Die besten Laufschuhe im Test
Die RUNNER’S-WORLD-Laufschuhtests
Victah Sailer

Wettkampfschuhe im Test

Kompromisslos schnell Schnelle Laufschuhe im Test

Unser Laufschuhtest präsentiert die aktuellen Modelle für höheres Lauftempo oder einen schnellen Wettkampf.

Willkommen bei der Formel 1 der Laufschuhe! Hier nehmen die neuesten Wettkampfmodelle und leichten Trainingsschuhe Aufstellung. Neben allen Details zu den einzelnen Schuhen erfahren Sie hier auch, ab wann sich solche Hochleistungstreter für Sie lohnen und welche Alternativen (die auch fürs flotte Training geeignet sind) es gibt. Also Startschuss für das Beste von der Rennstrecke!

Minimales Gewicht für maximale Schnelligkeit

Läufer sprechen immer von ihren schnellen Schuhen, dabei sind es natürlich nicht die Schuhe selbst, die das Tempo machen. Wettkampfschuhe sind für hohes Lauftempo konzipiert, deshalb zeichnen sie sich vor allem durch eine extraleichte Bauweise aus. Die Hersteller entwickeln dafür spezielle Konstruktionen, mit denen Obermaterial und Außensohle so leicht wie möglich werden. Zum Vergleich: Ein normaler Trainingsschuh wiegt (in US-Größe 9) etwa 300 Gramm. Ein Lightweight-Trainer – also ein besonders leichter Trainingsschuh – etwa 50 Gramm weniger. Und ein Wettkampfschuh nur zwischen 150 und 250 Gramm. Das zeigt, dass Laufschuhe heute generell auf einem sehr leichten Niveau gebaut werden. Trotzdem wirkt sich das minimale Gewicht eines Wettkampfschuhs positiv auf die Geschwindigkeit beim Laufen aus. Der Grund ist die Beschleunigung der Füße, die bei jedem Schritt aufs Neue geleistet werden muss – je leichter dabei ein Schuh ist, desto weniger Energie muss vom Läufer aufgewendet werden. Ein weiteres Charakteristikum von Wettkampfschuhen ist der stärker gebogene Leisten, was die Abrollbewegung bei höherem Lauftempo unterstützt.

Die Kehrseite dieser Hochleistungskonstruktion sind die untergeordneten Komforteigenschaften: So sehr das Gewicht vom geringen Materialeinsatz profitiert, so sehr rücken Dämpfung und Stabilität in den Hintergrund – ganz so wie bei einem Rennwagen, bei dem auch auf ein Komfortfahrwerk verzichtet wird.

Eine geringe Dämpfung, extraleichtes Material, eine dünne Sohle und ein stärker gebogener Leisten sind die wichtigsten Merkmale von Wettkampfschuhen.

Wann macht’s Sinn?

Ausgelegt auf ein hohes Tempo auf der Straße richten sich Wettkampfschuhe ganz klar an ambitionierte, austrainierte Läufer auf den mittleren Distanzen bis zum Marathon. Es gibt keine eindeutige Grenze, ab der sich ein leichter Laufschuh objektiv lohnt. Aber je näher man an seinem Leistungslimit läuft, desto mehr zählen alle Details, die Auswirkungen auf die Zielzeit haben können. Doch auch für Nicht-Profis kann sich ein Rennschuh lohnen. Denn der psychologische Effekt ist nicht zu unterschätzen – in den ultraleichten Schuhen fühlt man sich einfach schnell.

Vorsichtig mit Wettkampfschuhen sollten hingegen Läufer mit orthopädischen Problemen sein. Die geringeren Dämpfungs- und Stützeigenschaften der Schuhe führen nämlich zu einer größeren Belastung des Bewegungsapparates. Im Endeffekt kann so der positive Effekt der leichten Bauweise neutralisiert, beziehungsweise sogar ein negativer Effekt auf die Laufgeschwindigkeit provoziert werden. Außerdem steigt das Risiko für Verletzungen.

Kompromiss Lightweight-Trainer

Für viele Läufer sind deshalb leichte Trainingsschuhe, sogenannte Lightweight-Trainer die bessere Wahl – auch für den Wettkampf. Sie haben eine leichte Bauweise, verzichten aber nicht komplett auf stützende Elemente. Lightweight-Trainer sind deshalb für gut trainierte Läufer geeignet, denen es im Wettkampf aber nicht auf die Zehntelsekunde ankommt.

Und auch im normalen Training sind die leichten Schuhmodelle eine schöne Abwechslung für schnelle Einheiten. Während Sie in Wettkampfschuhen also zur echten Rennmaschine werden können, sind Lightweight-Trainer genau das richtige für alle Läufer, die auch im Training die Straße zur Rennstrecke machen wollen! Zu den Modellen zählen in dieser Übersicht etwa der New Balance FuelCell Rebel 2, der Hoka Mach 4 oder der True Motion Solo.

Die aktuellen besten Laufschuhe

Hier zeigen wir Ihnen eine Auswahl von aktuellen Wettkampfschuhen und leichten Schuhen für hohes Lauftempo.

Adidas Adizero Adios Pro

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Hersteller

Adidas‘ Antwort auf Nikes Carbonschuhe fühlt sich im Vergleich weniger extrem an, so das Urteil der RUNNER’S WORLD-Testläufer. Technisch geht Adidas einen eigenen Weg. Das Basismaterial nennt Adidas Lightstrike Pro, ein Testläufer beschreibt es so: „Die Mittelsohle (Rückfußhöhe 39 mm / Vorfußhöhe 31,5 mm) ist weder so weich noch so reaktiv wie beim Next%, dafür läuft sich Adidas auch weniger schwammig.“ Der Adizero Adios Pro ist vor allem in Kurven stabiler. In die Zwischensohle sind sogenannte Energyrods eingelassen, die wie einzelne Finger nach vorne in den Schuh reichen: So sollen diese Carbonstifte eine anatomische angepasste Abrollbewegung fördern. Beim Vortrieb muss sich der Adidas-Schuh nicht verstecken, „sondern bringt einen deutlich spürbar zu einem explosiven Abdruck“, so eine Testläuferin, aber sie warnt: „Ich musste schon richtig schnell laufen und absolut nur über den Fußballen, damit sie sich gut anfühlen.“ Zahlreiche Bestleistungen und Weltrekorde wie durch Athleten wie Joyciline Jepkosgei und Rhonex Kipruto sind der Beweis, dass der Adizero Adios Pro ganz vorne mitläuft. Und die überarbeitete Version für die Olympischen Spiele in Japan folgt bereits in Kürze.

  • Gewicht: 225 g
  • Sprengung: 8,5 mm
  • Preis: 200 Euro

Altra Escalante

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Altra Escalante (Männer)

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Von allen Läufern erst kritisch beäugt, dann von einigen (eher trainierten) umso begeisterter angenommen – so das Fazit im Test. Der Altra Escalante hat eine sehr komfortable Mittelsohle und ein weiches, nahtfrei gestricktes Obermaterial. Der Laufeindruck war außerdem geprägt durch die flache Sohle: Die Ferse befindet sich auf dem gleichem Niveau wie der Vorfuß.

Asics Metaspeed Sky

Adidas Adizero Pro
Hersteller

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Asics hatte mit dem Metaracer schon seinen Laufschuh für den Olympia-Marathon im Heimatland Japan vorgestellt. Nun bringt Asics den neuen Metaspeed in der Sky- und der Edge-Variante für unterschiedliche Läufertypen und Laufstile. Der Metaspeed Sky soll laut Asics speziell auf die Anforderungen von Läufern mit einem eher langen, dynamischen Schritt angepasst sein, der Metaspeed Edge eher für höhere Schrittfrequenz. Laut Asics benötigen Läufer im Metaspeed Sky 1,2 Prozent weniger Schritte, um einen Marathon zu finishen, die Laufökonomie soll sich um 3 Prozent verbessern. Der Metaspeed Sky kommt mit einer 33 Millimeter dicken Mittelsohle an der Ferse (Frauenmodell 31 Millimeter), unter dem Vorfuß sind es 28 mm (5 mm Sprengung). Der voluminöse Schaum nennt sich Fastfoam Blast Turbo, ist aber superleicht. Optisch wirkt der Asics Metaspeed Sky breiter als er ist. Die Passform ist Wettkampfschuh-typisch eher schmal.Beim ersten Hineinschlüpfen merkt man die sehr weiche Mittelsohle. Im Stand hat man das Gefühl, als stünde die Ferse tiefer als der Vorfuß. Durchaus komfortabel ist das dünne, luftige und eher feste Mesh-Obermaterial. Wie der Nike ZoomX Vaporfly Next% hat der Metaspeed Sky ein sehr weiches Laufgefühl gepaart mit hohen Rückstellkräften ist. Die ZoomX-Mittelsohle im Next% ist im direkten Vergleich noch ein wenig weicher. Die sanfte Rocker-Konstruktion des Metaspeed Sky unterstützt den Abrollvorgang spürbar, wobei die steife Carbonplatte vor allem im letzten Moment des Abstoßvorgangs zu spüren ist. Der Asics Metaspeed Sky ist ein Marathon-Wettkampfschuh für die Straße und glatten Asphalt. Für Dauerläufe im Park oder Tempoläufe auf der Bahn gibt es dennoch bessere Modelle, die mit Kurven und Unebenheiten besser zurechtkommen.

  • Sprengung: 5 mm
  • Gewicht: Damenv 165 Gramm, Männer 199 Gramm
  • Preis: 250 Euro

Asics Roadhawk FF

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Asics Roadhawk FF (Männer)

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Der Asics Roadhawk FF ist explizit für den Wettkampf ausgelegt. Deshalb ist er mit hochwertigen Features ausgestattet, zum Beispiel mit der Flyte-Foam-Mittelsohle, die auch bei den deutlich teureren Modellen Kayano oder Dynaflyte verbaut wird. "Der Asics Roadhawk FF gibt ein extrem angenehmes Laufgefühl, Bodenkontakt und Abdruck sind sehr direkt, man fühlt sich schnell", so eine Testerin. Allerdings bietet er wenig Stabilität. Einsatzgebiet des Asics Roadhawk FF: Trainingsläufe bis hin zum schnellen Marathon mit Start aus der ersten Reihe.

Brooks Hyperion

Hersteller
Brooks Hyperion

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Wettkampfschuhe sind nicht mehr so angesagt: Die etwas milder ausgelegten Lightweight-Trainer bieten mehr Komfort und Stabilität und eignen sich damit für die meisten Läufer besser fürs Wettkampftempo. Der Hyperion ist ein echter Rennschuh - ein Modell, das kompromisslos für schnelles Laufen auf der Straße entwickelt wurde. Dennoch bietet die leichte Mittelsohle aus DNA-Schaum eine durchaus gute Dämpfung für leichtere Läufer, und das über die gesamte Länge der Mittelsohle, also auch bei Mittelfuß-Aufsatz. Dabei hat der Hyperion, der den T7 Racer ersetzt, mit 10,4 Millimetern für einen Wettkampfschuh eine relativ hohe Sprengung. Er ist auf einem speziellen, relativ schmalen Leisten gebaut und sitzt mit dem dünnen, gewebten Obermaterial wie eine zweite Haut. Zu empfehlen für ein Lauftempo von 4:30 min/km und schneller.

Brooks Hyperion Elite 2

Hoka One One Mach 4
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Das aktuelle Modell hat mit dem ersten Hyperion Elite kaum noch etwas zu tun. Die Zwischensohle ist jetzt aus „DNA-Flash“, im ersten Modell war DNA-Zero. Aber DNA-Flash ist viel reaktiver, weicher und lässt sich vom Laufgefühl her, so unsere Testläufer, mit dem React-Material von Nike vergleichen. Außerdem ist es langlebiger, so Brooks, das mit Stickstoff angereicherte DNA-Flash soll mindestens 300 bis 600 Kilometer eine konstante Materialqualität in punkto Energierückführung bieten. Die Rocker-Konstruktion und eine integrierte Carbonplatte („Propulsion Plate“) sorgen für das „moderne“, angesagte Laufgefühl, bei dem man sich im kompletten Aufsatz-Abroll-Vorgang nach vorne „gepusht“ fühlt. „Es ist nicht ganz so extrem wie bei den Modellen der Mitbewerber, aber sehr deutlich spürbar“, so ein Testläufer. Das Laufverhalten ist erstaunlich direkt, trotz voluminöser Sohle (hinten 37 mm zu vorne 29 mm Sohlendicke, 8 mm Sprengung), es ist dem Saucony Endorphine Pro ähnlich. Auch der Hyperion Elite 2 ist extrem leicht. Selbst in Größe US 12 wog ein Testmodell nur 245 Gramm. Insbesondere beim Fersenaufsatz scheint das Laufverhalten dieses Modells übrigens stabiler als bei den Nike- oder Adidas-Carbon-Modellen. Ein Testläufer empfiehlt: „das macht den Hyperion Elite 2 eventuell für Freizeitläufer und nicht ganz so hohes Lauftempo etwas geeigneter!“ Das leichte Mesh-Material im Schaft hat Lüftungsschlitze, die Zunge ist konventionell, also nicht angenäht. Die Schnürsenkel sind stretchig/dehnbar. Um einen guten Fersensitz bei minimaler Fersenkappenkonstruktion (Gewichtsersparnis!) zu garantieren, ist der Fersenabschluss wulstig gepolstert. Das verhindert einen Schlupf, ist aber für Läufer mit sensiblem Achillessehnenansatz ungünstig.

  • Gewicht: 215 Gramm
  • Sprengung: 8 mm Sprengung
  • Preis: 250 Euro

Hoka OneOne Carbon X 2

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Der Hoka Carbon X 2 gehört konstruktionstechnisch zu den reinen Wettkampfschuhen – mit versteifender Carbonfaserplatte (durchgängig) und seinem hoch-energetischen Profly-Schaum in der Mittelsohle. Gegenüber dem Vorgänger (Carbon X) fällt die geänderte Fersenkonstruktion auf, mittlere und äußere Sohlenschicht sind ausladend nach hinten konstruiert und verlängern die Abrollfläche. Das sieht dynamisch aus und vermittelt mit der Rocker-Konstruktion „ein nach vorne treibendes Laufgefühl: Man will immer schneller“, so ein Testläufer. "Durch die Form der Sohle und die enthaltene Carbonplatte fühlt man sich stehend wie auf einer Wippe – und spürt in Bewegung den verbesserten Vortrieb bei jedem Laufschritt", so eine Testerin. Sehr gelobt wurde die zungenartige Konstruktion im Bereich der Achillessehne. Weil das Material hier etwas weiter nach oben in Richtung Wade reicht und gepolstert ist, wird der Druck auf die Sehne gemindert. Für eine verbesserte, rennschuhtaugliche Passform wurden verstärkte Garne ins Obermaterial eingearbeitet sowie eine verstärkte Manschette. Der Schuh sitzt damit sehr sicher, und im Vergleich der auf Speed ausgelegten Carbonschuhe ist der Hoka Carbon X 2, wie es ein Testläufer ausdrückt, „eines der alltagstauglichsten Modelle“, in dem sich nicht nur absolute Eliteläufer wohl fühlen werden.

  • Gewicht: 198 Gramm (Frauen); 239 Gramm (Männer)
  • Sprengung: 5 Millimeter
  • Preis: 180 Euro

Hoka OneOne Mach 4

Hoka One One Mach 4
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Der Mach 4 ist ein Schuh für Hoka-Fans und vereint die Markenqualitäten: Sehr leicht, maximal gedämpft. Die Mittelsohle ist gut gedämpft, aber nicht so reaktiv wie bei Vergleichsmodellen. Ansonsten lobten die Tester: Der Sitz ist hervorragend, der Abrollkomfort angesichts des niedrigen Gewichts sehr komfortabel, „ eine Alternative zum Hoka Clifton“, so ein Tester, oder eine Traingsschuh-Ergänzung zum CarbonX. Eine Testläuferin anerkennend: „Definitiv geeignet für schnelles Laufen, ohne aber zu „elitär“ zu sein. Ein Durchschnittsläufer wird auch gut mit ihm zurechtkommen.“

  • Gewicht:233 g (M); 195 g (W)
  • Sprengung: 5 mm
  • Preis: 150 €

Nike ZoomX Vaporfly Next%

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Nike ZoomX Vaporfly Next%

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Der neue Nike ZoomX Vaporfly Next% ist der Nachfolger des Schuhs, mit dem Eliud Kipchoge am 16. September 2018 den Mararathonweltrekord gelaufen ist: 2:01:39 Stunden. Und der amerikanische Schuhhersteller behauptete damals, der Schuh habe 4 Prozent zur Leistungsverbesserung beigetragen. Und da soll der neue Vaporfly noch mal eins draufsetzen, deshalb die vielversprechende Produktbezeichnung „Next%“.Schon bei den ersten Schritten spürt man, dass die Mittelsohle sehr weich ist. Doch man sinkt nicht einfach ein. "So eine Rückstellkraft habe ich bislang noch bei keinem anderen Schuh gespürt", sagt ein Tester, der bereits seit mehr als 20 Jahren alle möglichen Laufschuhe getestet hat. Es fühlt sich an, als würde man auf kleinen Trampolinen stehen, die einem Energie zurückgeben. In Kombination mit der durch die Karbonplatte hohen Steifigkeit sorgt das beim Laufen für spürbaren Vortrieb.

Empfanden einige Tester den 4% noch eher als schwammig, ist das beim Next% nicht der Fall. Gerade in Kurven läuft sich der Schuh deutlich stabiler und vertrauenswürdiger. Das liegt einerseits am Aufbau der Sohle, die auch im vorderen Bereich breiter ausfällt, und anderseits an dem neuen Obermaterial, welches den Fuß in Kombination mit der gelungenen Schnürung fester umschließt. Das macht den Schuh für eine breitere Klientel nutzbar, wobei immer noch gilt: Der Vaporfly erfordert einen aktiven Laufstil. Wer sehr stark über die Ferse läuft, ist mit anderen Schuhen besser beraten. Am besten funktioniert der Schuh, wenn man eher über den Mittel- oder Vorfuß läuft.

Macht der Schuh wirklich schneller? Verschiedene Untersuchungen lassen darauf schließen. Dabei wurde meist die Laufökonomie , also die Sauerstoffaufnahme bei verschiedenen Tempi untersucht, während Probanden entweder den Next% oder einen anderen Schuh trugen. In der Regel zeigte sich, dass die Läufer im Next% tatsächlich weniger Sauerstoff benötigten, um ein bestimmtes Tempo zu laufen. Je nach Proband und Geschwindigkeit fiel der Unterschied deutlich oder weniger deutlich aus. Kurz: Der Schuh kann viel bringen. Wichtig ist, dass er zum individuellen Laufstil und Tempobereich passt. Das muss jeder für sich selbst testen. Was für alle gilt: Die bei reinrassigen Wettkampfschuhen nach wie vor ungewohnte Kombination aus Komfort und Dynamik bringt gerade im Marathon einen entscheidenden Vorteil, weil sie die Ermüdung der Muskulatur reduziert. Doch auch bei kürzeren Straßenrennen von 5 Kilometern bis zum Halbmarathon ist der Nike ZoomX Vaporfly Next% unserer Meinung nach eine gute Wahl.

On Cloudflash

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On Cloudflash (Männer)

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Im Vergleich zum On Cloudracer sieht der Cloudflash noch schneller aus. Und tatsächlich ist der Blitz etwas für die ganz Schnellen. Die 14 Pufferelemente in der Außensohle (Clouds) sind im Vorfußbereich sehr flach (3 Millimeter) und versprechen auch unter der Ferse (12 Millimeter ) kaum Komfort. Der Schuh ist entsprechend wenig gedämpft und fordert vom Läufer einen aktiven Laufstil. Beinahe erinnert der On Cloudflash an Spikes, so direkt ist die Kraftübertragung. Auf der Straße oder der Tartanbahn macht das den Schuh schnell, für Schotter oder Matsch ist er jedoch nichts. Die Passform ist weder eng noch weit und sollte den meisten Füßen gerecht werden. Das flexible Obermaterial und die Schnürung sorgen für Komfort und Halt. Wichtig: Der On Cloudflash fällt extrem groß aus. Sie sollten ihn eine ganze bis eineinhalb Nummern kleiner als ihre normale Laufschuhgröße wählen. Fazit: Der On Cloudflash ist für leichte Läufer mit einem aktiven Laufstil geeignet. Für diese Zielgruppe ist er ein Top-Wettkampfschuh bis hin zur Halbmarathonmarke. Marathons werden wegen der wirklich sehr geringen Dämpfung wohl nur wenige Läufer darin problemlos absolvieren können.

  • Gewicht: 211 g (Männermodell), 210 g (Damenmodell)
  • Sprengung: 5 mm
  • Preis: 130 Euro, 190 Euro (Damenmodell)

Adidas Adizero Adios 4

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Adidas Adizero Adios 4

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Im Grunde ist der neue Adidas Adizero Adios 4 ganz der Alte. Das Produkt-Update beschränkt sich auf Details. Unverändert sind Mittelsohle aus Boost-Material und die Continental-Außensohle, sodass das direkte und dennoch komfortable Laufgefühl bleibt. Verschwunden sind die externen Aufnäher und Nähte. Das neue Mesh-Obermaterial wirkt nun fast wie aus einem Guss und sorgt für mehr Komfort und besseren Halt. Fazit: Der Schuh ist und bleibt eine Waffe für schnelle Läufer, die auf der Straße von der 10-Kilometer- bis zur Marathon-Distanz angreifen wollen.

Salming Speed 6

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Salming Speed 6

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Wer den Salming Speed 6 trägt, erregt Aufmerksamkeit. Die bunten Sohlenteile glänzen am Tag und das schwarze Obermaterial reflektiert in Regenbogenfarben Licht im Dunkeln. Für leichte, trainierte Läufer eignet sich der Speed 6 als Wettkampf und Trainingsschuh für flotte Einheiten. Er gehört zu den leichtesten und flexibelsten Schuhen im Test, hat eine flache Sohlenkonstruktion mit minimaler Sprengung, "gut, wenn man es gewohnt ist". Die für einen Wettkampfschuh recht dicke Mittelsohle (je nach Schuhgröße zwischen 25 und 29 Millimeter unter der Ferse, 18 bis 22 Millimeter unter dem Ballen) ist gut gedämpft und bringt sogar etwas Stabilität mit, vermittelt aber dennoch ein direktes Laufgefühl. Gute Verarbeitung, gute Passform, gut für schnelle Läufe. Die Verarbeitungsqualität ist ebenso wie die Passform sehr gut. Das weiche Obermaterial drückt nicht, ist allerdings recht dick, weshalb die Füße bei hohen Temperaturen spürbar warm werden. Fazit: Der Salming Speed 6 liegt genau zwischen Komfort und Schnelligkeit, ohne dabei ein Kompromiss zu sein. Vielmehr dürfte er für viele Läufer und alle Distanzen eine gute Wahl für den schnellen Schuh sein. Und: Der Schuh fällt eher klein aus, die Tester brauchten oft eine halbe Nummer größer.

Saucony Kinvara 10

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Saucony Kinvara 10

Der Kinvara ist einer der beliebtesten Tempolaufschuhe überhaupt. Mit seiner leichten, flexiblen Konstruktion und dem atmungsaktiven Obermaterial bietet er gute Argumente. Das Sahnestück ist allerdings die reaktionsfreudige Mittelsohle, die den Sweetspot zwischen Komfort und Speed trifft. Die dünne Everun-Schaumschicht direkt unter der Einlegesohle unterstützt mit ihrem hohen Rückstellmoment das gute Lauffeeling. Für ambitionierte Läufer ist der Kinvara erste Wahl. Sie sind damit auch für einen Wettkampf gerüstet, ob 5 Kilometer, 10 oder Halbmarathon. Gerade im Tempobereich zwischen 3:30 min/km und 5:30 min/km beweist die Mittelsohle, dass Schnelligkeit und Komfort sich nicht ausschließen. Vor allem schnelle Straßenläufer dürften von dem Saucony Kinvara begeistert sein: Er glänzt mit sehr geringem Gewicht bei gleichzeitig hohen Dämpfungswerten, verraten die Laboruntersuchungen.

Reebok Floatride Run Fast

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Reebok Floatride Run Fast

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Reebok zeigt, was in der Laufschuhtechnologie derzeit machbar ist: Der Floatride Run Fast kombiniert auf beeindruckende Weise geringes Gewicht mit komfortabler Dämpfung – und das zu einem erschwinglichen Preis. Möglich wird das durch ein neues Sohlenmaterial auf Pebax-Basis. Wenn der Läufer mit dem Dreifachen seines Körpergewichts seinen Fuß aufsetzt, komprimiert sich dieser spezielle Kunststoff stärker als andere Mittelsohlenschäume und springt auch schneller wieder in seine Ausgangsform zurück – ein federnder Effekt entsteht. Dazu ist der Pebax-Schaum auch noch merklich leichter als klassisches EVA. Ein ähnliches Material wird auch in Nikes Breaking-2-Schuh, dem Vaporfly 4% verwendet. Und läuft sich der Reebok nun so schnell, wie der Name es vermuten lässt? Der Run Fast ist eine echte Rennmaschine, in der man aber auch gern länger unterwegs ist, so ein Tester. Er sitzt mit dem dünnen Mesh gut und sicher am Fuß, lobt ein anderer. Insgesamt ein gut ausbalancierter Schuh, der für schnelles Laufen prima geeignet ist und zudem gut dämpft.

New Balance FuelCell Rebel 2

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Bereits das Vorgängermodell war beliebt, aber der FuelCell Rebel 2 ist in diesem Test zu einem der am besten bewerteten Schuhe bei den RUNNER’S WORLD-Testern aufgestiegen. Er verwöhnt mit sehr guten Dämpfungseigenschaften und einer sehr hohen Reaktivität der Zwischensohle aus FuelCell, „das Material von New Balance spielt in der ersten Liga ganz vorne mit“, urteilt ein Testläufer. Der Rebel 2 bietet das FuelCell-Material über die komplette Länge der Zwischensohle. Dabei ist der Schuh extrem leicht, wiegt selbst bei US-Größe 12 nur 221 Gramm, hat aber eine ausgeprägte Rocker-Konstruktion. Und er kommt ohne Carbonelement aus, was für eine sehr attraktive Preislage sorgt. Ein Testläufer: „Die Mittelsohle macht sowohl bei hohem Tempo auf der Bahn als auch beim Dauerlauf im Park richtig Spaß.“ Gut: Der etwas breiter gearbeitete Mittelfußbereich macht den Schuh auch für Läufer mit breiteren Füßen (oder abgesenktem Mittelfuß) attraktiv, die sonst Probleme mit der taillierten Passform von „schnellen“ Schuhen haben. Der Schaft ist extrem luftig, leicht gearbeitet, „allerdings weniger textil-sockig als im ersten Rebel-Model“, so ein Tester. Ein Eyecatcher ist das Hologramm in der Zwischensohle: Es zeigt FuelCell/New Balance im Wechsel.

  • Gewicht: 204 Gramm (Männer); 167 Gramm (Frauen)
  • Sprengung: 6 mm
  • Preis: 140 Euro

True Motion U-Tech Solo

True Motion Solo
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Hersteller True Motion hat eine U-TECH-Technologie entwickelt, die beim Solo als „Double U“ zum Einsatz kommt. Der Fuß sinkt beim Auftreten in die doppelte U-förmige Konstruktion der Mittel- und Außensohle unter dem Vor- und Rückfuß ein. Die U-förmige Konstruktion erinnert an ein Hufeisen und soll die Aufprallkräfte zentrieren Die „Speed MotionBridge“ ist eine in die Mittelsohle integrierte Fiberglas-Nylon-Platte, die für Stabilität sorgt und den Abdruck unterstützt. „Ich war überrascht, wie konventionell sich der Solo läuft. Für einen „schnellen“ Schuh hat das Modell erstaunlich viel Stabilität“, resümiert ein Testläufer. Der neu konzipierte Leisten sorgt für einen hautengen Sitz. „Das Schaftmaterial ist extrem angenehm“, so ein Testläufer, allerdings ist der Zehenbereich durch die Verstärkungen im vordersten Zehenbereich medial wie lateral sehr schmal und spitz zulaufend. Die Fersenkappe ist gut gepolstert, der Fersensitz dadurch sehr sicher, ohne störende Eigenschaften. Eine Testläuferin resümiert: „Ich mag die Leichtigkeit, die Flexibilität und die Dämpfung, die nicht zu weich und doch ausreichend ist.“ Der Schuh ist empfehlenswert für leichte Läufer, die ein normales Abrollverhalten und einen dynamischen Laufstil haben.

  • Gewicht: 220 g (Herren), 190 g (Damen)
  • Sprengung: 8 mm
  • Preis: 160 Euro
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