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Olympia-Qualifikationsrennen in Japan Nakamura und Maeda gewinnen Qualifikationsrennen

Die ersten beiden Männer und Frauen haben das Ticket für Tokio sicher. Nur mit einem japanischen Rekord können die Drittplatzierten noch verdrängt werden.

Shogo Nakamura und Honami Maeda sind die Sieger des japanischen Qualifikationsrennens für den olympischen Marathon 2020 („Marathon Grand Championship“/MGC). Die Spiele finden im August nächsten Jahres in Tokio statt. Dort wurde am Sonntag auch der Qualifikationslauf veranstaltet. In einem Hitzerennen mit Temperaturen zwischen 24 und 28 Grad Celsius gewann Shogo Nakamura mit 2:11:28 Stunden vor Yuma Hattori, der nach 2:11:36 im Ziel war. Honami Maeda triumphierte mit großem Vorsprung in 2:25:15 vor Ayuko Suzuki, die 2:29:02 lief.

Die Läufer auf den Rängen eins und zwei können sich sicher sein, für die Olympischen Spiele nominiert zu werden. Die beiden Drittplatzierten - Suguru Osako (2:11:41) und Rei Ohara (2:29:06) - müssen dagegen noch zittern. Sollte in der kommenden Winter-Saison ein Läufer oder eine Läuferin bei einem japanischen Rennen die Zeiten von 2:05:50 (japanischer Rekord) beziehungsweise 2:22:23 unterbieten, könnten diese den beiden Drittplatzierten des MGC vorgezogen werden. Dies ist unwahrscheinlich, jedoch nicht ausgeschlossen. Denn auch der Tokio-Marathon, bei dem sehr schnelle Zeiten möglich sind, bietet den Läufern am 1. März 2020 noch eine letzte Chance.

Yuta Shitara wird nicht für Mut belohnt

Zwei Läufer hatten im vergangenen Jahr mit japanischen Rekorden für Furore gesorgt: Yuta Shitara lief zunächst 2:06:11 Stunden, dann steigerte Suguru Osako diese Marke auf 2:05:50. Einer der beiden wird bei Olympia nicht dabei sein. Yuta Shitara versuchte es am Sonntag im Alleingang und scheiterte. Er hatte sich kurz nach dem Start abgesetzt und an der Halbmarathonmarke mit einer Zeit von 63:27 einen Vorsprung von zwei Minuten auf eine Verfolgergruppe. Doch der große Vorsprung schmolz. Fünf Kilometer vor dem Ziel wurde Shitara überholt. Am Ende erreichte er abgeschlagen auf Rang 14 in 2:16:09 das Ziel. Shitara wird sicherlich noch einmal einen Qualifikationsversuch starten - auch wenn er dann japanischen Rekord laufen muss.

Das Rennen blieb spannend bis zum Schluss: Kurz vor Kilometer 40 hatte sich Shogo Nakamura, der im vergangenen Jahr in Berlin als Vierter seine Bestzeit von 2:08:16 Stunden aufgestellt hatte, etwas absetzen können. Doch die ersten fünf Läufer trennten zwei Kilometer vor dem Ziel lediglich zwölf Sekunden. Suguru Osako kam noch einmal ganz dicht heran an Shogo Nakamura, hatte am Ende aber keine Kraft mehr und verlor auch noch Platz zwei an Yuma Hattori.

Honami Maeda fast vier Minuten vor Ayuko Suzuki

Im nur zehnköpfigen Frauenfeld - die geringe Zahl der Starterinnen hängt mit dem anspruchsvollen Qualifikations-Prozedere für das MGC zusammen - fiel die Entscheidung um den Sieg frühzeitig. Honami Maeda, die ihre Bestzeit von 2:23:48 im Winter 2018 in Osaka aufgestellt hatte, löste sich bei Kilometer 20 von Ayuku Suzuki. Die Halbmarathonmarke durchlief sie bald danach in 1:11:05 Stunden mit neun Sekunden Vorsprung vor Suzuki, die ebenfalls alleine lief. Honami Maeda siegte am Ende souverän, während sich Suzuki knapp ins Ziel rettete. Rei Ohara hatte in der Schlussphase viel Boden gut gemacht, konnte Suzuki aber nicht mehr ganz erreichen. Vier Sekunden trennten die beiden am Ende. Gelaufen wurde auf einem Kurs, der in großen Teilen identisch ist mit der olympischen Marathonstrecke 2020.

Text: race-news-service.com

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