr für Trails als für die Straße ausgelegt.

Kategorie: Neutralschuh Gewicht: 245 g Sprengung: 8 mm UVP: 190 Euro

New Balance Fresh Foam 1080 v11

Hersteller
New Balance Fresh Foam 1080 v11

Hier bestellen: New Balance Fresh Foam 1080 v11

Testeindruck: Die beste Nachricht gleich vorweg: Die Zehenbox bei der Version 11 ist gegenüber dem Vorgängermodell geräumiger geworden, einer der wenigen Kritikpunkte wurde also beseitigt. Nicht besser geworden ist jedoch der von Testläuferinnen mit breiten Füßen bemängelte enge Sitz im Mittelfußbereich. Hier verbindet ein elastisches Band die Lasche mit der Mittelsohle, was bei schmalen Füßen für einen guten Sitz sorgt, bei breiteren aber zu eng ist. Ansonsten ist das Chassis zum Vorgängermodell unverändert geblieben und wurde von den Testerinnen überschwänglich für den Abrollkomfort gelobt. Nach wie vor einer der besten erhältlichen weich gedämpften Trainingsschuhe.

Kategorie: Neutralschuh/ Dämpfungsschuh Gewicht: 225 g Sprengung: 8 mm UVP: 170 Euro

Brooks Ricochet 3

Hersteller
Brooks Ricochet 3

Hier bestellen: Brooks Ricochet 3

Testeindruck: Den Ricochet hat Brooks behutsam aufgepeppt. Wurde der bereits mit dem reaktiven DNA-AMP-Schaum ausgerüstete Vorgänger für seine famosen Abrolleigenschaften gelobt, ist beim 3er vor allem das Obermaterial optimiert worden: Das Maschengewebe ist atmungsaktiver, die Schnürösen sind stabiler und die Schnürung hält den Fußrücken dadurch noch sicherer – ideal auch für schmalere Füße. „Guter Sitz im Fersenbereich, kein Druck, kein Herausrutschen“, so eine Testerin, die auch die „sockenartige Passform am Knöchel“ lobte. Damit eignet sich der leichte Schuh gut für flotte Trainings. Einzige Kritik: Bei Nässe wird die Sohle schnell rutschig.

Kategorie: Dämpfungsschuh Gewicht: 238 g Sprengung: 8 mm UVP: 140 Euro

Veja Condor 2

Hersteller
Veja Condor 2

Testeindruck: Die nachhaltige Produktion eines Runningschuhs hat sich Veja vorgenommen – und ist mit dem Condor 2 bei etwa 60 Prozent angekommen. Das ist an sich schon eine Auszeichnung, die Sympathien für die Marke weckt. Aber man kann den Schuh nicht nur mit einem guten grünen Gewissen laufen, auch im Test hat er rundum überzeugt: „Der Schuh wirkt sehr leicht und ist dennoch super gedämpft, solange man keinen langen Lauf macht“, bilanzierte eine (leichtgewichtige) Testerin. Für Läuferinnen mit normalem Gewicht und Bewegungsablauf ist der Condor 2 eine echte Alternative. Zu beachten ist, dass die Größen etwas klein ausfallen.

Kategorie: Neutralschuh Gewicht: 285 g Sprengung: 8 mm UVP: 140 Euro

True Motion Nevos

True-Motion-Nevos-Wmns
Hersteller

Der Nevos ist ein leichter Trainingsschuh (240 g) mit eher schmaler Passform. Die Form der Fersenkappe bietet insbesondere schlanken Fersen guten Halt. Die Mittelsohle (U-Tech -Technologie) zentriert den Kraftangriffspunkt beim Aufsetzen und Abrollen. Dazu ist der weiche, aber sehr reaktive Dämpfungsschaum im Fersenbereich in einer U-Form angelegt, vergleichbar einem Hufeisen. Im Test waren insbesondere Läuferinnen begeistert, die mit der Ferse zuerst aufsetzen. Da wirkt auch der weiche Dämpfungsschaum am besten - und reduziert die 10 mm Sprengung (statisch) auf ein Minimum: Im Lauf fühlt sich der Schuh anders an als im Stand.

Gewicht: 240 g Sprengung: 10 mm UVP: 150 Euro

Puma Deviate Nitro

Hersteller
Puma Deviate Nitro

Testeindruck: Anfängliche Zweifel bei den Testerinnen – Puma hatte länger kein heißes Laufschuheisen mehr im Feuer – wichen sehr schnell heller Begeisterung. Die Mittelsohle des Deviate Nitro bietet eine explosive Mischung aus weichem Dämpfungsschaum und einer mit Karbon verstärkten Platte – maximal gedämpft, aber sehr leicht. Die Platte dient als effektiver Hebel zur Unterstützung der Bewegung. Die Testläuferinnen waren beeindruckt und zogen Vergleiche zu reinen Wettkampfmodellen, wobei sich der Deviate „sehr alltagstauglich zeigt“, so eine Testerin. Die Passform ist eher schmal, insbesondere im Fersenbereich.

Kategorie: Dämpfungsschuh Gewicht: 223 g Sprengung: 8 mm UVP: 160 Euro

Altra Timp 2

Hersteller
Altra Timp 2

Hier bestellen: Altra Timp 2

Testeindruck: Wäre der Timp 2 ein Auto, wäre er ein SUV – nur ohne Abgase. Denn eigentlich ist er als Trailschuh konstruiert, hat aber sehr gute Allroundqualitäten. Altra legt großen Wert auf eine breite Zehenbox in Verbindung mit einer „Nullsprengung“: Ferse und Vorfuß stehen also auf einem Niveau. Dafür hat der Timp eine ebenso voluminöse Mittelsohle wie das Straßenmodell Torin (29 Millimeter dick unter der Ferse) und läuft sich entsprechend komfortabel gedämpft. Die Außensohle ist flexibel und griffig. Lob gab es für die Optik und Funktionalität des neu gestalteten, sehr anschmiegsamen und nahtfreien Obermaterials. Die frauenspezifische Passform und Schnürung ermöglichen einen idealen Sitz; Altra nutzt einen spezifischen Damenleisten, der zum Beispiel die schmalere Fersenbreite berücksichtigt. Ein Schuh, der sich auch für lange Strecken eignet - und für fast jedes Terrain, ob Park- oder Waldweg oder Trail.

Kategorie: Neutralschuh Gewicht: 245 g Sprengung: 0 mm UVP: 160 Euro

Topo Ultrafly 3

Hersteller
Topo Ultrafly 3

Hier bestellen: Topo Ultrafly 3

Testeindruck: Ein Merkmal, das alle Modelle der Marke Topo eint, ist die breite Zehenbox. Hier geht man also einen ähnlichen Weg wie Altra, allerdings steht im Ultrafly die Ferse 5 Millimeter höher als der Vorfuß. Der Schuh ist recht stabil, die Fersenkappe flach über der Mittelsohle bietet ungewöhnlich viel Halt. Ergänzt wird dies durch einen härteren medialen EVA-Einsatz als Mittelfußstütze. Neben der Stabilität wurde von den Testern auch die Passform gelobt, die sich für breite, dank der guten Schnürung aber auch für schmalere Füße eignet. Der Ultrafly empfiehlt sich für Läuferinnen, die ein nicht zu weiches und stabileres Abrollverhalten bevorzugen.

Kategorie: Neutralschuh Gewicht: 219 g Sprengung: 5 mm UVP: 170 Euro

Hoka One One Mach 4

Hersteller
Hoka One One Mach 4

Testeindruck: Die perforierte Außensohle mit den Dehnungsfugen ist eine der wesentlichen Änderungen zum Vorgängermodell, das im Test hervorragend bewertet wurde. Der Mach 4 ist ein Schuh für Hoka-Fans und vereint die Markenqualitäten: sehr leicht, maximal gedämpft. Allerdings ist die Passform vorn eher schmal – nichts für Läufer mit breiten Füßen. Die Senkel sind funktionell sehr gut, aber ein wenig zu lang. Die Mittelsohle ist gut gedämpft, aber nicht so reaktiv wie bei Vergleichsmodellen. Das sind aber nur kleine Kritikpunkte, ansonsten waren die Testerinnen voll des Lobs: Der Sitz ist hervorragend, der Abrollkomfort angesichts des niedrigen Gewichts sehr komfortabel. „Eine Alternative zum Hoka Clifton“, so eine Testläuferin anerkennend: „Definitiv geeignet für schnelles Laufen, ohne jedoch zu elitär zu sein. Ein Durchschnittsläufer wird auch gut mit ihm zurechtkommen.“

Kategorie: Neutralschuh Gewicht: 195 g Sprengung: 5 mm UVP: 150 Euro

On Cloudflow

Hersteller
On Cloudflow

Hier bestellen: On Cloudflow

Testeindruck: Der Cloudflow ist einer der Klassiker von On. Die Zutaten: eine leichte Konstruktion mit „Cloudtec“-Sohle auf gebogenem „Speedboard“-Leisten. Im sehr hochwertig verarbeiteten Obermaterial gab es kleine, aber positiv spürbare Veränderungen. Geblieben sind der hervorragende Tragekomfort und das gute Fußklima. Auch deswegen wird er so gern in der Freizeit getragen. Die Passform wurde durch eine optimierte Fersenkappe und die überarbeitete, leicht gepolsterte Lasche verbessert, die seitlich in den Fuß umschließende Elastikbänder mündet. Die flexible Sohle vermittelt ein agiles Laufgefühl, das in der aktuellen Version von dem partiell eingesetzten „Helion“-Schaum gefördert wird. Auch die Haltbarkeit wurde verbessert. Bei Nässe ist der Schuh allerdings etwas rutschig. Der Cloudflow wurde für hohes Tempo konstruiert, man kann mit ihm aber auch gemütlich joggen.

Kategorie: Neutralschuh Gewicht: 189 g Sprengung: 6 mm UVP: 150 Euro

Reebok Floatride Run Fast 3.0

Hersteller
Reebok Floatride Run Fast 3.0

Hier bestellen: Reebok Floatride Run Fast 3.0

Testeindruck: Den Charme der Simplizität bietet die gesamte Floatride-Familie von Reebok und die hat im RUNNER’SWORLD-Testteam einige Fans gewonnen. Die Damenversion wiegt nun sehr leichte 165 Gramm, was vor allem dem neuen Mono-Mesh-Obermaterial zu verdanken ist. Das feste Filament-Gewebe ist in einem Stück gefertigt, wunderbar luftdurchlässig und sorgt für einen klassisch engen Sitz mit Wettkampfschuh-Charakter. Ein dünnes, elastisches Band verbindet die Lasche mit der Sohle und sorgt zusammen mit der guten Fersenkappe für einen hervorragenden Halt am Fuß. Das erinnert an die beliebte Ursprungsversion, den Run Fast 2.0, der aber schwerer war und nicht so schön eng am Fuß saß. Die Laufeigenschaften sind die eines klassischen Wettkampfschuhs, ohne „Rocker“, ohne dicke Mittelsohle – dafür ganz puristisch auf Tempo getrimmt.

Kategorie: Neutralschuh Gewicht: 165 g Sprengung: 8 mm UVP: 140 Euro

Salomon S/Lab Phantasm

Hersteller
Salomon S/Lab Phantasm

Testeindruck: Der S/Lab Phantasm wurde von Salomon als Langstrecken-Wettkampfschuh entwickelt. Wie alle Wettkampf-Trailschuhe von Salomon sitzt der Schuh recht eng und ist nichts für breite Füße. Die Ferse sitzt trotz fehlender Kappe sicher und rutscht nicht. Normal talentierte, ambitionierte Läufer werden das Leichtgewicht auch fürs schnelle Training tragen. Die wenig flexible, aber nicht Unkomfortable Mittelsohle ist eine „Rocker“-Konstruktion, ist also vorn und hinten aufgebogen. Dank einer gewissen Vorspannung wird so der Abrollvorgang beschleunigt. Ein Schuh für Läuferinnen, die das Tempo mögen, wobei er sich gerade für leichtere Läuferinnen auch für Tempodauerläufe im Training gut eignet.

Kategorie: Neutralschuh Gewicht: 199 g Sprengung: 6 mm UVP: 180 Euro

Dieser Artikel kann Links zu Anbietern enthalten, von denen RUNNER'S WORLD eine Provision erhält. Diese Links sind mit folgendem Icon gekennzeichnet:
Zur Startseite