Warum die meisten Neujahrsvorsätze scheitern

Ziele erfolgreich umsetzen
Warum die meisten Neujahrsvorsätze scheitern – und wie du es besser machst

ArtikeldatumVeröffentlicht am 28.12.2025
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Ein Läufer und eine Läuferin laufen bei sonnigem Winterwetter durch einen lichten Wald.
Foto: Getty Images

2025 neigt sich dem Ende zu und damit drängt sich die Frage auf: Welche Vorsätze mache ich mir für das nächste Jahr? Das Ende eines Jahres bietet einen Moment für Reflexion und damit auch den Wunsch für Veränderung. Neujahrsvorsätze sind also etwas ganz Natürliches und Positives. Wir erkennen, dass wir bestimmte Dinge ändern wollen oder uns neue Ziele setzen möchten und schöpfen Motivation aus dem Jahreswechsel.

So verbreitet das Vornehmen von Neujahrsvorsätzen sein mag, so häufig scheitern diese allerdings auch. Spätestens im Frühling haben die Ersten ihre Ziele entweder vergessen oder bereits aufgeben. Das muss aber nicht sein. Wir erklären dir, wie du Neujahrsvorsätze richtig formulierst und diese erfolgreich und langfristig umsetzen kannst.

Darum scheitern Neujahrsvorsätze so oft

Neujahrsvorsätze können aus vielen Gründen scheitern. Der häufigste ist wohl, dass sie zu unrealistisch sind. Dass Vorsätze optimistisch sind, ist per se nichts Schlechtes und kann sogar für einen extra Motivationsschub sorgen. Sind die Ziele aber strenggenommen gar nicht erreichbar, weil sie sich in deinem Alltag nicht umsetzen lassen, ist das Scheitern fast schon absehbar.

Ähnlich ist es, wenn Neujahrsvorsätze zu vage sind. Ist dein Ziel nicht wirklich greifbar, sind die Bedingungen für ein erfolgreiches Umsetzen unklar und es ist viel leichter davon abzurücken, bis du den Vorsatz schließlich ganz verwirfst.

Sind deine Vorsätze nicht aus eigener Überzeugung gewählt, sondern durch Druck von außen motiviert, kommt es ebenfalls sehr wahrscheinlich zum Scheitern. Es gibt zwar ein paar Tricks, mit denen du leichter am Ball bleibst, die Basis für erfolgreiche Vorsätze ist aber immer noch eigene Disziplin. Und die ist höher, wenn du selbst hinter deinen Zielen stehst.

Fragen rund um das Thema Neujahrsvorsätze

Dein Gehirn liebt Gewohnheiten – nicht Veränderungen

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Routinen geben Sicherheit und erleichtern den Alltag. Du musst überhaupt nicht mehr darüber nachdenken, die Zähne zu putzen oder welchen Schuh du zuerst anziehst. Solche Verhaltensmuster sind so tief in deinem Gehirn verankert, dass sie ganz automatisch ablaufen – und ersparen somit viel Energie. Müsstest du nämlich jede noch so kleine Entscheidung bewusst treffen, würde das viel zu sehr anstrengen!

Gewohnheiten können also hilfreich und nützlich sein. Bei schlechten Verhaltensmustern, zum Beispiel morgens immer zuerst ans Handy gehen oder jeden Abend ein bis zwei Gläser Wein trinken, kann uns das auf Dauer aber auch schaden. Die gute Nachricht lautet aber: Gewohnheiten kann man ablegen und durch neue ersetzen. Das mag für das Gehirn zwar erstmal mehr Arbeit und Aufwand bedeuten, die Anstrengung wird sich auf lange Sicht aber lohnen. Mit welchen Tricks und Handgriffen dir neue Verhaltensmuster leichter vorkommen, liest du weiter unten.

Was erfolgreiche Neujahrsvorsätze ausmacht

Den ersten Schritt für erfolgreiche Neujahrsvorsätze bist du bereits gegangen: Du setzt dich mit deinen Zielen für das neue Jahr auseinander. Diesen Punkt schaffen allerdings noch die meisten Menschen – die richtige Formulierung und erfolgreiche Umsetzung ist das, woran viele scheitern.

Das Verwirklichen der eigenen Ziele beginnt bereits mit der richtigen Formulierung. Sind deine Vorsätze beispielsweise zu vage oder unrealistisch, lässt es sich nicht nur schwieriger an ihnen arbeiten, sondern es ist auch viel leichter, sie wieder zu verwerfen. Eine bewährte Methode zur erfolgreichen Formulierung von persönlichen Zielen ist, sie SMART zu definieren: spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert.

Als Erstes solltest du deine Vorsätze möglichst genau formulieren. Je ungenauer deine Ziele sind, desto einfacher kannst du von ihnen abrücken, bevor du sie schließlich ganz verwirfst. Zweitens lassen sich spezifische Ziele leichter messen und dokumentieren. Indem du dir deinen Fortschritt vor Augen führst, erkennst du, was du bereits erreicht hast, und bleibst motivierter.

Deine Vorsätze sollten auch immer attraktiv sein, sprich: Aus eigener Überzeugung und vor allem aus Spaß am Laufen entstanden sein. Wenn es hilft, kannst du dir auch immer eine kleine Belohnung nach dem Training in Aussicht stellen, zum Beispiel mit einem Stück dunkler Schokolade. Hast du all das berücksichtigt, können deine Vorsätze immer noch scheitern, wenn sie nicht realistisch sind. Achte darauf, dass dein Vorhaben auch im Rahmen deines Alltags umsetzbar ist – und zwar ohne, dass du dich groß verbiegen musst. Denn auch, wenn ein Umstrukturieren deiner bisherigen Gewohnheiten anstrengend ist, darf es dir nicht den Spaß am Sport nehmen.

Als Letztes sollten deine Vorsätze terminiert sein. Das bedeutet, dass du dir von Anfang an einen festen Zeitpunkt setzt, an dem dein Ziel erreicht sein soll. Laufveranstaltungen eignen sich hierfür besonders gut: Bei der Anmeldung weißt du bereits, bis zu welchem Tag du Zeit hast, um die entsprechende Form zu erreichen.

Checkliste: „Ziele richtig setzen“

✅ Spezifische Vorsätze

✅ Messbare Ziele

✅ Attraktive Vorhaben

✅ Realistische Vorsätze

✅ Terminierte Ziele

7 wirksame Strategien, um deine Vorsätze langfristig umzusetzen

Jetzt weißt du also, wie man richtig Neujahrsvorsätze formuliert und das trägt schon mal einen wichtigen Teil zu einem erfolgreichen Umsetzen bei. Trotzdem gilt: Das Formulieren ist das eine, die Verwirklichung das andere. Jeder kommt irgendwann an den Punkt, an dem die Motivation nachlässt oder ein Rückschlag Zweifel und Frust auslöst. Genau dann ist es wichtig, dass du am Ball bleibst und die Willenskraft aufbringst, weiterhin an deinem Ziel zu arbeiten.

Unten haben wir ein paar Tipps gesammelt, die dir helfen bei dem Erreichen deiner Vorsätze durchzuhalten oder die auch während einem Motivationstief hilfreich sein können:

1

Feste Termine

2

Regelmäßiges Kontrollieren

3

Kleine Etappen

4

Freunde und Familie einweihen

5

Gemeinsam am Ziel arbeiten

6

Kleine Belohnungen

7

Rückschläge akzeptieren

Wie du Rückschläge souverän überwindest

Rückschläge sind ganz normal, vor allem, wenn man über einen längeren Zeitraum an etwas arbeitet. Da man sich nach solchen Situationen aber fühlt, als hätte man versagt und diese entsprechend mit Frust und Ärger verbunden sind, wirft man die eigenen Ziele schnell über den Haufen.

Wut und Frust über sich selbst sind ebenfalls ganz normal. Versuche aber nicht in ein Muster des Schwarz-Weiß-Denkens zu fallen und direkt nach dem kleinsten Fehler alles infrage zu stellen. Veränderungen brauchen Zeit und vor allem auch Geduld. Akzeptiere den Rückschlag und versuche beim nächsten Mal daraus zu lernen. Mit aller Wahrscheinlichkeit wird es auch noch weitere Rückschritte geben, aber auf die Art und Weise kannst du an ihnen wachsen, anstatt zu scheitern.

Fazit