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WM in Doha Konstanze Klosterhalfen souverän ins Finale

Mit einem Schlusskilometer von rund 2:41 Minuten sicherte sich Klosterhalfen in 15:01,57 Minuten souverän den Einzug ins Finale.

Konstanze Klosterhalfen ist bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften souverän in das Finale über 5.000 m gelaufen. In ihrem Vorlauf bestimmte die Läuferin von Bayer Leverkusen in der Schlussphase das Rennen von der Spitze weg und war nach 15:01,57 nur ein paar Tausendstelsekunden hinter Tsehay Gemechu (Äthiopien) als Zweite im Ziel. Dritte wurde Margaret Kipkemboi (Kenia) in 15:01,58. Die ersten Fünf qualifizierten sich direkt für den Endlauf, der am Sonnabend stattfindet.

Hanna Klein mit 15:28,65 Minuten als Elfte ihres Laufes nicht im Finale

Im anderen 5.000-m-Vorlauf hatte dagegen die zweite deutsche Läuferin in diesem Wettbewerb, Hanna Klein (SG Schorndorf 1846), keine Chance. Sie kam als Elfte nach 15:28,65 Minuten ins Ziel. Hanna Klein hätte fast 20 Sekunden schneller laufen müssen, um im Finale dabei zu sein. Dieses Rennen gewann die Titelverteidigerin Hellen Obiri (Kenia) in 14:52,13. Nicht angetreten war Sifan Hassan (Niederlande). Die 10.000-m-Siegerin vom vergangenen Sonnabend hat sich entschlossen, statt dessen über 1.500 m zu laufen.

„Der Anfang des Rennens war langsam. Und ich wusste natürlich, dass ich unter den ersten Fünf sein sollte. Es war aber wichtig, ruhig zu bleiben. Als die Gruppe später im Rennen dann immer noch relativ groß war, habe ich das Tempo angezogen“, erklärte Konstanze Klosterhalfen, die sich zuletzt in St. Moritz auf die WM vorbereitet hatte.

Währenddessen gerät auch Konstanze Klosterhalfen im Rahmen der Sperre gegen Alberto Salazar - die US-amerikanischen Anti-Doping-Agentur (USADA) bannte den Trainer für vier Jahre - in den Fokus. Salazar ist der Chef des Nike Oregon Projects (NOP), dem sich Konstanze Klosterhalfen im vergangenen Herbst angeschlossen hatte. Gesperrt wurde neben Alberto Salazar auch der Arzt, mit dem er zusammenarbeitete, Jeffrey Brown.

„Jeffrey Brown kenne ich überhaupt nicht. Aber die Nachricht ist natürlich schockierend“, erklärte Konstanze Klosterhalfen nach ihrem Rennen im Interview gegenüber dem ZDF. „Pete Julian ist mein Trainer.“ Mehr könne sie zurzeit nicht sagen, erklärte die Läuferin.

Inzwischen wurde allerdings bekannt, dass die Athletics Integrity Unit (AIU), die sich in der Leichtathletik unter anderem mit Dopingfällen beschäftigt, an die Athleten des NOP herangetreten ist und diese aufgefordert hat, sich von ihrem Trainer zu trennen. Es bleibt abzuwarten, wie die AIU es bewertet, wenn Athleten bei Salazars Assistenz-Coach Pete Julian trainieren. So wie sich die bisherigen Stellungnahmen anhören, sind jedoch alle Athleten des NOP gemeint. Sie müssten sich jeweils neue Trainer suchen. Idriss Gonschinska, der Generaldirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, erklärte, dass man sich nach den Weltmeisterschaften mit Konstanze Klosterhalfen zusammensetzen wird, um die Situation zu besprechen.

Text: race-news-service.com

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