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Petros und Steinruck führen EM-Marathon-Teams an

WM- und EM-Marathon-Nominierungen Petros und Steinruck führen EM-Marathon-Teams an

Mitte Mai wurden die deutschen Marathon-Teams für die anstehenden Welt- und Europameisterschaften bekanntgegeben.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat zehn Tage später als geplant die Nominierungen für die Marathonläufe bei den Weltmeisterschaften in Oregon (USA) im Juli und bei den Europameisterschaften in München im August bekannt gegeben. Insgesamt 14 Athleten könnten demnach bei der WM und der EM über die 42,195-km-Distanz an den Start gehen - so viele Läufer wurden im Marathon noch nie für die Sommer-Höhepunkte nominiert, was aber auch damit zusammen hängt, dass WM und EM ausnahmsweise im selben Jahr stattfinden.

Zwei Athleten haben sich gegen einen Start bei den Europameisterschaften entschieden und wollen dafür zum ersten Mal bei Weltmeisterschaften im Marathon laufen: Tom Gröschel (TC Fiko Rostock) und Laura Hottenrott (PSV Grün-Weiß Kassel) starten am 17. Juli (Männer) beziehungsweise 18. Juli (Frauen) in Oregon. Sie haben den Vorteil, dass das Rennen früh morgens um 6.15 Uhr beginnen wird, so dass kaum mit einem Hitzelauf zu rechnen ist.

Da bei den Europameisterschaften auch ein Team für die integrierte Europa-Cup-Wertung nominiert werden kann, hat der DLV bei den Männern und Frauen jeweils sechs Athleten benannt: Der deutsche Marathon-Rekordler Amanal Petros (TV Wattenscheid/2:06:27) und Richard Ringer (LC Rehlingen), der bei den Olympischen Spielen 2021 auf Platz 26 bester deutscher Läufer war, führen das deutsche Team in München an. Zudem wurden Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg), Hendrik Pfeiffer (TV Wattenscheid), Konstantin Wedel (LG Telis Finanz Regensburg) und Johannes Motschmann (SCC Berlin) nominiert.

Für das Rennen der Frauen, das ebenso wie jenes der Männer am 15. August in München gestartet wird, nominierte der DLV Katharina Steinruck (Eintracht Frankfurt), Miriam Dattke, Domenika Mayer (beide LG Telis Finanz Regensburg), Deborah und Rabea Schöneborn (beide SCC Berlin) und Kristina Hendel (LG Braunschweig). Kristina Hendel, die aus Kroatien kommt und seit 2021 die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, ist aber bisher noch nicht für Deutschland startberechtigt. Hier fehlt noch die entsprechende Bestätigung des internationalen Leichtathletik-Verbandes World Athletics, der wiederum ein Freigabe-Prozedere voraus geht, in das die nationalen Verbände involviert sind.

Wie berichtet, plant der europäische Leichtathletik-Verband (European Athletics), der die Titelkämpfe gemeinsam mit den „European Championships“ veranstaltet, am 15. August nach wie vor die Frauen um 10.30 Uhr und die Männer um 11.30 Uhr starten zu lassen. Damit laufen die Athleten in eine mögliche Münchener Mittagshitze.

In einer einmaligen Aktion haben sich praktisch alle derzeitigen deutschen Top-Marathonläufer zusammengeschlossen, um gegen ein mögliches Hitze-Rennen bei den Europameisterschaften in München zu protestieren und eine Verlegung der Startzeiten in die frühen Morgenstunden oder den Abend zu erreichen.

Die deutschen Top-Läufer haben bei change.org eine Petition mit dem Titel #AthletesHealthFirstTeamGER initiiert, um mit möglichst vielen Unterschriften Druck auf die verantwortlichen Funktionäre von European Athletics auszuüben. Die Petition kann unter diesem Link eingesehen und unterstützt werden: www.change.org

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