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Geocaching - Laufen mit Ziel:

Moderne Schatzsuche Laufen mit Ziel – Geocaching

Unser Praktikant Julian nutzt Geocaches, um Abwechslung in seine Laufroutine zu bringen. Wie das funktioniert und wie Sie damit anfangen können, lesen Sie hier.

Sind Sie bei einem Lauf oder Waldspaziergang schon mal auf Menschen getroffen, die vielleicht etwas zu tief im Gestrüpp wühlten oder ertappt geguckt haben? Ich kann Sie beruhigen. Es waren wahrscheinlich nur Geocacher. Ein kleines geselliges Völkchen, das gerne in der Natur unterwegs ist und dabei "Schätze" sucht – sogenannte Geocaches. Die zu findenden Schätze sind aber nicht gold und glänzend, sondern meist Tupperdosen, die ein anderer Mitspieler draußen versteckt hat. In den Dosen befindet sich immer ein Logbuch zum Eintragen und, wenn genug Platz ist, ein paar Kleinigkeiten zum Tauschen. Mit Hilfe von Koordinaten ist es einem Suchenden möglich, den Versteckort bis auf fünf Meter genau zu finden.

Der Ursprung der modernen Schatzsuche

Geocaching ist eine Abwandlung des schon im 19. Jahrhundert bekannten "Letterboxing". Die beiden Schatzsuchen verbindet das Finden eines Behälters in der Natur. Der große Unterschied ist jedoch, wie man zum Ziel gelangt. Beim ursprünglichen Letterboxing half man sich mit einer Karte und einem Kompass. Heutzutage geht das etwas moderner: Seit Mai 2000 ist die künstliche Verschlechterung des GPS-Signal abgeschaltet. Schon einen Tag später versteckte der Amerikaner Dave Ulmer den ersten Geocache in den USA und veröffentlichte die Koordinaten im Internet. Dies war die Geburtsstunde des Geocachings. Ab diesem Tag stieg die Anzahl der weltweiten Geocaches rasant an. Aber auch die Community hat einen großen Zuwachs bekommen: Inzwischen existieren über drei Millionen Geocaches auf der ganzen Welt und mehrere Millionen Mitglieder suchen und verstecken ebendiese.

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So könnte ein Geocache versteckt sein.

Nur ein Smartphone zum Mitmachen nötig

Das Tolle an der Schatzsuche: Jeder darf mitmachen. Zum Suchen von Geocaches wird lediglich ein Smartphone benötigt. Mit Hilfe der Geocaching-App oder jeder anderen Applikation, die Koordinaten wiedergeben kann, sind Sie schon bestens vorbereitet. Die weltweit größte Datenbank ist "geocaching.com". Dort finden Sie zahlreiche Einträge. Bestimmt sind auch einige in Ihrer Umgebung dabei. Sobald Sie sich für ein Ziel entschieden haben, kann es losgehen. Tipp: Denken Sie an einen Stift, wenn Sie zur ersten Schatzsuche aufbrechen. Vor Ort müssen Sie sich in das Logbuch eintragen, um zu beweisen, dass sie wirklich vor Ort waren.

Laufen und Geocaching verbinden

Sie fragen sich nun zu Recht: „Was hat das mit Laufen zu tun?“. Darauf habe ich eine einfache Antwort. Mir sind meine Hausrunden auf Dauer zu langweilig geworden. Um neue Routen zu erkunden, suchte ich mir pro Dauerlauf einen Geocache in der Nähe, den ich während meines Trainings finden wollte. Auf diese Weise entstanden neue Strecken und mein Training wurde etwas abwechslungsreicher. Ich entdeckte neue Ecken und Wege in meiner Heimat und hatte letztendlich mehr Spaß auf meinen Dauerläufen.

Worauf Sie sonst noch achten sollten

Als Einsteiger empfiehlt es sich, mit Geocaches anzufangen, die leicht zu finden sind. Jeder Geocache hat im Interneteintrag eine Schwierigkeits- und eine Geländewertung von 1 bis 5 Sternen. Achten Sie darauf, dass ihr angepeiltes Ziel jeweils nicht mehr als 2 Sterne hat. So beugen sie Frust vor und haben mehr Erfolgserlebnisse. Außerdem entstehen dann keine zu großen Pause bei Ihrem Lauf.

Für welche Läufe eignet sich die Schatzsuche?

Grundsätzlich gesehen ist das Ihre Entscheidung. Ich rate jedoch vom Suchen bei intensiven Einheiten wie Tempoläufen oder Intervallen ab, da Sie die Pause zu sehr aus der Bahn werfen kann. Am besten einbauen lässt es sich meiner Erfahrung nach bei ruhigen Dauerläufen oder Longruns, auf denen man im Zweifel sowieso pausiert, um einen Schluck zu trinken oder Energie in Form von Riegeln oder Gels zu sich zu nehmen. Für Laufanfänger, die mit (Geh-)Pausen arbeiten, kann die Methode vielleicht sogar mehr Spaß und Motivation bringen, sich nach draußen zu begeben.

Und nun: Viel Spaß beim Laufen und Geocachen!

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