Die besten Laufschuhe im Test
Die RUNNER’S-WORLD-Laufschuhtests
Hersteller/ Kröger&Gross

Laufschuhe mit Rocker-Sohlenkonstruktion

Schwungvoll Abrollen Laufschuhe mit Rocker-Sohle im Test

Der gebogene Sohlenaufbau bei Laufschuhen wird als Rocker-Konstruktion bezeichnet. Hier erfahren Sie, was es damit auf sich hat und für wen sie sich eignet. Plus: Aktuelle Rocker-Laufschuhe im Test.

Weiche Schale, harter Kern: „Rocker“ haben oft ein sehr weiches Innenleben. Jedenfalls ist das bei Laufschuhen so. Das hat nichts mit Lederkutten oder Motorrädern zu tun, denn „Rocker“ bezieht sich hier auf die Konstruktion der Schuh-Mittelsohle.

Der Begriff ist in der Ingenieurssprache gebräuchlich und hat in verschiedenen Varianten Einzug im Sport gefunden. Am bekanntesten ist vielleicht die Rocker-Konstruktion im Alpinski: Hier ist die Vorspannung des Skis so justiert, dass der am Boden liegende Ski nicht plan aufliegt, sondern nur in der Mitte. Spitze (Schaufel) und Ende des Skis zeigen leicht nach oben. Ähnlich ist auch die Rocker-Konstruktion des Laufschuhs konzipiert. Die Sohlenpartie an der Ferse und die Spitze im Vorfußbereich nach oben gebogen, ähnlich wie beim Schaukelstuhl. Und funktionell ist der Vergleich gar nicht so abwegig. Die Rocker-Konstruktion soll einen dynamischen Schwung verleihen. Die Entwickler von Asics behaupten sogar, dass bei der Abrollbewegung von Läuferinnen und Läufern Energie gespart wird. Laut Asics-internen Untersuchungsergebnissen sind das bis zu 20 Prozent.

Der Rocker soll rollen

Beim Laufen ist das nicht direkt spürbar. Deutlich zu spüren ist aber das zunächst eigenwillige und ungewöhnliche Abrollverhalten der Rocker-Mittelsohle. Wichtig: Fersenläuferinnen und -läufer, die also mit der Ferse zuerst aufsetzen (und nicht mit dem Mittelfuß), profitieren von der Rockerkonstruktion am meisten. Die Fersenpartie ist zur Dämpfung des Aufpralls weich konstruiert. Während des Abrollens, so berichten Testläufer, hat man bei der Rocker-Konstruktion mitunter am Anfang das Gefühl, über einen leichten Berg zu rollen. Und danach rollt man wie von selbst beschleunigt auf der nach vorne dünner werdenden Mittelsohle ab.

Läuferinnen und Läufer, die mit dem Mittel- oder Vorfuß zuerst aufsetzen, fühlen sich mit dieser Konstruktion bisweilen – und abhängig vom jeweiligen Modell – unwohl. Im RUNNER’S-WORLD-Testteam waren einzelne Testerinnen und Tester nicht gut auf die Rocker zu sprechen. Das war übrigens auch schon bei früheren, vergleichbaren Konstruktionen anderer Hersteller so, ob bei der „Fulcrum“-Konstruktion von Karhu (die es heute noch gibt) oder bei den Laufschuhmodellen der ursprünglich aus der Schweiz stammenden Marke MBT.

Frühere Rocker-Laufschuhe setzten sich nicht durch

Von diesen früheren Rocker-Konstruktionen konnte sich keine am Laufschuhmarkt nachhaltig durchsetzen. Mittelfußläuferinnen und -läufer berichten, sie hätten bisweilen das Gefühl, dass der Mittelfuß beim Aufsatz stärker belastet wird. Was insofern nachvollziehbar ist, da die Mitte des Schuhs (oft über drei Zentimeter dick) deutlich dicker aufträgt als Ferse und Spitze. Der Fuß biegt sich sozusagen durch. Wenn sich im Abrollvorgang die Ferse dann nach oben bewegt, kann es bisweilen zu Schlupf im Schuh kommen. Fersenläufer hingegen berichten, dass die Rocker-Konstruktion durchaus den Abrollvorgang beschleunigt und sie das Gefühl haben, dass sich die Bodenkontaktzeit verkürzt.

Von schnell bis komfortabel: Rocker-Laufschuhe im Überblick

In der Konstruktionsart steckt auf jeden Fall noch Potenzial. Und unsere Übersicht enthält Modelle, die auch für Mittel- oder sogar Vorfußläufer geeignet sind. Zudem wird das Spektrum der Rocker größer: es reicht von den sehr komfortablen, weich gedämpften Trainingsmodellen bis hin zu den leicht konstruierten Modellen für den Wettkampfeinsatz, die oftmals auch eine Karbonplatte in der Mittelsohle aufweisen - diese leichten Schuhe stellen wir zusätzlich in einem eigenen Beitrag vor.

Hoka Clifton 8

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Der Hoka Clifton gilt als einer der Wegbereiter der stark gedämpften Schuhe mit Rocker-Konstruktion. Die achte Version setzt die Erfolgsstory von Hokas beliebtestem Trainingsschuh fort. Die siebte war die leichteste, die achte hat jetzt ein neues Mittelsohlenmaterial, das zwar 15 Prozent leichter sein soll, aber das Gesamt­gewicht ist gleich geblieben. Auch die Sohle (29 mm stark an der Ferse) hat dieselbe Charakteristik, lediglich der Aufsatzpunkt an der Ferse wurde stärker abgerundet.

Die Hoka-typische Rocker-Sohlenkonstruktion ist sehr ausgeprägt und bestimmt das Abrollverhalten. Für manche Läuferinnen und Läufer ist das gewöhnungsbedürftig, vor allem, wenn man die Marke noch nicht kennt oder noch keine Rocker-Konstruktion gelaufen ist. Ein Testläufer, der zum ersten Mal mit dem Clifton lief, beschreibt es sehr bildlich: „Die „integrierte Bodenwelle“ unter dem Mittelfuß fühlt sich ein bisschen so an, als würde einem ein eilfertiger Hauself bei jedem Schritt eine Nackenrolle unter den Fuß schieben, um den Aufprall zu dämpfen.“

Wie man mit dieser „Nackenrolle“ unter dem Mittelfuß zurecht kommt, ist eine Frage des Laufstils und des Abrollverhalten – und nicht zuletzt auch der persönlichen Präferenz. Es ist genau diese Abrolldynamik, die viele Hoka-Fans an der Marke so schätzen – vor allem beim Clifton. Gut geeignet ist der Clifton für leichte bis mittelschwere Läuferinnen und Läufer, die keine auffälligen biomechanischen Besonderheiten haben. Da taugt der Clifton im besten Sinne als neutraler Trainingsschuh für viele Kilometer.

Gewicht: 215 Gramm (Frauen), 250 Gramm (Männer)
Sprengung: 5 Millimeter
Preis: 140 Euro

Adidas Adistar

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Die Schuhentwickler bei Adidas haben sich die Aufgabe gestellt, einen neutralen Schuh für die langen Laufstrecken zu bauen, der gleichbleibend hohen Komfort über die gesamte Distanz bietet. Die Zwischensohle basiert auf einem neuen Kunststoff, Adidas spricht von Repetitor-EVA, der hier in zwei Dichten verbaut wird; der Fersenbereich ist spürbar fester (beim abgebildeten Männermodell dunkelbau gefärbt). Dies sorgt einerseits für komfortable Dämpfungseigenschaften – dem galt die oberste Priorität bei der Entwicklung. Andererseits erreichen Stabilität und Abrollverhalten ein sehr hohes Niveau. Das liegt an der zwei-Dichten Zwischensohle – und vor allem an der Art, wie diese geformt ist: Die Sohle baut unter der Ferse 37,5 Millimeter hoch (Vorfuß: 31,5 Millimeter), ist dazu aber an den Seiten hochgezogen: Der gesamte Fersen- und Rückfußbereich sitzt in einer Art Wanne im Schuh. Das sorgt – auch ohne spezielle Stabilitätselemente – für eine ausgeprägte Stabilität im Abrollverhalten.

Der Adistar ist ein Schuh, der für viele Hobbyläufer und -läuferinnen und für den Laufeinstieg bestens geeignet ist: Stabil konstruiert, ohne die natürliche Bewegung des Fußes zu sehr einzuschränken. Und dazu mit einer sehr soliden Dämpfung mit spürbar festerem Druckpunkt, die aber auch bei etwas schwereren Läufern für ein sehr komfortables Abrollverhalten sorgt. Hier ist er eine sehr empfehlenswerte Alternative zu den Modellen Adidas Ultraboost 22 und Solarboost.

Gewicht: 325 Gramm (Männerversion), 280 Gramm (Frauenversion)
Sprengung: 6 Millimeter
Preis: 140 Euro

Adidas Ultraboost 22

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„Dämpfung, Dämpfung, Dämpfung“, resümiert eine Testerin in ihrem Bericht und beschreibt damit passend den Kern-Charakter des Ultraboost 22. Nach wie vor garantiert das erfolgreiche Adidas-Modell maximalen Komfort bei effizienter Energierückführung. Dafür sorgt die bewährte Boost-Dämpfung in der Zwischensohle, die aus winzigen gepressten eTPU-Kügelchen besteht. Der Ultraboost ist ein neutraler Schuh für lange Läufe und moderates Tempo. Mit seiner leichten Rocker-Konstruktion kommt der Ultraboost 22 vor allem Fersenläuferinnen und -läufern entgegen, da der Aufprall optimal abgefangen und in den Schritt nach vorne verwandelt wird. Die Dynamik, die der 21er schon zeigte, wurde beim 22er nochmal verbessert. Und: Besondere Sorgfalt galt der Frauenversion des Schuhs, die anatomisch noch besser gestaltet

Gewicht: 283 Gramm (Frauen), 338 Gramm (Männer)
Sprengung: 10 Millimeter
Preis: 180 Euro

Nike React Infinity Run Flyknit 2

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Der Nike React Infinity Run Flyknit 2 ist dank des React-Schaums mit hoher Rückstellkraft äußerst komfortabel. Die extrem breite Sohle sorgt für Stabilität und gemeinsam mit der gebogenen "Rocker"-Form für eine sanfte Abrollbewegung. Die Sohlenkonstruktion des React Infinity nimmt Anleihen beim Nike Vaporfly und dessen „Rocker“-Schaukelstuhlform, die einen besonders sanften und doch dynamischen Abrollvorgang von der Ferse bis zu den Zehen ermöglichen soll. Die nicht gerade schmale Rückfußpartie der Außensohle wird ergänzt durch eine noch breitere Vorfußpartie. So sorgt der Schuh auch ohne die früher genutzten klassischen Stabilitäts­elemente für Führung und Halt in der Abrollbewegung. Der schon vom Vorgänger Epic React bekannte „React“-Schaum in der Mittelsohle ist sehr komfortabel und bietet hohe Rückstellkräfte. Nike-Entwickler sprechen von einem echten „Feel-good-Schaum“. Das Volumen der Mittelsohle ist um 24 Prozent größer als beim Vorgänger. Um die ­Ferse verläuft ein stabilisierender Clip aus härterem TPU.

Gewicht: 244 Gramm (Frauen), 302 Gramm (Männer)
Sprengung: 8,4 Millimeter (Frauen), 9 Millimeter (Männer)
Preis: 160 Euro

Hoka Kawana

Hoka Kawana
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Auch wenn der Hoka Kawana als Alltagsschuh beworben wird, ist er vor allem ein Laufschuh – und zwar einer mit Fokus auf viel Komfort und Dämpfung. Beim ersten Hineinschlüpfen fällt sofort auf, dass der Schuh nicht so weit ausfällt, wie es die massive Optik zunächst vermuten lässt. „Wenn ich ihn anziehe, verschmilzt mein Fuß förmlich mit dem Schuh“, urteilt ein Testläufer mit eher schmalen Füßen. Doch auch jene Testläufer mit breiteren Füßen lobten die Passform. Auffällig ist überdies die Konstruktion des anatomisch nach hinten gebogenen Bereichs rund um die Achillessehne. Hier entsteht keinerlei Druck auf die Achillessehne, was diese spürbar entlastet. Gleichzeitig wird die Ferse durch zwei Wülste im inneren Bereich des Rückfußes sicher gehalten.

Beim Blick von oben fällt auf, wie ausladend der Schuh rundherum ist. Der Kawana bietet in der Tat eine enorme Standfläche, was beim Abrollvorgang viel Sicherheit vermittelt. So liefert der Schuh ganz ohne Stützelemente viel Stabilität. Das liegt auch auch den der eher festen Mittelsohle, die vor allem für schwere Läuferinnen und Läufer eine gute Option ist. Die Mittelsohle hat übrigens eine leicht gebogene Rocker-Geometrie, wodurch der Schuh harmonisch abrollt.

Gewicht: 237 Gramm (Frauen), 283 Gramm (Männer)
Sprengung: 5 Millimeter (Frauen: 27/22 Millimeter, Männer: 30/25 mm Millimeter)
Preis: 140 Euro

Skechers GoRun MaxRoad 5

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Die Schuhe der Reihe "Skechers Performance", zu dem auch die Maxroad-Modelle gehören, basieren auf einem Konzept, das minimales Gewicht mit hohem Dämpfungskomfort vereint. Dass der Maxroad federleicht ist, liegt hauptsächlich am Dämpfungsmaterial der Mittelsohle. Hier sorgt der Skechers-eigene Hyperburst-Schaum dafür, dass die Schritte weich, aber auch responsiv bleiben.

Die Außensohle sorgt mit "Goodyear-Rubber" für Grip auf rutschigem Untergrund. Das Material soll besonders langlebig sein und einem frühen Verschleiß des Schuhs vorbeugen. Qualitativ macht das Gummi einen hochwertigen, robusten Eindruck. Auch Läufe auf leicht rutschigem, feuchten Untergrund oder sind kein Problem. Mit einer leichten Rocker-Konstruktion begünstigt der Maxroad 5 ein geschmeidiges Abrollen. Die mit Carbon (also Kohlenstoff)-Fasern verstärkte "Flügelplatte" im Maxroad 5 soll den Schuh stabilisieren und den Läuferinnen und Läufern ein geschmeidiges Abrollen sowie explosives Abstoßen ermöglichen.

Der Maxroad 5 eignet sich für leichte bis mittelschwere Läuferinnen und Läufer und ist für Straße und festen Untergrund ausgelegt. Dank der Goodyear-Außensohle sind Läufe auf Wald- oder Wirtschaftswegen jedoch kein Problem. Für das Training abseits von befestigten Wegen ist der Maxroad die falsche Wahl. Für den Einsatz im Training eignet sich der Schuh über einen weiten Tempobereich und erfreut auch auf langen Trainingsstrecken durch sein leichtes Gewicht und die sehr energetische Mittelsohle.

Gewicht: 179 Gramm (Frauen), 235 Gramm (Männer)
Sprengung: 6 Millimeter
Preis: 150 Euro

On Cloudboom Echo

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On geht mit dem Carbon-Wettkampfschuh einen anderen Weg als die meisten anderen Hersteller. Das Obermaterial besteht vollständig aus recyceltem Polyester und schmiegt sich angenehm um schmale und mittelbreite Füße. Der Halt ist sehr gut, sodass auch enge Kurven kein Problem sind.

On greift tief in die hauseigene Trickkiste mit doppelter Cloud-Schicht (Hohlräume der Zwischensohle) und einem „Carbon Speedboard“, das den Schuh aber nicht komplett, sondern nur im Vorfußbereich versteift. Er läuft sich nicht so extrem, ist dafür aber auch in Kurven stabiler. Und dennoch ist der Cloudboom Echo schnell, da er durch die gebogene Rocker-Geometrie und den versteiften Vorfußbereich sehr zügig abrollt. Er fühlt sich übrigens flacher an, als die neun Millimeter Sprengung vermuten lassen.

Gewicht: 220 Gramm (unisex)
Sprengung: 9 Millimeter
Preis: 249,95 Euro

New Balance 1080 V11

New Balance Fresh Foam 1080 v11
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Die Zehenbox bei Version 11 ist gegenüber dem Vorgänger etwas geräumiger geworden. Das war einer der wenigen und nicht oft geäußerten Kritikpunkte. Das ist jetzt besser, nicht besser ist jedoch der von Läufern mit breitem Fuß bemängelte enge Sitz des Mittelfußbereichs: Hier verbindet ein elastisches Band die Lasche mit der Mittelsohle und sorgt selbst bei einem schmalem Fuß für einen super Sitz. Bei einem breiten Fuß ist diese Konstruktion aber oftmals zu eng. Ansonsten ist das Chassis unverändert zum Vorgängermodell, das von den Testern überschwänglich gelobt wurde für den Abrollkomfort.

Der 1080 kann Komfort und er kann Tempo – er steht zwischen reinen Trainingsmodellen, wie dem Adidas Ultraboost oder dem Hoka Clifton – und den eher für Wettkampf ausgelegten Rocker-Konstruktionen von Brooks oder Nike. Als Fazit könnte man den New Balance 1080 als einen der besten derzeit erhältlichen Trainingsschuhe deklarieren.

Gewicht: 225 Gramm (Frauen), 282 Gramm (Männer)
Sprengung: 8 Millimeter
Preis: 170 Euro

Asics MetaRide

Hersteller

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Die Rocker-Konstruktion des MetaRide soll einen dynamischen Schwung verleihen. Die Asics-Entwickler sagen sogar, dass bei der Abrollbewegung des Läufers Energie gespart wird, laut eigenen Untersuchungsergebnissen bis zu 20 Prozent. Dabei profitieren vor allem Fersenläuferinnen und -läufer, die also mit der Ferse zuerst aufsetzen, von der Rocker-Konstruktion. Denn die Fersenpartie des MetaRide ist zur Dämpfung des Aufpralls besonders weich konstruiert. Während des Abrollens, so berichten Testläufer, hat man bei der Rocker-Konstruktion anfänglich das Gefühl, über einen leichten Berg zu rollen. Und danach rollt man wie von selbst beschleunigt auf der nach vorne dünner werdenden Mittelsohle ab.

Für den MetaRide hat Asics die so genannte Guidesole-Technologie entwickelt. Die Mittelsohle ist deutlich voluminöser, gleichzeitig ist die Sohlenkonstruktion steif: Wo bei anderen Asics-Modellen gerade unter dem Vorfußbereich Flexkerben zum Abknicken der Sohle eingefügt sind, ist die Sohle des MetaRide komplett steif. Dafür ist – Rocker-typisch – die Sohle nach vorne zu den Zehen hin aufgebogen und abgerundet; sie wird also nach vorne dünner.

Gewicht: 275 Gramm (Frauen), 300 Gramm (Männer)
Sprengung: 0 Millimeter
Preis: 250 Euro

Puma Deviate Nitro

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Brooks Hyperion Elite 2

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Der Hyperion Elite 2 ist ein reiner Wettkampfschuh und sein Vorgänger das erste Brooks-Modell mit einer Carbonplatte in der Mittelsohle. Der neue Hyperion mit dem Zusatz „Elite“ hat mit dem alten Hyperion so gut wie nichts mehr zu tun, außer vielleicht, dass beide leichtgewichtige Wettkampfschuhe sind. Der neue Hyperion mit volumiger Zwischensohle und breiterem Vorfußbereich ist auf einen neuen Leisten aufgebaut, der den Zehen mehr Platz im Vorfuß gibt, hat ein sehr leichtes, flexibles Schaftmaterial. Die neue Zwischensohle ist aus einem Schaummaterial namens DNA-Zero gearbeitet, das 45 Prozent leichter ist als Brooks' herkömmliches Material BioMoGo – und zwischen zwei Schichten des neuen Materials wurde eine Carbonplatte gelegt. Die dünne Platte ist denen sehr ähnlich, die Nike in seinem Vaporfly Next% 2 oder Hoka One One im Carbon X2 nutzt, und unterstützt speziell bei hohen Tempi den Fußabdruck.

Die komfortable Passform überrascht angenehm. So etwas ist man von Wettkampfschuhen nicht gewohnt. Die sehr reduzierte, dünne Fersenkappe bietet einen gepolsterten „Kragen“, der auch in diesem Bereich für tollen Sitz sorgt. Der Schuh ist extrem leicht und verleiht viel „Vortrieb“, der Läufer oder die Läuferin wird sehr aktiv auf den Vorfuß und in den Fußabdruck bewegt. Dies istallerdings erst bei höheren Tempi spürbar - bei langsamem Tempo könnte dies vielleicht stören, aber dafür ist der Schuh einfach nicht gebaut.

Gewicht: 215 Gram
Sprengung: 8 Millimeter
Preis: 250 Euro

Scott Pursuit

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Mit Rocker-Konstruktionen kennt Scott sich aus. Die vorn und hinten aufgebogene Sohlenkonstruktion beim Pursuit erinnert an Wettkampfschuhe, gleichwohl deutet ihr Volumen (30 mm unter der Ferse) den hohen Dämpfungskomfort an. Dazu bietet der Schuh ein sehr feines, festes Obermaterial, das durch eine gut zu justierende Schnürung und eine stabile Fersenkonstruk­tion unterstützt wird. Die für schma­le Füße ungeeignete Passform wurde von Testläufern mit mittelbreitem Fuß ebenso wie die Laufeigenschaften gelobt. „Ob ruhiges Tempo oder Tempoläufe unter 4:00 min/km, der Abrollkomfort ist einfach toll“, so ein Testläufer.

Gewicht: 225 Gramm (Frauen), 250 Gramm (Männer)
Sprengung: 8 Millimeter
Preis: 140 Euro

Hoka One One Carbon X2

Hersteller

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Die für die Marke charakteristische volumige Zwischensohle wird beim Carbon X2 mit einer dünnen Karbonplatte stabilisiert – so wird er zum reinrassigen Wettkampfschuh. Sein Können besonders entfalten soll der Schuh auf Distanzen jenseits der klassischen 42,195 Kilometer. Der Carbon X2 ist leicht, gut gedämpft und dynamisch – allerdings eher für leichtere Läufer geeignet. Die Rocker-Konstruktion forciert hier spürbar des Abrollvorgang des Fußes.

Gewicht: 198 Gramm (Frauen), 239 Gramm (Männer)
Sprengung: 5 Millimeter
Preis: 180 Euro

Nike ZoomX Vaporfly Next% 2

Hersteller

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Die Nike-Schuhdesigner haben gegenüber dem 2018er-Modell 15 Prozent mehr Zoom-X-Schaum in der Mittelsohle eingesetzt. Allerdings ist der Rückfußbereich nur 1 Millimeter dicker geworden, dafür hat der Vorfußbereich um 4 Millimeter in der Höhe zugenommen. Dadurch, so Nike, gibt es beim Fußabdruck noch mehr Rückstellenergie für den Fuß. Außerdem – und das ist beim Laufen durchaus spürbar – steht der Vorfuß höher und noch weicher gedämpft im Schuh. Und gleichzeitig wird die Sprengung niedriger, von zuvor 11 mm auf jetzt 8 mm. Der Unterschied beim Laufen ist direkt spürbar: Der Schuh gibt noch mehr Vorwärtsdrang. Schon bei den ersten Schritten spürt man, dass die Mittelsohle sehr weich ist. Doch man sinkt nicht einfach ein. In Kombination mit der durch die Karbonplatte hohen Steifigkeit sorgt die hohe Rückstellkraft des ZoomX-Schaums beim Laufen für spürbaren Vortrieb. Die breite Basis im Vorfußbereich sorgt dabei für deutlich mehr Stabilität. Das macht den Schuh für eine breitere Klientel nutzbar, wobei immer noch gilt: Der Vaporfly erfordert einen aktiven Laufstil. Wer sehr stark über die Ferse läuft, ist mit anderen Schuhen besser beraten. Am besten funktioniert der Schuh, wenn man eher über den Mittel- oder Vorfuß läuft.

Im Vergleich zum ursprünglichen Next% hat sich die zweite Auflage lediglich in Sachen Obermaterial signifikant verändert. Dieses ist nun gestrickt. Nennenswerter ist allerdings die Preisreduktion von 275 auf nun 250 Euro.

Gewicht: 184 Gramm (Männer)
Sprengung: 8 Millimeter
Preis: 250 Euro

Salomon Ultra Glide 3

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Der Ultra Glide ist ein Trailschuh, bei dem einfach der "Komfort" im Vordergrund steht. Der Leisten ist etwas breiter gearbeitet als bei anderen Salomon-Modellen und speziell der Zehenbereich bietet erstaunlich viel Platz. Letzteres bringt aber nicht nur Pass-Komfort, sondern auch mehr Zehenfreiheit, somit mehr Stabilität im Abdruck. Das 3D Mesh-Obermaterial ist sehr atmungsaktiv, Gummiverstärkungen sorgen für mehr Robustheit und Haltbarkeit, während die minimalistischen Schnürsenkel dank des Quicklace-Schnürsystems in einem einfachen Zug festgezurrt werden können.

Der so genannte Energy Surge-Schaum, der in der Zwischensohle des Ultra Glide genutzt wird, ist erstaunlich weich. Er ist aus einem EVA-Material, das ein geringes Gewicht hat, ein wenig reaktiv wirkt und eben starke Dämpfungseigenschaften bietet. Dazu kommt, dass der volumigere Sohlenaufbau (32 Millimeter im Vorfuß, 38 Millimeter im Rückfuß), die geringe Sprengung (6 Millimeter) und eine leichte Rockerkonstruktion das Laufgefühl maßgeblich mitbestimmen... und das ist bei allem Komfort erstaunlich dynamisch. Der Ultra Glide ist insgesamt ein gelungener Allrounder, der breiten Füßen genug Platz bietet und sich im Training durch Komfort und Dynamik auszeichnet.

Gewicht: 220 Gramm (Frauen), 260 Gramm (Männer)
Sprengung: 6 Millimeter
UVP: 140 Euro

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