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Yehualaw verpasst nur knapp den Weltrekord

Neu-Delhi-Halbmarathon 2020 Yehualaw läuft knapp am Halbmarathon-Weltrekord vorbei

Beim Neu-Delhi-Halbmarathon 2020 sorgten Amdework Walelegn und Yalemzerf Yehualaw für Weltklassezeiten.

Nur um 15 Sekunden verpasste Yalemzerf Yehualaw in Neu-Delhi am Sonntag den Halbmarathon-Weltrekord. Mit 64:46 Minuten lief die erst 21-jährige Äthiopierin die zweitschnellste Zeit aller Zeiten über die 21,0975-km-Distanz und einen Veranstaltungsrekord. Absolute Weltklassezeiten erzielten auch die Läuferinnen auf den nächsten beiden Plätzen: Die Kenianerin Ruth Chepngetich steigerte sich als Zweite auf 65:06 und kletterte damit auf Rang acht in der Liste der schnellsten Läuferinnen aller Zeiten. Rang drei belegte die aktuelle Weltrekordlerin Ababel Yeshaneh, die im Februar in Ras Al Khaimah 64:31 gelaufen war. In Neu-Delhi war die Äthiopierin nach 65:21 im Ziel.

Schnellstes Rennen der Event-Geschichte

Das Rennen in Neu-Delhi hatte in den vergangenen Jahren immer wieder eine Reihe von Weltklassezeiten produziert und gehört zu den hochkarätigsten Läufen der Welt über die Halbmarathondistanz. Doch noch nie waren die Resultate so überragend wie dieses Mal, als die Veranstaltung ohne das große Feld der Breitensportler stattfand und stattdessen aufgrund der Corona-Pandemie als reiner Elitelauf gestartet wurde.

Walelegn siegt in 58:53 Minuten

Die Ergebnisse bei den Männern standen denen der Frauen nicht viel nach. Gleich drei Läufer blieben bei guten Wetterbedingungen auf einer neuen Strecke unter 59 Minuten. In einer Sprint-Entscheidung setzte sich dabei Amdework Walelegn mit einem Veranstaltungsrekord und einer persönlichen Bestzeit von 58:53 Minuten mit nur einer Sekunde Vorsprung vor seinem äthiopischen Landsmann Andamlak Belihu durch. Der Titelverteidiger war nach 58:54 im Ziel. Dritter wurde Stephen Kissa (Uganda) knapp dahinter mit 58:56. Ein glänzendes Debüt über die Halbmarathondistanz lief der zweimalige 5.000-m-Weltmeister Muktar Edris (Äthiopien) als Vierter mit 59:04. Das ist das zweitschnellste Halbmarathon-Debüt aller Zeiten.

Die Zeit des erst 21-jährigen Siegers Amdework Walelegn ist die drittschnellste in der Welt in diesem Jahr. Bemerkenswert war auch die Leistung des zehntplatzierten Inders Avinash Sable, der mit 60:30 Minuten den Landesrekord um über drei Minuten steigerte.

Top-Läuferinnen starten offensiv

Die Spitzengruppe der Frauen lief von Beginn an ein extrem hohes Tempo. Geführt von einem Tempomacher passierten Ruth Chepngetich, die am Ende viertplatzierte Kenianerin Irene Cheptai (66:43), Yalemzerf Yehualaw und Ababel Yeshaneh den 10-km-Punkt in 30:49. Über diese Distanz waren in diesem Jahr überhaupt nur vier Läuferinnen weltweit schneller. Das zeigt das enorme Tempo, das in Neu-Delhi gelaufen wurde. Zu diesem Zeitpunkt war eine der Favoritinnen schon nicht mehr im Rennen: Kenias Marathon-Weltrekordlerin Brigid Kosgei hatte nach gut acht Kilometern offenbar aufgrund einer Muskelverletzung aufgeben müssen.

Während Irene Cheptai nach rund 12 km zurückgefallen war, passierten die anderen drei den 15-km-Punkt in superschnellen 46:15 Minuten. Rund drei Kilometer vor dem Ziel fiel dann die Vorentscheidung: Nur noch die Halbmarathon-WM-Dritte Yalemzerf Yehualaw konnte dem Tempomacher folgen. „Das war schneller als ich erwartet hatte. Ich hatte gehofft, dieses Mal zu gewinnen, nachdem ich vor einem Jahr nur eine Sekunde hinter der Siegerin ins Ziel gekommen bin“, sagte Yalemzerf Yehualaw.

Ergebnisse der Männer:

1. Amdework Walelegn ETH 58:53

2. Andamlak Belihu ETH 58:54

3. Stephen Kissa UGA 58:56

4. Muktar Edris ETH 59:04

5. Leonard Barsoton KEN 59:10

6. Tesfahun Akalnew ETH 59:22

7. Victor Kiplangat UGA 59:26

8. Shadrack Kimining KEN 59:51

Ergebnisse der Frauen:

1. Yalemzerf Yehualaw ETH 64:46

2. Ruth Chepngetich KEN 65:06

3. Ababel Yeshaneh ETH 65:21

4. Irene Cheptai KEN 66:43

5. Tsehay Gemechu ETH 67:16

6. Eva Cherono KEN 67:18

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