Sifan Hassan bei Tsegays Sieg ohne Medaille Getty Images for World Athletics

Sifan Hassan bei Tsegays Sieg ohne Medaille

Leichtathletik-WM 2022 Sifan Hassan bei Tsegays Sieg ohne Medaille

Gudaf Tsegay gewann in Eugene das 5.000-Meter-Rennen. Doppel-Olympiasiegerin Sifan Hassan verpasste eine Medaille.

Gudaf Tsegay hat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Eugene (USA) die Goldmedaille über 5.000 m gewonnen. Die Äthiopierin siegte im Endspurt in 14:46,29 Minuten vor der Kenianerin Beatrice Chebet (14:46,75) und Dawit Seyaum (Äthiopien/14:47,36). Auf Rang vier folgte Margaret Kipkemboi (Kenia) mit 14:47,71. Die Siegerin des 10.000-m-Rennens, Letesenbet Gidey (Äthiopien), verpasste eine zweite Medaille. Die Weltrekordlerin über beide Bahn-Langstrecken wurde Fünfte in 14:47,98.

Lange Zeit hatten sich in diesem Finale Gudaf Tsegay und Letesenbet Gidey die Führungsarbeit an der Spitze geteilt. Dabei wechselte immer wieder das Tempo, wodurch die Spitzengruppe schrumpfte. Eingangs der letzten Runde lagen noch sechs Läuferinnen zusammen und die Doppel-Olympiasiegerin Sifan Hassan (Niederlande) ging erstmals nach vorne. Doch sie konnte diese Position nicht verteidigen. Rund 100 Meter vor dem Ziel lief Gudaf Tsegay vorbei und sprintete zur Goldmedaille. Hinter ihr verlor neben Sifan Hassan überraschend auch Letesenbet Gidey an Boden während Beatrice Chebet und Dawit Seyaum sich noch auf die Medaillenplätze schieben konnten.

„Ich habe mich gut vorbereitet und dabei viel für 1.500-Meter-Training absolviert. Das hat mir beim Schlusssprint geholfen“, sagte die 25-jährige Gudaf Tsegay, die bei Olympia vor einem Jahr in Tokio Bronze über 1.500 m gewonnen hatte. In Eugene sprintete sie die letzten 400-m-Runde des 5.000-m-Finales in 59,95 Sekunden.

Wie schon über 10.000 m wurde deutlich, dass Sifan Hassan (Niederlande) noch nicht wieder in Bestform ist. Sie belegte Rang sechs in 14:48,12 und gewann damit bei dieser WM keine Medaille. „Ich bin erst seit zwei Monaten wieder im Training und habe alles gegeben“, sagte Sifan Hassan, die nach den Olympischen Spielen 2021, wo sie zudem eine Bronzemedaille über 1.500 m gewonnen hatte, eine siebenmonatige Pause eingelegt hatte.

Kenias 800-m-Olympiasieger Emmanuel Korir ist auch der neue Weltmeister über die Zwei-Runden-Distanz. Der 27-jährige gewann das Rennen in 1:43,71 Minuten vor dem Algerier Djamel Sedjati (1:44,14) und Marco Arop (Kanada/1:44,28). Vierter wurde der Kenianer Emmanuel Wanyonyi in 1:44,54. Arop hatte noch vor Ende der ersten Runde die Führung übernommen, konnte das Tempo aber nicht ganz halten. Eingangs der Zielgeraden stürmte Korir an ihm vorbei und auch noch Sedjati überholte den Kanadier, der sich aber die Bronzemedaille sicherte.

„Es war ein hartes Rennen. Ich wusste, dass einige Konkurrenten dicht hinter mir waren auf der Zielgeraden und dachte, dass einer aufschließen würde. Aber niemand kam“, sagte Emmanuel Korir. „Ich habe lange auf diesen Erfolg bei einer WM gewartet. 2017 und 2019 scheiterte ich, jetzt habe ich es geschafft.“ Bei der WM 2017 war er im Halbfinale ausgeschieden, 2019 belegte er Rang sechs. In Tokio wurde Emmanuel Korir dann vor einem Jahr Olympiasieger.

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