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Laufen im Sommer
Pulsverhalten im Sommer iStockphoto

Laufen im Sommer Pulsverhalten im Sommer

Bei Hitze muss der Körper mehr leisten und die Herzfrequenz steigt. Wie Sie ihr Pulsverhalten bei hohen Temperaturen richtig deuten, erfahren Sie hier.

Beim Laufen produziert der Körper etwa zehnmal mehr Wärme als im Ruhezustand. An kühlen Tagen wird diese Extrawärme über den Schweiß abgegeben. Bei Wärme funktioniert dieser Kühlungsprozess bei weitem nicht so gut, vor allem nicht bei zusätzlich hoher Luftfeuchtigkeit. Wenn Sie nach Pulswerten trainieren, merken Sie, dass sich Ihr Puls bei Wärme verändert. Wir erklären, was Sie zum Pulsverhalten im Sommer wissen sollten.

Darum steigt die Herzfrequenz

Beim Laufen in der Hitze wird das Verhältnis zwischen Beinmuskulatur und Haut zunehmend problematisch. Die Muskeln fordern vom Herzen Blut an, um sich mit dem notwendigen Sauerstoff zu versorgen, während die Haut ebenfalls Blut zur Kühlung benötigt. Das Blut transportiert die von den Muskeln produzierte Wärme an die Hautoberfläche; damit wird verhindert, dass Sie überhitzen, vergleichbar einem Automotor, der an einem Gebirgspass überhitzt. Das Herz muss unter diesen vielfältigen Anforderungen mehr arbeiten als bei kühlen Temperaturen. Folge: Die Herzfrequenz steigt.

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum sich Ihr Herz mit der Sommerhitze nicht so schnell anfreundet: Durch starkes Schwitzen sinkt das Blutvolumen. Das Blut wird dicker, das Herz hat weniger Blut zur Verfügung und muss folglich Mehrarbeit leisten.

Anpassung an die Hitze

Glücklicherweise passt sich der Organismus mit der Zeit den warmen Temperaturen an, beispielsweise dadurch, dass weniger Flüssigkeit als sonst über den Urin abgegeben wird. Oder dadurch, dass das Blutvolumen von Tag zu Tag ansteigt und zudem effektiver geschwitzt wird. Letzteres sorgt dafür, dass die Haut kühler bleibt und weniger Blut benötigt wird.

Was bedeutet das für die Trainingspraxis?

Anpassungszeit beachten: Idealerweise legen Sie Regenerationsphasen in die ersten heißen Wochen des Jahres. So geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich an die Hitze zu gewöhnen und danach wieder „heiß“ ins Training zu starten.

Langsam anlaufen: Beginnen Sie jedes Training mit einer betont lockeren Einlaufphase – das treibt den Puls nicht direkt nach oben.

Trainingseinheiten verschieben: Steigen genau an Ihrem härtesten Trainingstag der Woche die Temperaturen deutlich an, so scheuen Sie es nicht, das Training auf einen anderen Tag zu verschieben. Legen Sie stattdessen einen entspanten Dauerlauf ein.

Das Training modifizieren: Alternativ können Sie das Training an die erschwerten Bedingungen anpassen. Laufen Sie nicht nach Zeit, sondern nehmen Sie tatsächlich den Puls als Orientierung. Sie werden höchstwahrscheinlich bei gleicher Anstrengung langsamer laufen als sonst.

Raus aus der Hitze: Wenn Sie ein Läufertyp sind, der größere Probleme mit der Hitze-Belastung hat und immer mit entsprechend hohem Puls läuft, sollten Sie die Hitze so gut es geht meiden (Alternativen: Morgens und Abends laufen, schattige Wege wählen).

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