Wer zur Arbeit laufen will, ist in der Regel auf einen geeigneten Laufrucksack angewiesen, um Wechselklamotten, Duschzeug, Essen oder den Laptop mitnehmen zu können. Während nicht alle Laufrucksäcke und Trailrunning-Westen fürs Pendeln geeignet sind, schlägt sich manch ein Fahrrad- oder Wanderrucksack dabei verdammt gut. Wir haben zahlreiche Rucksäcke getestet und stellen weiter unten die besten Run-Commuting-Modelle vor.
Was ist Run Commuting?
Das Wort Commuting kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt "pendeln". Während die meisten Menschen mit Auto, Fahrrad oder ÖPNV zur Arbeit gelangen, erkennen immer mehr Läufer die Vorteile des Run Commuting. Natürlich ist nicht jeder Arbeitsweg dafür geeignet, laufend zurückgelegt zu werden. Und nicht jeder hat Lust darauf. Doch wer eine machbare beziehungsweise laufbare Strecke zwischen Wohnort und Arbeitsstätte hat, spart mitunter viel Zeit. Statt im Auto oder Zug zu sitzen, nutzt man die Zeit für den Lauf, den man ansonsten vor oder nach der Arbeit machen würde. So ergibt sich mitunter sogar eine Zeitersparnis. Ein Beispiel: Wer 30 Minuten mit dem Auto benötigt, die gleiche Strecke in 60 Minuten läuft, investiert also letztlich nur 30 Minuten – und spart anschließend die halbe Stunde, die er sonst für den einstündigen Trainingslauf aufwenden würde. Das Thema Duschen ist hingegen ein leidiges. Sollte auf der Arbeit keine Dusche zur Verfügung stehen, reicht oft auch eine Katzenwäsche. Oder du läufst nur von der Arbeit nach Hause und den Hinweg absolvierst du klassisch mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Worauf sollte man beim Kauf eines Laufrucksacks zum Pendeln achten?
- Passform: Besonders beim Laufen ist ein guter Halt des Rucksacks das A und O. Trotz der Auf- und Abbewegung darf der Rucksack nicht zu doll schlackern und muss daher eng anliegen – sonst kommt es zu unangenehmen Scheuerstellen. Achte beim Kauf also auch darauf, ob der Rucksack für deine Statur geeignet scheint. Ein zu großer Rucksack kann sonst oft nicht eng genug gezurrt werden. Besonders hilfreich sind auch Brust- und Hüftriemen, die den Rucksack nah am Körper halten.
- Belüftung: Ein Netz, das den Rucksack vom Rücken fernhält und so für eine hohe Luftzirkulation sorgt, ist beim Laufen eher ungünstig, da der Rucksack nah am Körper anliegen sollte, um nicht zu wackeln. Dennoch sollte ein guter Laufrucksack über eine weiche und atmungsaktive Rückenpolsterung verfügen.
- Stauraum: Überlege vorher, was du bei deinem Lauf zur Arbeit alles transportieren willst. Dein Rucksack sollte nicht zu klein sein, sodass du nicht alles mitkriegst, darf aber auch nicht so groß sein, dass viel zu viel Platz frei ist. Das Motto lautet: so groß wie nötig, so klein wie möglich – denn nichts nervt mehr, als ein Rucksack, in dem Dinge hin und her wackeln. Daher sind auch Staufächer und Gurte ideal, die etwa den Laptop und Kleinkram an Ort und Stelle halten.
- Regenfestigkeit: Ein guter Commuting-Laufrucksack sollte über ein geschlossenes Hauptfach verfügen und im Optimalfall wasserdicht oder zumindest wasserabweisend sein, um auch auf unvorhergesehene Regenschauer vorbereitet zu sein – ein nasser Laptop oder feuchte Unterlagen sind eher ungünstig. Viele Traillauf-Rucksäcke haben offene Netzfächer, die zwar einen schnellen Zugriff erlauben, aber nicht vor den Elementen schützen und schwere Gegenstände zudem oft nicht sicher halten.
Die Rucksäcke im Test
Wir haben in den vergangenen Jahren etliche Laufrucksäcke und -westen getestet. Die wenigsten davon eignen sich fürs Pendeln. Und nur wenige Hersteller bieten Rucksäcke an, die speziell fürs Pendeln entworfen wurden. Wir stellen hier nur die Rucksäcke vor, die uns hierfür überzeugt haben.





